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2022

23ster Dezember 2022, 19 Uhr 30
ZUM LETZTEN MAL! „Frankenstein“ nach Mary Shelley
Deutsches Theater Berlin
Theaterstück mit Audiodeskription

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Zum allerletzten Mal haben Sie die Gelegenheit, „Frankenstein“ unter der Regie von Jette Steckel am Deutschen Theater Berlin mit Audiodeskription zu genießen.

Zum Stück

Während einiger verregneter Sommertage im Jahr 1816, eingeschlossen in einem Haus am Genfer See, schreibt die 19-jährige Mary Shelley aus Zeitvertreib die Geschichte des Wissenschaftlers Viktor Frankenstein und seines von ihm erschaffenen namenlosen Monsters. Der Schöpfer und sein Geschöpf in der Krise – das ist der Herzschlag dieses weltberühmt gewordenen Romans. In dem Moment, in dem Frankenstein die Belebung des Monsters gelingt und sie sich in die Augen sehen, schlägt die Euphorie um in blankes Entsetzen, kippt die Utopie ins Grauen. Der „Vater“ verstößt sein „Kind“, lässt es allein zurück in einer Welt, die es nicht kennt: ohne Sprache, ohne Ort, ohne Erinnerung. Die Entwicklungsschritte des Monsters, die Versuche von Annäherung an die Menschen und der Ausschluss aus dem Sozialraum zeigen eindrücklich: „Monstrosität“, so die Literaturwissenschaftlerin Annina Klappert, „besteht nicht nur im Ausstellen eines Anderen, das nicht sein soll, sondern auch dessen, was sein könnte.“ In ihrem Schaffen reflektiert Mary Shelley nicht nur ihre Position als schreibende Frau, sondern führt die schillernde, grenzüberschreitende, kulturelle Imagination, die das Monströse seit jeher darstellt, auf eine neue Stufe – ihr aus Leichtenteilen zusammengeflicktes Patchwork-Monster ist in seiner Hybridität das Monster per se und die Fragen, die seine Erschaffung aufwirft, werden in jeder Zeit Resonanz finden: Darf die Menschheit alles, was sie kann? Woher kommt das Böse? Wie werden wir die, die wir sind? Und: Wer sind die Monster unserer Zeit?

Wann und wo?
Am 23sten Dezember 2022 um 19 Uhr 30 im

Deutschen Theater Berlin
Schumannstraße 13a
10 11 7 Berlin.

Preise und Karten
Im Rahmen des Blauen Freitags kosten die Karten zwölf, ermäßigt fünf Euro. Mit dem Merkzeichen „B“ im Schwerbehinderten-Ausweis bekommen Sie fünfzig Prozent Ermäßigung für sich selbst und Ihre Begleitung. Sie können Ihre Tickets bestellen unter service@deutschestheater.de oder telefonisch unter 030 / 28 44 12 21.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b70-einfuehrung-frankenstein.

Barrierefreies Programmheft
Das DT hat ein barrierefreies Programmheft zu „Frankenstein“ erstellt. Hier können Sie es sich herunterladen: https://blog.theaterhoeren-berlin.de/wp-content/uploads/2022/11/programmheft_frankenstein.pdf.

21ster Dezember 2022, ab 17 Uhr 45
„Birthday Candles“ von Noah Haidle
Deutsches Theater Berlin
Theaterstück auf deutsch mit deutscher Audiodeskription und Tastführung

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Corinna Harfouch spielt die Hauptrolle im Stück „Birthday Candles“, das am Deutschen Theater Berlin mit Audiodeskription gezeigt wird. Regie: Anna Bergmann. Vor der Vorstellung wird es eine Tastführung geben.

Zum Stück

Ernestine Ashworth durchreist die Zeit von 17 bis 107 Jahren. Währenddessen wird sie Tochter sein, Geliebte, Ehefrau, Mutter, Freundin, Tante, Schwiegermutter, Witwe, zweite Ehefrau, Großmutter, Urgroßmutter und Ururgroßmutter. Sie will ihren Platz im Universum finden, eine andere Frau sein als ihre Mutter, sich selbst verwirklichen. Und doch kommt alles anders als geplant. Nur eines ist sicher: In jedem Jahr wird sie einen Kuchen backen, immer nach dem gleichen Rezept, zu jedem ihrer Geburtstage. 90 Jahre und 90 Kuchen, mit denen ihre einstigen Erwartungen, Träume und Hoffnungen in den Lebensfragen ihrer Kinder und Kindeskinder wiederkehren.

„Eier, Butter, Zucker, Salz. Ganz schlichte Zutaten. Aber wenn du dich umdrehst und weit genug blickst, siehst du Atome, die seit der Schöpfung da sind“, heißt es in Noah Haidles Generationen-Stück für zwölf Rollen und einen Goldfisch. Humorvoll und bewegend erzählt „Birthday Candles“ von der Vision eines Lebens, von den Höhen und Tiefen und der Kraft der Liebe, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbindet.

Wann und wo?
Am 21sten Dezember 2022 um 20 Uhr (Tastführung um 17 Uhr 45) im

Deutschen Theater Berlin
Schumannstraße 13a
10 11 7 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets kosten je nach Kategorie 23 oder 30 Euro. Mit dem Merkzeichen „B“ bekommen Sie fünfzig Prozent Ermäßigung für sich selbst und Ihre Begleitung. Ihre Karten bestellen können Sie unter service@deutschestheater.de oder telefonisch unter 030 / 28 44 12 21.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/100-new-episode.

18ter Dezember 2022, ab 15 Uhr
„Das letzte Schaf“ von Ulrich Hub
theater junge generation Dresden
Theaterstück ab acht Jahren mit Audiodeskription

Das theater junge generation in Dresden zeigt das Kinderstück „Das letzte Schaf“ von Ulrich Hub mit Audiodeskription und vorheriger Einführung. Das Stück wird empfohlen für Menschen ab acht Jahren.

Zum Stück

In einer dunklen Nacht landet eine riesige, leuchtende Erscheinung mitten auf dem Feld. Als am nächsten Morgen zwei Schafe erwachen, steht ein neuer Stern am Himmel und die Hirten sind verschwunden. Die Schafe sind mutterseelenallein! Es stellt sich heraus, dass in der Nacht ein ganz besonderes Kind geboren wurde; ein Kind, das später angeblich mal die Welt retten soll. Das wollen sich die beiden Schafe auf keinen Fall entgehen lassen!

Ulrich Hubs Schafe erzählen die Weihnachtsgeschichte aus ihrer Sicht und debattieren vorr dem Hintergrund des welthistorischen Ereignisses über Herdenregeln, Nächstenliebe und Gemeinschaft.

Wann und wo?
Am 18ten Dezember 2022 um 16 Uhr (Einführung um 15 Uhr) im

theater junge generation Dresden
Kraftwerk Mitte 1
01 06 7 Dresden.

Preise und Karten
Die Tickets kosten zwölf, ermäßigt sechs Euro. Sie können Ihre Karten bestellen unter theaterkasse@tjg-dresden.de oder telefonisch unter 0351 / 32 04 27 77.

17ter Dezember 2022, ab 16 Uhr 45
„Zhizela / Giselle“ von Jelena Stefanoska und Saša Asentić
Sophiensaele
Tanz-Performance mit Audiodeskription und vorheriger Bühnenführung

Die Sophiensaele in Berlin zeigen die Tanz-Performance „Zhizela / Giselle“ von Jelena Stefanoska und Saša Asentić in serbischer Lautsprache und mit deutscher Audiodeskription. Vor der Vorstellung wird es eine Bühnenführung geben.

Zum Stück

„Zhizela / Giselle“ erkundet die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen der Künstlerin Jelena Stefanoska und der tragischen Ballettfigur Giselle. Das Stück stellt eine Gesellschaft in Frage, die durch strenge Regeln und – oft unausgesprochene – Normen Einzelne daran hindert, ihr Leben in Würde und Glück zu leben.

Jelena Stefanoska bringt ihre eigenen Gefühle und körperlichen Zustände durch verschiedene getanzte, geschriebene oder erzählerische Elemente zum Ausdruck – und interpretiert zugleich auch die bekannte Rolle der Giselle neu. Dabei spielen persönliche Werte der Performerin wie Ehrlichkeit, Loyalität und Vergebung eine große Rolle, ebenso wie die Freude am Selbstausdruck und die Verbundenheit zur Natur. So erzählt das Stück in seinem Grund von dem Bedürfnis zu lieben und geliebt zu werden – und vor allem von dem Wunsch und Gefühl, ein Leben in Würde zu leben.

Wann und wo?
Am 17ten Dezember 2022 um 18 Uhr (Bühnenführung um 16 Uhr 45) im Hochzeitssaal der

Sophiensaele
Sophienstraße 18
10 17 8 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets kosten 15, ermäßigt zehn Euro. Die Begleitkarte für Menschen mit Schwerbehinderung ist frei. Sie erhalten Ihre Karten bei Hannah Aldinger unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder telefonisch unter 030 / 27 89 00 35. Unter derselben E-Mail-Adresse können Sie den Abholservice ab U Weinmeisterstraße oder S Hackescher Markt in Anspruch nehmen.

Audioflyer
Die Sophiensaele haben einen Audioflyer erstellt, den Sie sich hier anhören können: https://soundcloud.com/sophiensaeleberlin/audiotrailer-zhizela-giselle.

dritter Dezember 2022, ab 17 Uhr
„Drei Mal Leben“ von Yasmina Reza
Berliner Ensemble
Theaterstück mit Audiodeskription und Tastführung

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Das Berliner Ensemble zeigt das Stück „Drei Mal Leben“ von Yasmina Reza unter der Regie von Andrea Breth. Vor der Vorstellung wird es eine Tastführung geben.

Zum Stück

Mal ganz ehrlich: Wie viel in unserem Leben haben wir wirklich in der Hand? Ist alles nur Frage der Haltung oder der Perspektive? Wäre der gestrige Abend anders verlaufen, wenn wir uns anders verhalten hätten? Wir mehr auf unser Recht bestanden hätten oder, andersherum, defensiver gewesen wären?
„Drei Mal Leben“ begibt sich in genau dieses Experiment: Drei Mal freuen sich Henri und Sonja auf einen ruhigen Abend. Drei Mal klingelt es und die Finidoris stehen vor der Tür, bereit für ein gemeinsames Abendessen, zu dem Henri und Sonja eingeladen haben in der Hoffnung, der beruflich weitaus erfolgreichere Hubert könne Henris Karriere anschieben. Unglücklicherweise kommen die Gäste einen Tag zu früh. In drei Anläufen wird nun in wechselnden Allianzen und unterschiedlichen Manövern um Ruhm, Sex, Selbstachtung und Anerkennung gekämpft. Dabei verheddern sich alle Beteiligten nicht nur in den Erwartungen der Anderen, sondern auch in den eigenen Macken und Eitelkeiten.

Wann und wo?
Am dritten Dezember 2022 um 19 Uhr 30 (Tastführung um 17 Uhr) im

Berliner Ensemble
Bertolt-Brecht-Platz 1
10 11 7 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets kosten je nach Kategorie zwischen 13 und 42 Euro. Mit dem Merkzeichen „B“ im Schwerbehinderten-Ausweis erhalten sowohl Sie, als auch Ihre Begleitung 50 Prozent Ermäßigung. Sie erhalten Ihre Karten unter theaterkasse@berliner-ensemble.de oder telefonisch unter 030 / 28 40 81 55.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung für Sie erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b97-einfuehrung-drei-mal-leben.

