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Autor: Lavinia

7 Gründe warum Blinde ins Theater gehen sollten

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Warum sollten Blinde und Sehbehinderte ins Theater gehen? Das fragen sich viele, nicht zuletzt die Blinden. Ich selbst habe mich das jahrelang gefragt. In meiner Erinnerung bestand das Theater entweder aus Inszenierungen verstaubter Klassiker oder aus modernen Performances, die viel Interpretationsspielraum lassen. Zusätzlich bekommt man nur die Hälfte mit, weil so gut wie alles visuell ist. Da ist es kein Wunder, dass so wenige Blinde ins Theater gehen. Dabei gibt es einige gute Gründe, warum Blinde ins Theater gehen sollten. Hier sind ein paar davon: 1. Live-Audiodeskription Bei einer Audiodeskription im Theater erfolgt die Beschreibung in der Regel live. Das…

Ist ein Tanz mit Audiodeskription immersiv?

Posted in Allgemein, and Theaterrezension

Liebestod und Liebesschmerz sind Themen, mit denen wir alle nur allzu vertraut sind. Entfremdung, verpasste Gelegenheiten, ein unglückliches Blind Date, Missverständnisse und Drogenmissbrauch sind Gründe für den Tod einer Liebe, die in der Tanz-Performance „Liebestod“ von deufert&plischke aufgegriffen werden. Ein weiterer Tanz mit Audiodeskription im Rahmen des Festivals Tanz im August. Während der Performance stellen sich die Tänzer*innen immer wieder ans Mikro und erzählen den anderen Tänzer*innen unglückliche Liebesgeschichten. Dazwischen wird mit teils aggressiven, teils zärtlichen Bewegungen zu den Klängen unerfüllter Liebe getanzt. Wie kann man so viel Emotionalität in einem Tanz mit Audiodeskription vermitteln? Geht ein emotionaler Tanz mit…

Die Audiodeskription von Isadora Duncan blieb still

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Ein Leben bewegt durch die Liebe zum Tanz, ein Tanz bestimmt durch die Freuden und Leiden des Lebens – das zeigt das Stück des französischen Choreografen und Tänzers Jérome Bel über die Tänzerin „Isadora Duncan“ am 17. August am Deutschen Theater Berlin. Durch Zufall liest Bel die Memoiren der 1877 geborenen Tänzerin. Vor dem Hintergrund ihres Lebens und der gerade mal 40 von ihr überlebenden Tänze erstellt er eine Performance, die gleichzeitig erzählerisch und tänzerisch ihr Leben präsentiert. Das Stück wechselt zwischen der Erzählerstimme, die von isadoras Liebe zum Meer berichtet, ihrer Passion für den Tanzunterricht, die Liebe zu ihren…

„(in)Visible“: Theaterstück im Dunkeln

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Stimmen in der Dunkelheit, das Klackern hoher Schuhe, das Rascheln eines Umhangs, die Berührung einer körperlosen Hand … Was auf den ersten Blick wie eine Szene aus einem Horrorfilm wirkt, ist eigentlich ein Theatererlebnis mit allen Sinnen. In der Tanzfabrik Berlin führen sechs Tänzer „(in)Visible“, ein Theaterstück im Dunkeln unter der Regie von Jess Curtis auf. Jess hat sich als Vertreter des inklusiven Theaters, das behinderten Künstlern die Möglichkeit gibt, sich selbst auszudrücken, einen Namen gemacht. Diesem macht er mit (in)Visible dann auch alle Ehre. Immer wieder sitze ich mit den übrigen Zuschauern in völliger Dunkelheit und bin auf die…

Wo bleibt die Barrierefreiheit an Berliner Bühnen?

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Welcher Blinde kennt das nicht. Die Lichter gehen aus. Der Vorhang geht zurück und man sieht … absolut nichts oder fast nichts. Leider bedeutet das in vielen Fällen auch, dass das Theatervergnügen auf Dialoge beschränkt ist. Für das Verstehen und Genießen von Theaterstücken reicht das oft nicht. Wie die meisten anderen Blinden bin ich auf die Beschreibung meiner Begleitperson angewiesen, womit ich auch je nach Laune und Komplexität des Bühnengeschehens bislang ganz gut gefahren bin, aber barrierefrei und selbstbestimmt sieht anders aus. Dabei gibt es eine einfache Lösung, die in Paris und London und sogar in einigen deutschen Städten wie…