20ster November 2022, ab 13 Uhr 30
„Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff
Schauspiel Leipzig
Theaterstück mit Audiodeskription und vorheriger Bühnenführung

Das Schauspiel Leipzig zeigt den Märchen-Klassiker „Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff mit Audiodeskription und vorheriger Bühnenführung. Das Stück wird empfohlen für alle ab zehn Jahren.

Zum Stück

Peter, wie schon sein Vater und dessen Vater Kohlenbrenner im Schwarzwald, erträgt es nicht länger, dass alle anderen um ihn herum „so unmenschlich reich sind“, während er bleibt, was er ist. Seine Überlegungen, wie sich das ändern könnte, nehmen eine ungeahnte Wendung: Er erfährt, dass er als Sonntagskind das Glasmännlein aufsuchen darf, das tief im Schwarzwald lebt. Bei ihm hat er drei Wünsche frei. Wie einfach ist das!

Doch Peters Wunsch, immer genauso viel Geld zu haben wie der erfolgreiche Ezechiel, erweist sich als Fehlspekulation: Peter nimmt Ezechiel beim Würfeln das Geld ab. So lange, bis keiner von beiden mehr einen Taler in der Tasche hat.
Peter will seine Wut am Glasmännlein auslassen, das ihm seine Wünsche nicht erfüllt. Aber wo das Glasmännlein ist, da wartet auch der Holländer-Michel in der Nähe, als ein skrupelloser Wunsch-Erfüller für all die, die die große Gier umtreibt. Lebendiges Herz gegen unbegrenzten Kredit, lautet Holländer-Michels Geschäftsmodell. Peter willigt ein und trägt ab da Stein statt Herz. Sein Aufstieg beginnt. Bis er realisiert: Fast niemand um ihn herum hat überhaupt noch ein Herz. Aber einen Wunsch hat Peter beim Glasmännlein zuletzt immer noch frei …

Wann und wo?
Am 20sten November 2022 im
Schauspiel Leipzig
Bosestraße 1
04 10 9 Leipzig.

Beginn der Bühnenführung: 13 Uhr 30.
Beginn des Stücks: 15 Uhr.

Preise und Karten
Die Tickets kosten zwischen elf und 28 Euro. Ermäßigungen sind verfügbar. Sie erhalten Ihre Karten unter besucherservice@schauspiel-leipzig.de oder telefonisch unter 0341 / 12 68 1 68.

20ster November 2022, elf Uhr
14ter Theaterclub des Berliner Spielplan Audiodeskription
Audio-Zoom-Konferenz

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Wie immer treffen wir uns auf der Meeting-Plattform Zoom in einer reinen Audio-Konferenz, um mit Ihnen über Theater, Oper und Audiodeskription zu sprechen. In dieser Episode stellt sich der Theaterbeirat vor – ein neu gegründetes Gremium, das sich zum Ziel gesetzt hat, Audiodeskription an den Berliner Theaterhäusern über die Existenz des Berliner Spielplans Audiodeskription hinaus zu verstetigen. Anlässlich dessen wird diese Folge moderiert von den Vertreterinnen des Theaterbeirats Gina Heinecke und Manuela Myszka.

Wann und wo?
Am Sonntag, den 20sten November 2022 um elf Uhr online auf der Meeting-Plattform Zoom.

Preise und Karten
Die Teilnahme am Theaterclub ist kostenfrei. Senden Sie einfach eine E-Mail an presse@theaterhoeren-berlin.de und wir übersenden Ihnen die Zugangsdaten sowie eine Nutzungsanleitung für Zoom.

Interview
Unser Beirats-Mitglied Gina Heinecke hat Michael Baumeister vom Ohrsicht-Radio ein Interview gegeben, in dem sie erklärt, was der Theaterbeirat eigentlich macht. Hier können Sie es sich anhören: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b98-interview-theaterbeirat.

18ter November 2022, ab 18 Uhr
19ter November 2022, ab 19 Uhr
im Rahmen des No-Limits-Festivals Berlin
„Welt ohne uns“ von Meine Damen und Herren feat. SKART & Masters of the Universe

HAU 2
Performance und Theater mit Audiodeskription und vorheriger Tastführung

Im Rahmen des No-Limits-Festivals zeigt das HAU 2 in Berlin das Stück „Welt ohne uns“ von „Meine Damen und Herren“ und der altersübergreifenden Theatergruppe „SKART & Masters of the Universe“ mit deutscher Audiodeskription. Die Haptic Access Tour wird durchgeführt von Gravity Access Services. Im Anschluss an die Vorstellung am 18ten November gibt es einen Artist Talk.

Zum Stück

Wonach schmeckt das Sterben? Warum haben alle Angst davor? Kann eine Seele kompostiert werden? Wie vermeide ich es, als Regenwurm wiedergeboren zu werden? Entstanden aus den gemeinsamen Überlegungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit und ohne sogenannte Behinderung lädt „Welt ohne uns“ ein zu einer irritierenden Auseinandersetzung mit Leben und Tod. Jenseits von esoterischem Kitsch und religiöser Vereinfachung, gleichsam ernst und leicht zugleich, seziert die Performance den Kreislauf des Lebens. Serviert mit morbidem Humor, intensiven Body-Art-Elementen und einer opulenten Bildsprache entfaltet sich ein existenzphilosophischer Trip, der dem Unvorstellbaren die grundlegenden Fragen aus den bleichen Rippen zu leiern weiß. Bewusst stellt sich das Stück einem totgeschwiegenen Thema. 

Wann und wo?
Am 18ten November 2022 um 19 Uhr (Tastführung um 18 Uhr) und am 19ten November 2022 um 20 Uhr (Tastführung um 19 Uhr) im

HAU 2
Hallesches Ufer 34
10 96 3 Berlin.

Preise und Karten
Die Karten kosten 17, ermäßigt 13 Euro. Die Begleitung von Menschen mit Schwerbehinderung ist frei. Sie können Ihre Karten bestellen unter tickets@hebbel-am-ufer.de.

18ter November 2022, 20 Uhr
„Frankenstein“ nach Mary Shelley
Deutsches Theater Berlin
Theaterstück mit Audiodeskription

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Das Deutsche Theater Berlin zeigt „Frankenstein“ nach Mary Shelley unter der Regie von Jette Steckel.

Zum Stück

Während einiger verregneter Sommertage im Jahr 1816, eingeschlossen in einem Haus am Genfer See, schreibt die 19-jährige Mary Shelley aus Zeitvertreib die Geschichte des Wissenschaftlers Viktor Frankenstein und seines von ihm erschaffenen namenlosen Monsters. Der Schöpfer und sein Geschöpf in der Krise – das ist der Herzschlag dieses weltberühmt gewordenen Romans. In dem Moment, in dem Frankenstein die Belebung des Monsters gelingt und sie sich in die Augen sehen, schlägt die Euphorie um in blankes Entsetzen, kippt die Utopie ins Grauen. Der „Vater“ verstößt sein „Kind“, lässt es allein zurück in einer Welt, die es nicht kennt: ohne Sprache, ohne Ort, ohne Erinnerung. Die Entwicklungsschritte des Monsters, die Versuche von Annäherung an die Menschen und der Ausschluss aus dem Sozialraum zeigen eindrücklich: „Monstrosität“, so die Literaturwissenschaftlerin Annina Klappert, „besteht nicht nur im Ausstellen eines Anderen, das nicht sein soll, sondern auch dessen, was sein könnte.“ In ihrem Schaffen reflektiert Mary Shelley nicht nur ihre Position als schreibende Frau, sondern führt die schillernde, grenzüberschreitende, kulturelle Imagination, die das Monströse seit jeher darstellt, auf eine neue Stufe – ihr aus Leichtenteilen zusammengeflicktes Patchwork-Monster ist in seiner Hybridität das Monster per se und die Fragen, die seine Erschaffung aufwirft, werden in jeder Zeit Resonanz finden: Darf die Menschheit alles, was sie kann? Woher kommt das Böse? Wie werden wir die, die wir sind? Und: Wer sind die Monster unserer Zeit?

Wann und wo?
Am 18ten November 2022 um 20 Uhr im

Deutschen Theater Berlin
Schumannstraße 13a
10 11 7 Berlin.

Preise und Karten
Im Rahmen des „Blauen Freitags“ kosten die Karten fünf oder zwölf Euro. Mit dem Merkzeichen „B“ erhalten sowohl Sie, als auch Ihre Begleitung 50 Prozent Ermäßigung. Sie erhalten Ihre Tickets unter service@deutschestheater.de oder telefonisch unter 030 / 28 44 12 21.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine neue audiodeskriptive Einführung für Sie erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b70-einfuehrung-frankenstein.

Barrierefreies Programmheft
Das DT hat ein barrierefreies Programmheft zu „Frankenstein“ erstellt. Hier können Sie es sich herunterladen: https://blog.theaterhoeren-berlin.de/wp-content/uploads/2022/11/programmheft_frankenstein.pdf.

18ter November 2022, elf Uhr und 18 Uhr
„Warten auf die Schneekönigin“ von Eva Costa
Fliegendes Theater, Berlin-Kreuzberg
inklusive Klang-Installation mit 3D-Audio

Das Fliegende Theater in Berlin-Kreuzberg zeigt im November das Stück „Warten auf die Schneekönigin“ nach dem Märchen „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen. Es handelt sich hierbei um eine inklusive Klang-Installation mit 3D-Audio. Das Stück wird empfohlen für alle ab sieben Jahren.
„Warten auf die Schneekönigin“ ist Teil des Projekts Die Schneekönigin – Ein performatives Buch und wird gefördert und Unterstützt von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, der DAKU Prozessförderung und dem Kia Förderungsprogramm.

Zum Stück

Das berühmte Märchen „Die Schneekönigin“ besteht aus sieben Episoden, die die Abenteuer des tapferen Mädchens Gerda beschreiben. Nachdem ihr Freund Kay von der Schneekönigin entführt wurde, beschließt das kleine Mädchen, ihr Haus zu verlassen, um ihn zu suchen. Dabei erlebt sie eine Reihe aufregender Abenteuer!

„Warten auf die Schneekönigin“ ist eine Klang-Installation mit 3D-Audio und basiert auf dem Märchen von Hans Christian Andersen, einem großen Klassiker der Kinderliteratur. Das Märchen steckt voller Magie und passt hervorragend in die Vorweihnachtszeit. Die Zuhörer*innen tauchen in eine virtuelle Klangwelt mit besonderer Atmosphäre ein. Hierbei soll in erster Linie der Hörsinn und die Phantasie des Publikums aktiviert werden. Der Aufführungsabend umfasst die ersten fünf Episoden der Geschichte, eine kleine winterliche Überraschung und etwas zum Mitnehmen für zuhause.

Wann und wo?
Am 18ten November 2022 um elf Uhr und um 18 Uhr im
Fliegenden Theater
Urbanstraße 100
10 96 7 Berlin.

Der Zugang zum Theater ist parterre und rollstuhlgerecht. Falls Sie eine Begleitung benötigen, wenden Sie sich an wartenaufdieschneekoenigin@gmail.com.

Preise und Karten
Die Tickets kosten 18 Euro für Erwachsene und 13 Euro für Kinder. Die Karten sind ausschließlich an der Abendkasse (Barzahlung) erhältlich, aber Voranmeldungen sind möglich unter wartenaufdieschneekoenigin@gmail.com.

16ter November 2022, ab 18 Uhr 45
„Faust im Nacken“ von Simone Gisela Weber und Rosemarie Eberl
Tanz-Performance für junge Menschen ab 14 Jahren mit Audiodeskription und Tastführung

„Faust im Nacken“ ist eine Tanz-Performance für junges Publikum über das Gefühl, unter Druck zu stehen. Die Performance ist zu Gast im Theater Strahl im Kulturhaus Schöneberg. Vor der Vorstellung gibt es eine Haptic Access Tour von Gravity Access Services.

Zum Stück

Wir schwitzen, wir zittern, wir werden rot, das Herz klopft, der Atem stockt.
Wer kennt es nicht: Das Gefühl, unter Druck zu stehen.
In der Tanzperformance “Faust im Nacken” steigen zwei Performerinnen und ein Musiker in den Ring und sagen dem Druck den Kampf an. Durch das Zusammenspiel von Bewegung, Sound und Objekten untersuchen die drei, was Druck mit unserem Körper macht, wovon wir uns unter Druck gesetzt fühlen und wieso Druck in allen Ecken lauert.
Können unter Druck Diamanten entstehen?

Die Stückentwicklung ist in einem gemeinsamen Rechercheprozess mit Teilnehmer:innen der Sommer-Tanz-Werkstatt am Theater Strahl sowie mit Schüler*innen der GHS Graf-Recke-Straße Düsseldorf und der Anna-Freud-Schule Berlin entstanden.

Wann und wo?
Am 16ten November 2022 um 19 Uhr 30 (Tastführung um 18 Uhr 45) im

Theater Strahl
Kulturhaus Schöneberg
Kyffhäuserstraße 23
10 78 1 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets kosten 7 Euro 50, ermäßigt vier Euro. Die Begleitperson von Menschen mit Schwerbehinderung ist frei. Sich für die Tastführung anmelden und Ihre Tickets bestellen können Sie unter tickets@theater-strahl.de oder telefonisch unter 030 / 69 59 92 22.

15ter November 2022, ab 18 Uhr
im Rahmen des No-Limits-Festivals Berlin
„Soiled“ von Michael Turinsky
Tanz-Performance mit englischer Audiodeskription und deutscher oder englischer Tastführung

Im Rahmen des No-Limits-Festivals zeigt das HAU 2 in Berlin Michael Turinskys Performance „Soiled“ mit englischer Audiodeskription. Die Haptic Access Tour findet je nach Bedarf auf Deutsch oder Englisch statt und wird durchgeführt von Gravity Access Services.

Zum Stück

Schmutzig, gelandet auf dem Erdboden und zugleich sehnsüchtig nach dem Ursprung im Wasser. Geschlüpft und schlüpfrig, Sonnenstrahlen kitzeln den Bauch. Was mag es bedeuten, in jenen unter dem Beton der Zivilisation versiegelten, “niederen” Erfahrungsschichten die Kostbarkeit des Lebens zu erahnen?

Anschließend an persönliche, mit seiner körperlichen Behinderung verbundene Erfahrungen, entwirft Michael Turinsky vor dem Hintergrund des Anthropozäns eine Utopie des Menschlichen, die dem aufrechten, zivilisierten, endlos produktiven und gerade darin endlos destruktiven Körper einen bodennahen, zyklischen, pulsierenden und metabolischen Körper entgegensetzt. In “Soiled” wird ebendieser Körper als zutiefst menschlicher Körper behauptet – ein Körper, der die eigene Organizität lustvoll auskostet, ein Körper, der in den dunklen Pool früher Erinnerungen eintaucht und eben daraus das verbindende Milieu einer aufkeimenden neuen Gemeinschaft schöpft.

Wann und wo?
Am 15ten November 2022 um 19 Uhr (Tastführung um 18 Uhr) im

HAU 2
Hallesches Ufer 34
10 96 3 Berlin.

Preise und Karten
Die Karten kosten 17, ermäßigt 13 Euro. Die Begleitung von Menschen mit Schwerbehinderung ist frei. Sie können Ihre Karten bestellen unter tickets@hebbel-am-ufer.de.

14ter November 2022, ab 17 Uhr
im Rahmen des No-Limits-Festivals Berlin
„Vertigo“ von und mit Max Edgar Freitag und Frank Schulz
Theater Thikwa
Theaterstück mit Audiodeskription

Im Rahmen des No-Limits-Festivals Berlin, Deutschlands größtem und wichtigstem Festival für Disability & Performing Arts, zeigt das Theater Thikwa in Berlin-Kreuzberg das Stück „Vertigo“ mit Audiodeskription und vorheriger Tastführung.

Zum Stück

Es ist nicht einfach, in einem Körper zu stecken, der Ja sagt, aber gleichzeitig auch Vielleicht. Vertigo heißt Schwindel – das unsichere Terrain auf dem man herumschliddert, wenn man sich zu Anderen in Beziehung setzen soll. In Vertigo beschreiben Menschen sich und ihre Äußerungsmöglichkeiten, denen man unterstellt, Autisten zu sein. Eine Untersuchung der Innenräume und ihrer Peripherie, gerne mit einem Rap zwischendurch, mit Tanz und Beat-Boxing oder einem Manga-Superhelden. Mythos Autismus: Während SIE gucken, was bei uns nicht stimmt, gucken wir, was bei DENEN anders ist. Ein ernsthaft leichtes Break-Beat-Oratorium des Daseins.

Wann und wo?
Am 14ten November 2022 um 18 Uhr (Tastführung um 17 Uhr) im

Theater Thikwa
Fidicinstraße 40
10 96 5 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets kosten 16, ermäßigt zehn Euro. Die Begleitung von Menschen mit Schwerbehinderung ist frei. Ihre Tickets bestellen und sich für die Tastführung anmelden können Sie unter silke.stuck@thikwa.de oder telefonisch unter 030 / 61 20 26 20.

zwölfter November 2022 um 19 Uhr 30 (Tastführung um 17 Uhr 30)
„Carmen“ von Georges Bizet; musikalische Leitung: Yi-Chen Lin
Deutsche Oper Berlin
Oper mit Audiodeskription und Tastführung

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Die Deutsche Oper Berlin zeigt eine der berühmtesten Opern der Weltgeschichte, Georges Bizets „Carmen“, mit Audiodeskription und vorheriger Einführung und Tastführung.

Zum Stück

Mit seiner „Carmen“ schrieb Georges Bizet eine Kampf-Ansage an die romantische Oper: Mit ihrem unbeugsamen Freiheitswillen verkörpert die Titelheldin das Gegenbild zu den passiven, leidenden Frauenfiguren, die zuvor die Opernbühne beherrscht hatten. Doch anti-romantisch ist „Carmen“ in einem noch umfassenderen Sinn: Bizets Oper zeigt eine Welt, in der Liebe als zwischenmenschliches Gefühl keinen Platz mehr hat und längst durch Sex und Gewalt abgelöst wurde. Carmen und der Torero Escamillo sind Repräsentanten dieser Gesellschaft, in der nur noch das Recht des Stärkeren zählt. Eine Welt, in der Don José mit seinem bürgerlichen Ideal von Liebe ein Fremdling bleibt, der zum Scheitern verurteilt ist. Mit diesem illusionslosen Blick auf die Trostlosigkeit der menschlichen Existenz steht Bizet in unmittelbarer Nähe zu den Romanen eines Émile Zola – entgegen dem Klischeebild vieler Aufführungen ist Bizets Spanien ein Ort, der die Hässlichkeit der Armut in hellem Licht zeigt.

Wann und wo?
Am zwölften November 2022 um 19 Uhr 30 (Einführung und Tastführung um 17 Uhr 30) in der

Deutschen Oper Berlin
Bismarckstraße 35
10 62 7 Berlin.

Preise und Karten
Die Audiodeskriptions-Tickets haben einen Einheitspreis von 25 Euro; die Begleitung ist frei. Sie bekommen Ihre Karten unter info@deutscheoperberlin.de oder telefonisch unter 030 / 34 38 43 43.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b96-einfuehrung-carmen.

zwölfter November 2022, ab 14 Uhr 45
„My Land“ der Compagnie Recirquel
Schauspielhaus Leipzig im Rahmen des Festivals euro-scene
Zirkustück mit Audiodeskription und Einführung

Im Rahmen des Festivals euro-scene wird das Zirkusstück „My Land“ gezeigt, aufgeführt von sieben Zirkus-Virtuos*innen aus der Ukraine. Es gibt keine Altersbeschränkung. Vor der Vorstellung gibt es eine blindengerechte Einführung. Im Anschluss an die Vorstellung findet das Diskursprogramm „Dancing in Times of War“ über die aktuelle Lage in der Ukraine im Foyer 1 des Schauspiel Leipzig statt.

Zum Stück

Sie waren auf Tournee in Frankreich, als der Krieg ausbrach: eine Zirkusvirtuosin und sechs -virtuosen aus diversen Regionen der Ukraine, die 2018 in Budapest zusammenfanden. Bence Vági, Gründer der ungarischen Compagnie Recirquel, hatte die Idee zu einem Zirkusstück, das von der Verbundenheit zur Heimat erzählt. „My Land“ (Mein Land) bestätigte nicht nur die führende Rolle der ukrainischen Akrobatik – es wurde 2018 auf dem größten Theaterfestival der Welt in Edinburgh zum besten Stück gewählt.

Mit bisher über 250 internationalen Aufführungen ist es eine Referenz im Neuen Zirkus geworden. Dann kam der Februar 2022. Über Nacht wurde „My Land“ praktisch ein neues Stück, ohne dass sich an Artistik oder Choreographie etwas änderte. Exzellenz und Poesie sind gleich stark geblieben, die Lesart änderte sich jedoch radikal. Auch in den Energien und dem Empfinden der Akrobat*innen spiegelt sich nun ein anderes, dramatisches Bewusstsein, wie in einem Kampf von Gut und Böse.

Wann und wo?
Am zwölften November 2022 um 15 Uhr 30 (blindengerechte Einführung um 14 Uhr 45) im
Schauspiel Leipzig
Bosestraße 1
04109 Leipzig.

Preise und Karten
Die Tickets kosten zwischen 22 und 30 Euro, ermäßigt zwischen elf und 15 Euro. Bei der Familien-Vorstellung am zwölften November kosten Karten für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre in Begleitung von mindestens einem Erwachsenen fünf Euro.
Sie erhalten Ihre Karten unter tickets@euro-scene.de oder telefonisch unter 0341 / 21 71 648.

elfter November 2022, ab 17 Uhr
„Sulle Sponde del Lago – Am Ufer des Sees“ von Alessandro Schiattarella / FORWARD DANCE COMPANY
LOFFT – Das Theater, Leipzig im Rahmen des Festivals euro-scene
Tanz-Performance mit Audiodeskription und vorheriger Einführung

„Sulle Sponde del Lago – Am Ufer des Sees“ heißt das Tanzstück von Alessandro Schiattarella und der FORWARD DANCE COMPANY, das im Rahmen des Festivals euro-scene im LOFFT-Theater in Leipzig gezeigt wird. Vor der Vorstellung wird es eine blindengerechte Einführung geben.

Zum Stück

„Schwanensee“, nach der Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski, ist eines der bekanntesten Werke des klassischen Balletts und damit auch repräsentativ für ein bestimmtes idealisiertes Körperbild. Es prägt bis heute unsere Sehgewohnheiten und Erwartungen an Tanz.

Der Schweizer Choreograph Alessandro Schiattarella wirft mit den sechs Tänzer*innen einen kritischen und persönlichen Blick auf das ikonische Ballett. Was gilt als vermeintlich „normal“ oder „schön“? Welche Mechanismen von Ausschluss und Unterdrückung liegen hier verborgen? Die FORWARD DANCE COMPANY hat sich zum Ziel gesetzt, solche ästhetisch und diskursiv etablierten Denkweisen und Machtverhältnisse zu hinterfragen und unerforschtes Tanzvokabular zu entdecken.

Wann und wo?
Am elften November 2022 um 17 Uhr 30 (blindengerechte Einführung um 17 Uhr) im
LOFFT – Das Theater
Spinnereistraße 7, Halle 7
04 17 9 Leipzig.

Preise und Karten
Die Tickets kosten 22, ermäßigt elf Euro. Sie erhalten Ihre Karten unter tickets@euro-scene.de oder telefonisch unter 0341 / 21 71 64 8.

neunter November 2022, ab 20 Uhr 45
„Misericordia“ von Emma Dante
Schauspiel Leipzig im Rahmen des Festivals euro-scene
Theaterstück mit Audiodeskription und Einführung

Im Rahmen des diesjährigen Theater- und Tanz-Festivals euro-scene Leipzig zeigt das Schauspiel Leipzig das Stück „Misericordia“ von Emma Dante in italienischer und sizilianischer Sprache mit deutschen Übertiteln und deutscher Audiodeskription. Vor der Vorstellung wird es eine blindengerechte Einführung geben. Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Nachgespräch mit den Darsteller*innen statt, das von Dr. Olaf Roth moderiert wird.

Zum Stück

Anna, Nuzza und Bettina müssen einiges ertragen. Die drei italienischen Vollblut-Mamas kämpfen gegen die Armut, sind schutzlos, leben vom Stricken und vom Feilbieten ihrer Körper. Sie repräsentieren ein weibliches Proletariat, welches in jenem patriarchalisch dominierten Haifischbecken, das wir „Gesellschaft“ nennen, doppelt und dreifach an den Rand gedrängt wird.
Nur einem geht es noch miserabler. Und das ist Arturo, der junge Autist, dessen Mutter vom Vater ermordet wurde. Die drei Frauen nehmen ihn auf und pflegen ihn. Im Grunde bilden sie gemeinsam eine Mutter-Courage-Figur, irgendwo zwischen Bertolt Brecht, Pina Bausch und Maxim Gorki. Doch ungleich den Gestrandeten in Gorkis „Nacht-Asyl“ begegnen Emma Dantes Alltagsheldinnen der sie umgebenden Gewalt mit Wärme und Solidarität. Sie betteln nicht um Misericordia, also um Barmherzigkeit, sondern sie opfern sich für ein junges Wesen auf, das abseits ihrer Obhut nicht überleben könnte.

Wann und wo?
Am neunten November 2022 um 21 Uhr 30 (Einführung um 20 Uhr 45) in der
Diskothek im Schauspiel Leipzig
Bosestraße 1
04 10 9 Leipzig.

Preise und Karten
Die Tickets kosten 22, ermäßigt elf Euro. Sie erhalten Ihre Karten unter tickets@euro-scene.de oder telefonisch unter 0341 / 21 71 64 8.

neunter November 2022, 19 Uhr 30
„Drei Mal Leben“ von Yasmina Reza
Berliner Ensemble
Theaterstück mit Audiodeskription

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Das Berliner Ensemble zeigt das Stück „Drei Mal Leben“ von Yasmina Reza unter der Regie von Andrea Breth.

Zum Stück

Mal ganz ehrlich: Wie viel in unserem Leben haben wir wirklich in der Hand? Ist alles nur Frage der Haltung oder der Perspektive? Wäre der gestrige Abend anders verlaufen, wenn wir uns anders verhalten hätten? Wir mehr auf unser Recht bestanden hätten oder, andersherum, defensiver gewesen wären?
„Drei Mal Leben“ begibt sich in genau dieses Experiment: Drei Mal freuen sich Henri und Sonja auf einen ruhigen Abend. Drei Mal klingelt es und die Finidoris stehen vor der Tür, bereit für ein gemeinsames Abendessen, zu dem Henri und Sonja eingeladen haben in der Hoffnung, der beruflich weitaus erfolgreichere Hubert könne Henris Karriere anschieben. Unglücklicherweise kommen die Gäste einen Tag zu früh. In drei Anläufen wird nun in wechselnden Allianzen und unterschiedlichen Manövern um Ruhm, Sex, Selbstachtung und Anerkennung gekämpft. Dabei verheddern sich alle Beteiligten nicht nur in den Erwartungen der Anderen, sondern auch in den eigenen Macken und Eitelkeiten.

Wann und wo?
Am neunten November 2022 um 19 Uhr 30 im

Berliner Ensemble
Bertolt-Brecht-Platz 1
10 11 7 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets kosten je nach Kategorie zwischen 13 und 42 Euro. Mit dem Merkzeichen „B“ im Schwerbehinderten-Ausweis erhalten sowohl Sie, als auch Ihre Begleitung 50 Prozent Ermäßigung. Sie erhalten Ihre Karten unter theaterkasse@berliner-ensemble.de oder telefonisch unter 030 / 28 40 81 55.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung für Sie erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b97-einfuehrung-drei-mal-leben.

vierter November 2022, ab 18 Uhr 45
„Horizon Problems“ von Judith Förster
Sophiensaele
Tanz-Performance mit Audiodeskription und Tastführung

Die Sophiensaele in Berlin zeigen die Tanz-Performance „Horizon Problems“ von Judith Förster. Vor der Vorstellung wird es eine Tastführung geben.

Zum Stück

„Horizon Problems“ ist die dritte Arbeit von Judith Förster, in der sie anhand von Science-Fiction-Narrativen nach einem körperlich-emotionalen Zugang zum Zusammenleben in einer komplexen Gesellschaft forscht. In dem Science-Fiction-Roman „Die Enteigneten“ beschreibt Ursula LeGuin 1974 eine ambivalente Utopie, durchzogen von politischen Ideen wie Anarchismus, Sozialismus und Kapitalismus. Judith Förster widmet sich mit „Horizon Problems“ diesem vielschichtigen Szenario und macht es aus queer-feministischer Perspektive mit den Mitteln des zeitgenössischen Tanzes erfahrbar. Die Körper auf der Bühne sind sich gegenseitig Werkzeug und Material: Sie fordern und nähren, spielen, benutzen und beuten aus – sie bilden einen Mikrokosmos aus Soli und Momenten unvollständigen Einklangs.

Wann und wo?
Am vierten November 2022 um 20 Uhr (Tastführung um 18 Uhr 45) in den
Sophiensaelen
Sophienstraße 18
10 17 8 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets kosten 15, ermäßigt zehn Euro. Die Begleitung ist frei. Sie bekommen Ihre Karten unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder telefonisch unter 030 / 27 89 00 35.

30ster Oktober 2022 um 18 Uhr (Tastführung um 15 Uhr)
Bertolt Brechts „Die Dreigroschenoper“
Berliner Ensemble
Theaterstück mit Audiodeskription

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Auch in der neuen Spielzeit haben wir wieder Bertolt Brechts „Die Dreigroschenoper“ am Berliner Ensemble im Programm. Genießen Sie das berühmte Stück mit der Musik von Kurt Weill in der Inszenierung von Barrie Kosky. Am 30sten Oktober 2022 bietet das BE erstmals eine Tastführung an. Sie beginnt um 15 Uhr und endet um 16 Uhr 30.

Zum Stück

Mit ihren legendären Songs und einer ebenso unverschämt wie klug im Hinblick auf Sozialkritik umgearbeiteten, im Kern trivialen Geschichte um Liebe, Verrat, Geschäft und Moral wurde die im Jahr 1928 im Theater am Schiffbauerdamm – dem heutigen Berliner Ensemble – uraufgeführte „Dreigroschenoper“ über Nacht zu einem weltweiten Überraschungs-Hit.

„Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“, lauten die berühmten Zeilen – doch wer im Wohlstand lebt, lebt zwar angenehm, ist aber noch lange nicht gut. So haben Mackie Messer, Peachum und Co. notgedrungen vor allem ihren eigenen materiellen Vorteil im Blick und betreiben einen erheblichen theatralen Aufwand, um ihn ohne Skrupel durchzusetzen und gleichzeitig genau das zu verschleiern oder gar zu beschönigen. Denn wer wäre nicht gern gut?

Wann und wo?
Am 30sten Oktober 2022 um 18 Uhr (Tastführung um 15 Uhr) im
Berliner Ensemble
Bertolt-Brecht-Platz 1
10 11 7 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets kosten je nach Kategorie zwischen 15 und 48 Euro, mit Schwerbehindertenausweis aber bekommen sowohl Sie, als auch Ihre Begleitung 50 Prozent Ermäßigung.
Sich für die Tastführung anmelden und Ihre Tickets bestellen können Sie unter theaterkasse@berliner-ensemble.de oder telefonisch unter 030 / 28 40 81 55.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung für Sie erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b68-einfuehrung-dreigroschenoper.

22ster Oktober 2022, ab 19 Uhr
„So why – Suchen nach Siegfried“
Theater Thikwa
Theaterstück mit Audiodeskription und Tastführung

Das inklusive Theater Thikwa in Berlin-Kreuzberg zeigt das Stück „So why – Suchen nach Siegfried“ mit Audiodeskription und vorheriger Tastführung.

Zum Stück

Wie ist das mit Schwert und Blut, mit Heldentum und Mord, mit Liebe und Verrat, wenn man zwar jung, blond und mutig ist, aber doch recht doof? Siegfried – ein furchtloser Superdepp, sozusagen. Aber ein ganz lieber. Was ist ein Held? Mehr als ein Stunt? Alles nur Tarzan? Der schöne Siggi ist einer, den die anderen mit ihrer Habgier steuern. Gewinn orientiert, ganz kapitalistisch. Und vornehm mit „freundlicher Feind“ umschrieben. Wir suchen nach Siegfried. Wir modeln die Wagner-Musik um mit neuen Texten und Samples. Wir fragen, ob Morden zwangsläufig zum Männlichkeitsprinzip gehört. Und wie das ist, wenn man viel zu spät oder gar nicht merkt, dass man benutzt wird. Als ob man in einem Schwarzen Loch steckt und nie wieder herauskommt. Ein Stück von einer Zeit, wo du schwarz-weiß bist.

Wann und wo?
Am 22sten Oktober 2022 um 20 Uhr (Tastführung um 19 Uhr) im
Theater Thikwa
Fidicinstraße 40
10 96 5 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets kosten 16, ermäßigt zehn Euro. Die Begleitung ist frei. Sie bekommen Ihre Karten unter silke.stuck@thikwa.de oder telefonisch unter 030 / 61 20 26 20.

22ster Oktober 2022, ab 15 Uhr
„Lahme Ente, blindes Huhn“ von Ulrich Hub
theater junge generation Dresden
Theaterstück mit Audiodeskription für alle ab 8 Jahren

Das tjg Dresden zeigt das Kinder-Theaterstück „Lahme Ente, blindes Huhn“ mit Audiodeskription und vorheriger Einführung. Das Stück wird empfohlen für alle ab acht Jahren.

Zum Stück

In ihrem Hinterhof knabbert Ente genüsslich Nüsschen, als ein blindes Huhn über ihren Krückstock stolpert. Huhn freut sich, statt eines Blindenhundes immerhin eine Ente zu treffen. Ente soll es an den Ort führen, wo die geheimsten Wünsche in Erfüllung gehen. Aber Ente lehnt dankend ab. Gemütlich, anstrengungsfrei und sicher ist es nur zu Hause. Und ihre geheimsten Wünsche will sie sowieso nicht preisgeben. Aber das unternehmungslustige Huhn drängelt, hakt Ente stützend unter und erlebt durch deren anschauliche Schilderung hautnah alle Gefahren und Glücksmomente einer abenteuerlichen Reise.

Nach dem Motto „Das Ziel ist im Weg“ entdecken die zwei schrägen Vögel auf ihrer Tour nicht nur die jeweils eigenen ungeahnten Kräfte, sondern vor allem die liebenswerten Besonderheiten der/des Anderen. Sie finden heraus, dass vereint große Ängste bezwingbar sind und wie sich sehnsüchtige Wünsche durch eine beflügelnde Bewegung wandeln können.

Wann und wo?
Am 22sten Oktober 2022 im
tjg Dresden
Kraftwerk Mitte 1
01 06 7 Dresden.

Beginn der Einführung: 15 Uhr.
Beginn des Stücks: 16 Uhr.

Preise und Karten
Die Tickets kosten zwölf Euro, ermäßigt sechs Euro. Tickets für Kinder kosten fünf Euro 50. Sie können Ihre Karten bestellen unter theaterkasse@tjg-dresden.de oder telefonisch unter 0351 / 32 04 27 77.

21ster Oktober 2022, ab 18 Uhr
„Virtual Wombs“ von Anna Fries und Malu Peeters
HAU 3
Tanz-Performance mit deutscher Audiodeskription und vorheriger Tastführung

Das Hebbel am Ufer in Berlin zeigt die Tanz-Performance „Virtual Wombs“ mit Audiodeskription in deutscher Lautsprache und vorheriger Haptic Access Tour.

Zum Stück

„Wir müssen lernen, das Anomale, das monströse Andere, nicht als Anzeichen einer Verschlechterung zu betrachten, sondern als die Entfaltung virtueller Möglichkeiten, die auf positive Alternativen für uns alle hindeuten. An die Stelle des Menschen tritt eine funkelnde Palette posthumaner Variablen.“ Rosi Braidotti

„Virtual Wombs“ holt die virtuelle Realität in den Theaterraum und beschäftigt sich mit Mutation und Transformation und mit den Potentialen von ‚Worldbuilding‘, dem Schaffen realitäts-erweiternder Welten. In einem Hybrid aus räumlicher Sound-Umgebung, Licht-Installation und Virtual-Reality-Trip werden die Besucher*innen von physischen und virtuellen Performer*innen auf eine zärtliche Reise in den Bauch des schwangeren Post-Humans mitgenommen. Eine auf persönlichen Erfahrungen und philosophischen Spekulationen basierende Auseinandersetzung mit nicht-normativer Schwangerschaft und der Sehnsucht nach einer post-humanen Community.

Wann und wo?
Am 21sten Oktober 2022 im
HAU 3
Tempelhofer Ufer 10
10 96 3 Berlin.

Beginn der Tastführung: 18 Uhr.
Beginn der Performance: 19 Uhr.

Preise und Karten
Die Tickets kosten 17 Euro, ermäßigt zehn Euro. Die Begleitung von Menschen mit Schwerbehinderung ist frei. Ihre Karten bestellen und sich für die Tastführung anmelden können Sie unter tickets@hebbel-am-ufer.de oder telefonisch unter 030 / 25 90 04 27.

19ter Oktober 2022, ab 19 Uhr
„Shortcuts to Familiar Places“ von James Batchelor & Collaborators
Sophiensaele Berlin
Tanz-Performance mit Audiodeskription und Tastführung

Die Sophiensaele zeigen die Tanz-Performance „Shortcuts to Familiar Places“ mit deutscher Audiodeskription und vorheriger Tastführung.

Zum Stück

James Batchelor schafft mit Shortcuts to Familiar Places eine persönliche Performance über den Körper als Ort der historischen und choreographischen Einschreibung. In einer faszinierenden Auseinandersetzung mit der australischen Geschichte des modernen Tanzes folgt James Batchelor den Spuren von Ruth Osborne, der Tanzlehrerin seiner Kindheit, bis zu der Pionierin des Modern Dance, Gertrud Bodenwieser. Bodenwieser flüchtete während des Zweiten Weltkriegs aus Wien nach Australien und inspirierte Generationen von Choreograph*innen und Tänzer*innen mit ihrem visionären Ansatz für Tanzpädagogik und Choreographie. In einem Solo mit zwei Duetten findet James Batchelor neue künstlerische Wege, um die Komplexität des Selbstausdrucks in der heutigen Zeit aufzuzeigen – und spiegelt zugleich den freien Geist der Ausdruckstanz-Ära wieder.

Wann und wo?
Am 19ten Oktober 2022 um 20 Uhr (Tastführung um 19 Uhr) im Festsaal der

Sophiensaele
Sophienstraße 18
10 17 8 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets kosten 15 Euro, ermäßigt zehn Euro. Die Begleitpersonen sind frei. Sie erhalten Ihre Karten bei Hannah Aldinger unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder telefonisch unter 030 / 27 89 00 35. Sollten Sie einen Abholservice benötigen, schreiben Sie bitte an dieselbe E-Mail-Adresse.

15ter Oktober 2022, ab 17 Uhr 30
„Geht es dir gut?“ von René Pollesch und Fabian Hinrichs
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Theaterstück mit Audiodeskription und vorheriger Tastführung

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Fabian Hinrichs spielt die Hauptrolle im Stück „Geht es dir gut?“, das an unserem neuen Partner-Theater, der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, gezeigt wird. Außerdem singen die beiden Chöre African Voices und Bulgarian Voices Berlin, und die Flying Steps Academy tanzt. Vor der Vorstellung wird es eine Tastführung geben.

Zum Stück

1,5 Meter

1,5 Grad

1,5 Atomkoffer

2x 1,5 Atomkoffer

Ich meine, jetzt kommt ja hoffentlich nächste Woche nicht noch was. Ich meine, was soll denn eigentlich noch kommen? Atomare Bedrohung haben wir, Klimakatastrophe haben wir. Pandemie haben wir – es kann nur noch ein Meteorit, Außerirdische – es kann höchstens Gott zu uns wirklich, persönlich sprechen. Oder du kommst zu mir zurück.
Da würde ich heulen, sofort.
Ja, also weißt du, das mein ich. Das ist doch noch alles drin!

„Geht es dir gut?“ verhandelt die großen Krisen unserer Zeit – ob Corona, Klimawandel oder Krieg. Dennoch ist das Stück bisweilen humorvoll und heiter – und es gibt einige Überraschungen.

Wann und wo?
Am 15ten Oktober 2022 in der
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Linienstraße 227
10 17 8 Berlin.

Beginn der Tastführung: 17 Uhr 30.
Beginn des Stücks: 19 Uhr 30.

Preise und Karten
Die Tickets kosten je nach Kategorie zwischen zwölf und 38 Euro, ermäßigt neun Euro. Die Begleitung von Menschen mit Schwerbehinderung ist frei. Sie erhalten Ihre Karten unter besucherservice@volksbuehne-berlin.de oder telefonisch unter 030 / 24 06 57 77.

Wegbeschreibung
Wir haben eine Wegbeschreibung vom U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz (U2) erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b84-wegbeschreibung-volksbuehne.

30ster September bis zweiter Oktober 2022, jeweils um 20 Uhr
„Funken der Liebe“
Theater im Delphi
Live-Hörspiel-Performance

Limited Blindness inszenieren das Live-Hörspiel „Funken der Liebe“ im ehemaligen Stummfilmkino Delphi in Berlin-Weißensee. Bei dem Hörspiel handelt es sich um eine Neubearbeitung des Hörspiels „SOS… rao rao… Foyn“ von Friedrich Wolf aus dem Jahr 1929.

Am ersten Oktober gibt es nach der Aufführung ein Podiums- und Publikumsgespräch mit der Radiomacherin und Schriftstellerin Marion Brasch und dem Philosophen und Essayisten Guillaume Paoli.

Zum Stück

Hundert Jahre öffentlicher Rundfunk – zum anstehenden Jubiläum zeigt die Theatergruppe Limited Blindness ihre Live-Hörspiel-Performance „Funken der Liebe“ im Berliner Theater Delphi. Der Abend führt zurück an einen Ur-Moment der Radiokunst: das älteste erhaltene deutsche Hörspiel „SOS… rao rao… Foyn“ wird von sechs Spieler*innen live performt. Friedrich Wolfs Funkdrama feiert die Entstehung des Funks als bahnbrechendes Medium globaler Völkerverständigung. Limited Blindness blickt zurück mit der akuten Frage: Wie verhalten wir uns heute im und gegen den unaufhörlichen Stream aus Funk und Information?

Wann und wo?
Am 30sten September sowie am ersten und zweiten Oktober 2022 jeweils um 20 Uhr im
Theater im Delphi
Gustav-Adolf-Straße 2
13 08 6 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets kosten zwölf, ermäßigt acht Euro. Sie können sie telefonisch bestellen unter 01806 / 700 733.

27ster September 2022, 20 Uhr
„Tennis“ von Angela Alves
Sophiensaele Berlin
Tanz-Performance mit deutscher Audiodeskription

In den Sophiensaelen wird die Tanz-Performance „Tennis“ von Angela Alves in deutscher Laut- und Gebärdensprache mit deutscher Audiodeskription und englischen Untertiteln gezeigt.

Zum Stück

In der Tanzperformance „Tennis“ untersucht Angela Alves Sport, Kunst und Gesellschaft nach ableistischen und klassistischen Diskriminierungsmustern und erkundet Methoden, diesen zu begegnen, ohne die Nerven zu verlieren: Im Setting eines Tennis Courts nimmt die Tänzerin den Schläger in die Hand und macht sich bereit, für eine barrierefreie Zukunft aufzuschlagen. Für die Crip-Künstlerin mit sogenanntem Unterschichtshintergrund markiert der Tennisplatz einen Raum, der für Angela Alves nie vorgesehen war. In „Tennis“ behauptet sie den Platz für sich und macht ihn zu ihrem Ort für sanfte Selbstermächtigung. Eine Ballwurfmaschine feuert Bälle ins Feld. Auf dem Hochsitz thront die Schauspielerin Athena Lange, die als Schiedsrichterin den Raum kontrolliert, im Hintergrund der Tennistrainer auf der Leinwand. Für die Performance studiert Angela Alves Aufschlag, Vorhand und Rückhand und übt lustvoll und unermüdlich die Bewegungsabläufe des Spiels, um einen Weg zu finden sie kreativ auf ihre Bedürfnisse anzupassen.

Wann und wo?
Am 27sten September 2022 um 20 Uhr im Hochzeitssaal der
Sophiensaele
Sophienstraße 18
10 17 8 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets kosten 15, ermäßigt zehn Euro. Begleitpersonen für Menschen mit Schwerbehinderung sind frei. Sie erhalten Ihre Karten unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder telefonisch unter 030 / 27 89 00 35.

27ster September 2022, 19 Uhr 30
„Mein Name sei Gantenbein“
Berliner Ensemble
Monolog mit audiodeskriptiver Einführung

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Das Berliner Ensemble zeigt „Mein Name sei Gantenbein“ nach dem Roman von Max Frisch. In der Hauptrolle spielt Matthias Brandt, Regie: Oliver Reese.
Das Stück ist ein Monolog und kommt ohne Audiodeskription aus. Wir haben jedoch eine audiodeskriptive Einführung erstellt, die Sie sich vor Ihrem Theaterbesuch anhören können. Sie finden sie hier: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b77-einfuehrung-gantenbein.

Zum Stück

Stellen Sie sich vor, Sie lassen alles hinter sich und fangen noch einmal neu an: andere Stadt, anderer Beruf, andere Liebschaft. Stellen Sie sich vor, es wäre an Ihnen, Ihr Leben zu gestalten; Sie selbst würden bestimmen, wie Ihr Leben verläuft … Aber Moment: Tun wir das nicht? Wie würden wir denn leben, wenn wir nur anders könnten? Was würden wir tun, wenn wir nur anders wollten?

„Mein Name sei Gantenbein“ treibt Max Frischs Lebensfrage danach, wer wir sind und wer wir sein könnten, auf die Spitze – und gibt der Zweifelhaftigkeit des modernen Menschen und der Abwägung von Wirklichkeit und Möglichkeit gleichermaßen eine Stimme. Oliver Reese, der bereits viele Monologe auf die Bühne gebracht hat, inszeniert eine eigene Bearbeitung des letzten großen Frisch-Romans mit Matthias Brandt, der dafür nach 20 Jahren Abstinenz auf die Bühne zurückkehrt.

Wann und wo?
Am 27sten September 2022 um 19 Uhr 30 im
Berliner Ensemble
Bertolt-Brecht-Platz 1
10 11 7 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets kosten je nach Kategorie zwischen 13 und 42 Euro. Beim Merkzeichen „B“ im Schwerbehinderten-Ausweis erhalten sowohl Sie, als auch Ihre Begleitung 50 Prozent Ermäßigung. Sie bekommen Ihre Karten unter theaterkasse@berliner-ensemble.de oder telefonisch unter 030 / 28 40 81 55.

25ster September 2022, 19 Uhr
„Glamour Mountain“ von Søgaard/Barthel/Glöckler
Schaubude Berlin
Puppen- und Masken-Theater mit Live-Musik und deutscher Audiodeskription

Die Schaubude in Berlin zeigt das Puppen-Theaterstück „Glamour Mountain“ mit deutscher Audiodeskription.

Zum Stück

Aus einem idyllischen Bergdorf soll der Glamour-Hotspot schlechthin werden. Mittendrin ein medienbekannter Großunternehmer, der den Dosen-Prosecco erfunden hat und von einem Schneepark in Form der Brüste von Pamela Anderson fantasiert. Er produziert die aufregendste und teuerste Serie aller Zeiten, mit Persönlichkeiten zwischen Visionen und Größenwahn, ohne Rücksicht auf Natur und gesellschaftliche Veränderungen: GLAMOUR MOUNTAIN, ein Abbild menschlicher Zerstörungswut. Drei Puppenspieler*innen lassen in einem differenzierten Spiel mit Masken und Großpuppe eine Persiflage über die neoliberalen Phänomene unserer Zeit entstehen. Den Live-Soundtrack zur Serie liefert die Berliner Elektrogröße Pilocka Krach.

Wann und wo?
Am 25sten Septembeer 2022 um 19 Uhr in der
Schaubude Berlin
Greifswalder Straße 81-84
10 40 5 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets kosten 16 Euro 50, ermäßigt elf Euro 50. Die Begleitung von Menschen mit Schwerbehinderung ist frei. Sie erhalten Ihre Karten unter ticket@schaubude.berlin oder telefonisch unter 030 / 42 34 31 4.

25ster September 2022 um 15 Uhr
„Gespenster“ von Henrik Ibsen
Ernst Deutsch Theater Hamburg
Theaterstück mit Audiodeskription

Das Ernst Deutsch Theater in Hamburg zeigt das Theaterstück „Gespenster“ von Henrik Ibsen mit Audiodeskription.

Zum Stück

In Helene Alvings Leben gibt es einen Moment, in dem sie bereit ist, ihren Mann, Hauptmann Alving, zu verlassen. Sie will sich und ihren Sohn Osvald vor Übergriffen schützen und mit Pastor Manders, ihrer großen Liebe, ein neues Leben beginnen. Aber der ist dazu nicht bereit und verleugnet seine Gefühle. Daraufhin inszeniert Helene eine perfekte Familienfassade: Geheimnisse, Grausamkeiten, Hass und Missbrauch bleiben dahinter verborgen. Nach dem Tod seines Vaters kehrt Osvald nach langer Abwesenheit aus Paris nach Hause zurück. Als er sich in die junge Regine verliebt, tauchen die Gespenster der Vergangenheit wieder auf.

Wann und wo?
Am 25sten September 2022 um 15 Uhr im
Ernst Deutsch Theater
Friedrich-Schütter-Platz 1
22 08 7 Hamburg.

Preise und Karten
Die Tickets kosten zwischen 24 und 44 Euro. Personen mit Schwerbehinderten-Ausweis und ihre Begleitung bekommen eine Ermäßigung von 50 Prozent.
Ihre Karten reservieren können Sie unter tickets@ernst-deutsch-theater.de oder telefonisch unter 040 / 22 70 14 20. Bitte nennen Sie das Stichwort „Hörtheater“.

25ster September 2022, elf Uhr
dreizehnter Theaterclub des Berliner Spielplan Audiodeskription
Audio-Zoom-Konferenz

Pünktlich zum Beginn der neuen Spielzeit möchten wir Sie zu unserem 13ten Theaterclub einladen! Wir treffen uns mit Ihnen bei Zoom, um über Theater, Oper und Audiodeskription zu sprechen. Zu Gast in dieser Episode ist Johanna Kobusch. Sie ist die Dramaturgin des Stückes „Geht es dir gut?“, das am 15ten Oktober 2022 mit Audiodeskription in der Volksbühne zu erleben sein wird.

Wann und wo?
Am 25sten -September 2022 um elf Uhr online bei der Meeting-Plattform Zoom.

Preise und Karten
Die Teilnahme am Theaterclub ist kostenfrei. Zur Anmeldung senden Sie einfach eine Mail an presse@theaterhoeren-berlin.de. Wir senden Ihnen dann die Zugangsdaten zu.

22ster September 2022, ab 9 Uhr
„Ohren sehen“ von Lea Moro
Feld – Theater für junges Publikum
Tanzstück und Audiowalk mit deutscher Audiodeskription
und vorheriger Tastführung

Das Feld-Theater in Berlin zeigt das Tanzstück über Mensch und Umwelt „Ohren sehen“ mit deutscher Audiodeskription. Das Stück eignet sich für Neugierige ab acht Jahren.

Zum Stück

Du befindest dich in einem urbanen Lebensraum, einer Stadt. Der warme Asphalt – das Make-Up der Stadt – pocht und vibriert. Deine Sinne sind wie feinfühlige Antennen. Du ertastest modrigen Erdboden, riechst farbigen Rauch und verbindest dich mit den Bewegungen der Wassermoleküle in der Luft. Mit gespitzten Ohren lauschst Du der städtischen Umgebung: Wer spricht da, aus den Verzweigungen der Kanalisation? Woher kommt die Sprache des Geheimnisses? Wieso erzittert die Luft? Und wer tanzt mit uns, auf nacktem Beton?

Beginn der Tastführung: 9 Uhr.
Beginn des Stücks: 10 Uhr.

Preise und Karten
Die Tickets kosten zehn, ermäßigt acht Euro. Tickets für Kinder kosten sechs Euro. Die Begleitung für Menschen mit Schwerbehinderung ist frei. Sie erhalten Ihre Karten unter tickets@jungesfeld.de.

15ter September 2022, ab 18 Uhr 45
16ter und 17ter September 2022, ab 16 Uhr 45
„Butching Cowboys“ von Anajara Amarante
im Rahmen des Festivals „Queering the Crip, Cripping the Queer“
Sophiensaele Berlin
Tanz-Performance auf Englisch, Deutsch und Portugiesisch mit deutscher Audiodeskription und vorheriger Tastführung

Im Rahmen des Festivals „Queering the Crip, Cripping the Queer“ zeigen die Sophiensaele in Berlin die Tanz-Performance „Butching Cowboys“ von Anajara Amarante auf Englisch, Deutsch und Portugiesisch mit deutscher Audiodeskription. Vor der jeweiligen Vorstellung wird es eine Tastführung geben.

Zum Stück

Extravagant und Butch Queen, crip und queer: Butching Cowboys feiert eine neue Körper-Norm. Anajara Amarante entführt das Publikum in eine queere Version des südamerikanischen Surrealismus und lässt daraus ganze Tanz-Landschaften entstehen. Auf der Bühne befreien sich die Performer*innen von allem, was sie sich als „Fremdkörper“ fühlen lässt – den Symbolen, der Kleidung und den Praxen der Ärzt*innen – und lassen angelernte und erzwungene Verhaltensweisen hinter sich.

Gemeinsam mit den Künstler*innen erlebt das Publikum einen Crescendo-Abend, der visueller Protest und rituelle Feier zugleich ist. Trauer und Wut über eine Gesellschaft, in der eine Vielzahl von Körpern immer noch keinen Platz finden, werden hier zu einer neuen Form der Selbstermächtigung.

Wann und wo?
Am 15ten, 16ten und 17ten September 2022 in der Kantine der
Sophiensaele
Sophienstraße 18
10 17 8 Berlin.

Beginn der Tastführung: am 15ten September um 18 Uhr 45, am 16ten und 17ten September um 16 Uhr 45.
Beginn der Performance: am 15ten September um 20 Uhr, am 16ten und 17ten September um 18 Uhr.

Preise und Karten
Die Tickets kosten 15, ermäßigt zehn Euro. Begleitpersonen für Menschen mit Schwerbehinderung sind frei. Sie erhalten Ihre Karten unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder telefonisch unter 030 / 27 89 00 35.

18ter September 2022, ab 14 Uhr 30
„Funken“
Theater an der Parkaue
Theaterstück für Jugendliche mit Audiodeskription
und vorheriger Tastführung

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Das Theater an der Parkaue und wir haben ein neues Theaterstück mit Audiodeskription – diesmal für etwas größere Kinder. „Funken“ von Till Wiebel wird empfohlen für Kinder ab elf Jahren. Vor der Vorstellung wird es eine Tastführung geben.

Zum Stück

Der 13-jährige Malte verabschiedet sich von seiner Mutter, als sie ihn am Tor eines mysteriösen Ferienlagers absetzt. Bald stellt er fest, dass es in diesem außergewöhnlichen Camp keine Erwachsenen gibt; die Jugendlichen müssen auf sich selbst aufpassen. Malte, der sich selbst für völlig durchschnittlich hält, freundet sich schnell mit einer Gruppe von außergewöhnlich begabten Jugendlichen an. Nur die Stimme der Arthur McPush Cooperation, die die jungen Menschen auffordert, das Beste aus sich zu machen, droht das utopisch anmutende Verhalten im Lager zu brechen. Wenn die Einsätze steigen, müssen die Jugendlichen entscheiden, wie sie sich verhalten wollen.

„Funken“ verhandelt Fragen von Identität und Freundschaft, Widerstand und Solidarität und wagt so die Vorstellung von einer anderen Welt, in der Jugendliche sich trauen, zu träumen und ihre Ideen zu verwirklichen.

Wann und wo?
Am 18ten September 2022 im
Theater an der Parkaue
Parkaue 29
10 36 7 Berlin.

Beginn der Tastführung: 14 Uhr 30.
Beginn des Stücks: 16 Uhr.

Preise und Karten
Tickets kosten 13 Euro, ermäßigt neun Euro. Tickets für Kinder kosten sieben Euro. Die Begleitpersonen von Menschen mit Schwerbehinderung sind frei.
Sich für die Tastführung anmelden und auch Ihre Tickets reservieren können Sie unter service@parkaue.de oder telefonisch unter 030 / 55 77 52 52.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b80-einfuehrung-funken.

neunter und zehnter September 2022, ab 19 Uhr 45
elfter September 2022 ab 14 Uhr 45
„A Sensoral Lecture“ von Sindri Runudde
im Rahmen des Festivals „Queering the Crip, Cripping the Queer“
Sophiensaele Berlin
Tanz-Performance auf Englisch mit deutscher Audiodeskription und vorheriger Bühnenführung

Im Rahmen des Performance-Festivals für queere und behinderte Perspektiven „Queering the Crip, Cripping the Queer“ zeigen die Sophiensaele die Tanz-Performance „A Sensoral Lecture“ auf Englisch mit deutscher Audiodeskription und vorheriger Bühnenführung.

Zum Stück

Gemeinsam mit der Komponistin Marta Forsberg erforscht Sindri Runudde das Konzept der Sprachnachricht und die Kultur der auditiven gegenüber der textbasierten SMS: In „A Sensoral Lecture“ um die auditive Romantik und Liebe bei der ersten Frequenz – eine Erkundung von Klang und insbesondere der Stimme als Form der Berührung. Durch Tanz, Dialog und Bewegungsübungen lädt Sindri das Publikum zu einem sinnlich-sensorischen Vortrag voller Humor, Fantasie und Sensibilität ein. Die Performance basiert auf der Erforschung einer taktilen und auditiven Bewegungspraxis, die „Centred Adventures“ (deutsch: Zentrierte Abenteuer) genannt wird. Das Publikum ist eingeladen, diese Praxis während der Aufführung durchzuprobieren.

Wann und wo?
Zwischen dem neunten und dem elften September 2022 im Hochzeitssaal der
Sophiensaele
Sophienstraße 18
10 17 8 Berlin.

Beginn der Bühnenführung: am neunten und zehnten September um 19 Uhr 45, am elften September um 14 Uhr 45.
Beginn der Performance: am neunten und zehnten September um 21 Uhr, am elften September um 16 Uhr.

Preise und Karten
Tickets kosten 15, ermäßigt zehn Euro. Die Begleitung von Personen mit Schwerbehinderung ist frei. Sie erhalten Ihre Karten bei Hannah Aldinger unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder telefonisch unter 030 / 27 89 00 35.

neunter und zehnter September 2022, ab 16 Uhr 45
„Enter//Return“ von Pelenakeke Brown
im Rahmen des Festivals „Queering the Crip, Cripping the Queer“
Sophiensaele Berlin
Tanz-Performance auf Englisch und Samoanisch mit deutscher Audiodeskription und vorheriger Bühnenführung

„Queering the Crip, Cripping the Queer“ ist ein Performance-Festival für queere behinderte Perspektiven. In diesem Rahmen zeigen die Sophiensaele in Berlin das Performance-Stück „Enter//Return“ von Pelenakeke Brown auf Englisch und Samoanisch mit deutscher Audiodeskription. Vor der Vorstellung findet eine Bühnenführung statt.

Zum Stück

Die Samoa-Pakeha-Künstlerin Pelenakeke Brown präsentiert im Rahmen des Festivals „Queering the Crip, Cripping the Queer“ erstmalig eine künstlerische Arbeit in Deutschland. Als radikalen Akt stellt sie den queeren, crippen, indigenen Körper in den Mittelpunkt der Performance. Das Stück folgt Assoziationen rund um die beiden titelgebenden Begriffe Enter und Return, die Brown mit indigenden Konzepten von Raum und Zeit verknüpft. Gleichzeitig stehen die Worte für zwei der wichtigsten Tasten auf der Computertastatur und geben uns die Möglichkeit, digitale Räume zu betreten. Während der Pandemie wurden Innenräume und das Zuhause für viele Menschen viel mehr als nur ein Ort der Unterkunft: Die eigenen vier Wände waren plötzlich ein Zufluchtsort vor der Ungewissheit und Prekarität der Außenwelt, in der das Internet oft als Tor nach außen fungierte.

Pelenakeke Brown sucht, wo der queere, indigene und crippe Körper im (digitalen) Raum verortet ist. Gleichzeitig geht das Stück der Frage nach, was für uns Tanz und Bewegung ausmachen. Mit ihrem Kollektiv aus behinderten Kunstschaffenden wirft Pelenakeke Brown in dieser interdisziplinären Performance einen neuen Blick auf die Ästhetik und Kunst des behinderten Körpers.

Wann und wo?
Am neunten und zehnten September 2022 im Festsaal der
Sophiensaele
Sophienstraße 18
10 17 8 Berlin.

Beginn der Bühnenführung: 16 Uhr 45.
Beginn des Stücks: 18 Uhr.

Preise und Karten
Tickets kosten 15, ermäßigt zehn Euro. Die Begleitung von Personen mit Schwerbehinderung ist frei. Sie erhalten Ihre Karten bei Hannah Aldinger unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder telefonisch unter 030 / 27 89 00 35.

achter September 2022, ab 19 Uhr
„VIPs only!“ von Antje Siebers
Theater Thikwa
Theaterstück mit Audiodeskription und Tastführung

Im Theater Thikwa in Berlin-Kreuzberg spielen Künstler*innen mit und ohne Behinderung. Im September wird dort das Stück „VIPs only!“ mit Audiodeskription gezeigt. Vor der jeweiligen Vorstellung wird es eine Tastführung geben. Der Treffpunkt hierfür ist im Theaterfoyer.

Zum Stück

Die Haltbarkeit von Idolen und Vorbildern erforschen die Performer*innen in „VIPs only!“ und ermöglichen uns einen individuellen Einblick in ihre jeweiligen Sehnsüchte und Traumwelten. Auf der Suche nach sehr wichtigen, aber auch sehr unwichtigen Personen werden die Idole dabei geoutet, nachgestellt, seziert und aufeinander losgelassen. Humorvoll und schonungslos konfrontieren sie sich und das Publikum mit der Utopie eines optimalen Menschen und decken damit auch die höchst kontroversen Vorstellungen ihrer Ideale und Wünsche nach gesellschaftlicher Akzeptanz auf. Und im Hintergrund spuken dabei vielleicht noch die Avatare von Elton John, Lady Di, Bud Spencer, PJ Harvey, Michael Schumacher, Otto Waalkes, Angela Merkel, Rune Jarstein oder Udo Jürgens durch die Galerie …

Wann und wo?
Am achten September 2022 im
Theater Thikwa
in den Mühlenhaupthöfen
Fidicinstraße 40
10 96 5 Berlin.

Beginn der Tastführung: 19 Uhr (Treffpunkt im Foyer).
Beginn des Stücks: 20 Uhr.

Preise und Karten
Die Tickets kosten 16, ermäßigt zehn Euro. Die Begleitung von Personen mit Schwerbehinderten-Ausweis ist frei. Ihre Karten bestellen und sich für die Tastführung anmelden können Sie unter silke.stuck@thikwa.de oder telefonisch unter 030 / 61 20 26 20.

20ster und 21ster August 2022, jeweils um 16 Uhr und um 20 Uhr 30
„Breathe“ von Milla Koistinen
Tanz-Performance mit Audiodeskription
Sportanlage „Am Rodelbergweg“, Berlin-Treptow

Ein Jahr nach Tanz im August 2021 wird wieder die Performance „Breathe“ der finnischen Tänzerin und Choreographin Milla Koistinen gezeigt.

Zum Stück

Mit der Wieder-Aufnahme des Solos „Breathe“ führt Milla Koistinen uns auf einen Fußballplatz der Sportanlage „Am Rodelbergweg“. Als einsame Figur auf einem weitläufigen, leeren Feld rekonstruiert sie Bilder von gemeinschaftlichen Feiern und ekstatischen Erlebnissen und ruft Erinnerungen und das Gefühl einer Menschenmasse hervor.

Mit Klängen der Komponisten Paul Valikoski und Grégoire Simon und Stoff-Objekten der bildenden Künstlerin Sandra E. Blatterer hebt „Breathe“ die Distanz zwischen verstreuten Körpern auf und öffnet einen Raum für geteilte Emotionen. Wie kann etwas, das wir aus der Ferne betrachten, sich allmählich in eine Erfahrung verwandeln, an der wir eng beteiligt sind?

Wann und wo?
Am 20sten und 21sten August 2022 jeweils um 16 Uhr und um 20 Uhr 30 auf der
Sportanlage „Am Rodelbergweg“
Neue Krugallee 219
12 43 7 Berlin-Treptow.

Um 19 Uhr 45 gibt es einen kostenfreien Shuttle-Service ab
Holzmarkt
Holzmarktstraße 25
10 24 3 Berlin.
Zurück geht es um 21 Uhr 45 ab der Sportanlage „Am Rodelbergweg“. Sie können sich für den Shuttle-Service anmelden unter birkeschi@gmail.com.

Preise und Karten
Tickets kosten zehn, ermäßigt fünf Euro. Sie können Ihre Tickets unter folgendem Link bestellen: https://pretix.eu/millakoistinen/breathe/.

18ter August 2022, ab 17 Uhr 45
„We wear our wheels with pride“ von Robyn Orlin
Tanz-Performance mit Audiodeskription und Haptic Access Tour
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz im Rahmen von Tanz im August 2022

Die Tanz-Performance „We wear our wheels with pride“ der südafrikanischen Choreographin Robyn Orlin wird im Rahmen von Tanz im August 2022 gezeigt. Vor der Vorstellung gibt es eine Haptic Access Tour von Gravity Access Services.

Zum Stück

Aufgerüttelt von Erinnerungen an die eigene Kindheit in Johannesburg während der Apartheid widmet sich die südafrikanische Choreographin Robyn Orlin in „We wear our wheels with pride and slap your streets with color… we said ‚bonjour‘ to satan in 1820…“ den Praktiken von Zulu-Rikscha-Fahrer*innen und ihren kolonialistischen Verstrickungen. Acht junge südafrikanische Tänzer*innen inszenieren in den traditionellen, bunten Kostümen ein Schauspiel, hinter dem sich ihre miserablen Lebensbedingungen verbergen. So würdigt Orlin den Zauber und die Kreativität der Rikscha-Fahrer*innen und führt gleichzeitig vor, was auf den ersten Blick verborgen bleibt: ihren tieferliegenden Widerstandskampf und ihr Beharren auf der eigenen Würde.

Wann und wo?
Am 18ten August 2022 in der
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Linienstraße 227
10 17 8 Berlin.

Beginn der Tastführung: 17 Uhr 45.
Beginn des Stücks: 19 Uhr.

Preise und Karten
Die Tickets kosten zwischen 15 und 35 Euro, ermäßigt zwischen 15 und 25 Euro. Die Begleitpersonen von Menschen mit Schwerbehinderung sind frei. Sie erhalten Ihre Tickets unter j.herrschmann@tanzimaugust.de oder täglich zwischen 15 und 19 Uhr auch telefonisch unter 030 / 25 90 04 27.

13ter August 2022, ab 13 Uhr 45
„Vástádus eana – the answer is land“ von Elle Sofe Sara
Tanz-Performance mit Audiodeskription und Haptic Access Tour
HAU 1 im Rahmen von Tanz im August 2022

Im Rahmen von Tanz im August 2022 wird die Tanz-Performance „Vástádus eana – the answer is land“ der samischen Choreographin Elle Sofe Sara gezeigt. Vor der Vorstellung gibt es eine Haptic Access Tour von Gravity Access Services.

Zum Stück

Die samische Choreographin Elle Sofe Sara bringt eine faszinierende Kombination aus Tanz und traditionellem samischem Joik-Gesang auf die Bühne. Als Reflexion über die Bedeutung von Gemeinschaft und unsere Verbundenheit mit der Natur lotet „Vástádus eana – the answer is land“ die komplexen und oftmals widersprüchlichen Gefühle aus, die die Zerstörung unseres Ökosystems hervorruft. Eindringlich setzen die sieben Performerinnen mit ihrer je eigenen Geschichte und einer gemeinsamen Sehnsucht nach Zugehörigkeit und „kinship“ die vielstimmigen Gesänge des Komponisten und Joik-Professors Frode Fjellheim um.

Wann und wo?
Am 13ten August 2022 im
HAU 1
Stresemannstraße 29
10 96 3 Berlin.

Beginn der Tastführung: 13 Uhr 45.
Beginn des Stücks: 15 Uhr.

Preise und Karten
Die Tickets kosten zwischen 15 und 35 Euro, ermäßigt zwischen zehn und 25 Euro. Die Begleitpersonen von Menschen mit Schwerbehinderung sind frei. Sie erhalten Ihre Tickets unter j.herrschmann@tanzimaugust.de oder täglich zwischen 15 und 19 Uhr auch telefonisch unter 030 / 25 90 04 27.

Theatertreffen 2022
seit dem siebten Mai 2022 bis zum zweiten September 2022
„Ein Mann seiner Klasse“
3sat-Mediathek
Video on Demand mit Audiodeskription

in Zusammenarbeit mit dem Berliner Spielplan Audiodeskription

Das Theaterstück „Ein Mann seiner Klasse“ läuft im Rahmen der 3sat-Reihe „Starke Stücke“ im Fernsehen und ist danach noch in der Mediathek abrufbar.

Zum Stück

Armut, Angst und Scham prägen die Kindheit von Christian und seinen Geschwistern. Die Gewalt des häufig alkoholisierten Vaters ist unberechenbar, und doch will Christian immer, dass er bleibt. In seinem Debütroman blickt der Autor und Journalist Christian Baron zurück auf seine eigene Kindheit im Kaiserslautern der 1990er Jahre und auf einen Vater mit vielen Gesichtern. Der Regisseur und Schauspieler Lukas Holzhausen erzählt mit seinem Ensemble in dieser präzisen Theater-Adaption sensibel und eindrücklich von Klassismus, Ausgrenzung und familiärem Zusammenhalt.

Wann und wo?
Im Fernsehen und online. Das Stück wird am siebten Mai 2022 um 20 Uhr 15 auf 3sat gezeigt und ist ab dem sechsten Mai 2022 bis einschließlich dem zweiten September 2022 in den Mediatheken sowohl von 3sat als auch der Berliner Festspiele als Video on Demand abrufbar. Die Audiodeskription befindet sich in den Sprach-Einstellungen. Hier finden Sie den Link zum Video: https://www.3sat.de/kultur/theater-und-tanz/theatertreffen-ein-mann-seiner-klasse-100.html.

Preise und Karten
Der Abruf des Videos ist kostenfrei.

zehnter Juli 2022, 16 Uhr
„Der Räuber Hotzenplotz“
theater junge generation Dresden im Zoo Dresden
Kinder-Theaterstück mit Audiodeskription

Das theater junge generation Dresden zeigt das Stück „Der Räuber Hotzenplotz“ nach Otfried Preußler auf der Freilichtbühne des Dresdner Zoos. Das Stück wird empfohlen für Menschen ab sechs Jahren.

Zum Stück

Dass der Räuber Hotzenplotz der Großmutter die heißgeliebte Kaffeemühle gestohlen hat, können Enkel Kasperl und sein Freund Seppel nicht auf sich sitzen lassen! Sie entwickeln einen äußerst cleveren Plan: Schnell schreiben die beiden VORSICHT GOLD auf eine mit Sand gefüllte Holzkiste, die beim Diebstahl durch Hotzenplotz mittels des herausrieselnden Sandes zur Räuberhöhle führen wird. Hotzenplotz bemerkt allerdings seinen Irrtum schnell und bringt (Zack!) Seppel und Kasperl in seine Gewalt. Der eine muss nun bei ihm putzen und der andere wird an den Zauberer Petrosilius Zwackelmann fürs Kartoffelschälen verkauft. Bloß gut, dass Seppel und Kasperl noch rasch die Mützen getauscht haben, damit sie auch wirklich niemand erkennen kann…

Das tjg spielt wieder im Zoo! Mit Otfried Preußlers Räuberpistole, wilden Verfolgungsjagden und wandernden Hüten, einer Portion Anarchie und einer Live-Band erleben die Zuschauer*innen am altvertrauten Ort die neue Sommer-Theaterproduktion für die ganze Familie!

Wann und wo?
Am zehnten Juli 2022 um 16 Uhr auf der Freilichtbühne des
Zoo Dresden
Tiergartenstraße 1
01219 Dresden.

Preise und Karten
Die Tickets kosten 15 Euro, ermäßigt neun Euro. Tickets für Kinder kosten fünf Euro 50. Das Zoo-Ticket ist in der Theaterkarte enthalten!
Sie erhalten Ihre Karten unter theaterkasse@tjg-dresden.de oder telefonisch unter 0351 / 32 04 27 77.

siebter Juli 2022, ab 18 Uhr 45
„MARIA KILLS A DOG“
Berliner Ring-Theater
Theaterstück mit Audiodeskription und vorheriger Tastführung

Das Berliner Ring-Theater zeigt das Stück „MARIA KILLS A DOG“ – eine kollektive Stück-Entwicklung – mit Audiodeskription und vorheriger Tastführung.

Zum Stück

Warum bist du so irrational?
Woher kommt das plötzlich alles?
Wenn du mir das nicht erklären kannst, wie soll ich es dann verstehen?

Marias Wut stammt aus der Behinderung, die sie durch die Gesellschaft erfährt. Ihr ganzes Leben lang dachte sie, sie kann, wie jeder andere Mensch auch, ihr normales Leben führen. Sie wird ihr Jurastudium beenden und dann wird sie als Anwältin arbeiten, viel Geld verdienen, glücklich sein und sich fühlen, als hätte ihr Leben Sinn. Doch dann kommt das Ende des Studiums, das Arbeitsleben beginnt und ein Jahr ums andere stellt sich das NORMAL nicht ein. Ihr Freund gibt ihr nie das Gefühl, dass er ihre Behinderung sieht. Aber mehr und mehr spürt Maria, dass sie behindert wird. Als Erwachsener sollte sich doch alles einrenken. Es sollte doch funktionieren, das Leben. Aber es holpert, es hapert und es fehlt an Respekt.

Wann und wo?
Am siebten Juli 2022 im
Berliner Ring-Theater
Am Krögel 2
10 17 9 Berlin.

Beginn der Tastführung: 18 Uhr 45.
Beginn des Stücks: 19 Uhr 30.

Preise und Karten
Die Tickets kosten 15 Euro, ermäßigt neun Euro. Sich für die Tastführung anmelden und auch Ihre Tickets reservieren können Sie unter tickets@berliner-ringtheater.de.

ABGESAGT! 22ster und 23ster Juni 2022, ab 19 Uhr 30
Kein Weltuntergang“
Schaubühne am Lehniner Platz
Theaterstück mit Audiodeskription

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Wegen einer Erkrankung im Ensemble müssen die Vorstellungen von „Kein Weltuntergang“ leider abgesagt werden.

Der Berliner Spielplan Audiodeskription hat in der Schaubühne am Lehniner Platz eine neue Partnerin gefunden. Im Juni zeigen wir das Stück Kein Weltuntergang“ unter der Regie von Katie Mitchell. Vor der jeweiligen Vorstellung wird es eine Bühnenbegehung geben.

Zum Stück

Berlin, 2021: Dr. Anna Vogel kämpft bei einem Bewerbungsgespräch um den Job ihres Lebens, eine Post-Doc-Stelle am Institut der berühmten Klimaforscherin Prof. Uta Oberdorf. In unzähligen Variationen winziger Details im Verlauf des Vorstellungsgesprächs untersucht der Text, wie kleine Veränderungen in Abläufen der Gegenwart große Wirkungen in der Zukunft haben können. In den Lücken der Erzählung: eine 80.000 Jahre alte Baumkolonie, bedrohte Eis- und Grizzlybären, die sich paaren, eine unsterbliche Quallenart und eine Billion Barrel Roh-Öl. Und außerdem gibt es pinkfarbenen Schnee, einen adoptierten Orang-Utan und ein Volk, das fast bis zur totalen Auslöschung gebracht wird. Es gäbe unzählige Möglichkeiten, diese Geschichte zu erzählen, einige Wege führen in die Irre, andere vielleicht zur Lösung.

Mit ihrer Inszenierung von Chris Bushs Text erkundet Katie Mitchell neue Wege, wie Theatermachen in Zukunft ressourcenschonender und nachhaltiger funktionieren könnte: Das Bühnenbild von Chloe Lamford wurde komplett aus recycelten Materialien gefertigt, Kostüme und Requisiten stammen aus anderen Produktionen und wurden wiederverwendet. Den Strom für Licht und Ton produzieren während der Vorstellung abwechselnd drei Fahrradfahrerinnen auf zwei Fahrrädern. Pro Fahrrad werden so durch Muskelkraft 120 Watt erzeugt.

Wann und wo?
Am 22sten und am 23sten Juni 2022 in der
Schaubühne am Lehniner Platz
Kurfürstendamm 153
10 70 9 Berlin.

Beginn der Bühnenbegehung: 19 Uhr 30.
Beginn des Stücks: 20 Uhr 30.

Preise und Karten
Die Tickets kosten je nach Kategorie zwischen sieben und 49 Euro. Mit dem Merkzeichen „B“ im Schwerbehinderten-Ausweis erhalten sowohl Sie, als auch Ihre Begleitung fünfzig Prozent Ermäßigung. Sie erhalten Ihre Karten unter ticket@schaubuehne.de oder telefonisch unter 030 / 89 00 23.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b81-einfuehrung-kein-weltuntergang.

ZUM ALLERLETZTEN MAL! zwölfter Juni 2022,16 Uhr
„Pythonparfum und Pralinen aus Pirgendwo“
Theater an der Parkaue
Familien-Theaterstück mit Audiodeskription

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Zum allerletzten Mal haben Sie die Gelegenheit, unser Familien-Stück „Pythonparfum und Pralinen aus Pirgendwo“ am Theater an der Parkaue mit Audiodeskription zu genießen. Das Stück wird empfohlen für Kinder ab fünf Jahren. Die Tastführung wurde leider abgesagt.

Zum Stück

Ein einsames Hotel, so seltsam wie seine Gäste: Ein Tierforscher jagt einen Juckreiz. Eine Lady mit Hut lässt Glitzerndes verschwinden. Eine kurzsichtige Bruchpilotin lernt Fliegen. Ein bleicher Herr nimmt Maß an Menschen-Armen und Stuhl-Beinen. Eine ältere Dame sucht Zuflucht hinter ihrem Tennisschläger. Und eine Dauergästin ertrinkt auf dem Teppich. Woher sie gerade kommen, erzählt ihr Gepäck. Wohin sie reisen, wissen sie selbst noch nicht. Doch der emsige Portier ist für alle da und jongliert mit sich stapelnden Bedürfnissen. Was entsteht, wenn mit jedem Menschen eine ganze Welt zur Tür hereinkommt?

Mit viel Humor und fast ohne Worte erzählen Gregory Caers und sein Ensemble von Menschen auf der Durchreise und überraschenden Begegnungen. Ein Theater-Zauber für die ganze Familie: voller Liebe zu knisternden Geheimnissen, steilen Behauptungen, unwahrscheinlichen Bildwelten und Sound-Landschaften von Tanja Pannier.

Wann und wo?
Am zwölften Juni 2022 um 16 Uhr im
Theater an der Parkaue
Parkaue 29
10 36 7 Berlin.

Preise und Karten
Tickets kosten 13 Euro, ermäßigt neun Euro. Tickets für Kinder kosten sieben Euro. Die Begleitpersonen von Menschen mit Schwerbehinderung sind frei.
Sich für die Tastführung anmelden und auch Ihre Tickets reservieren können Sie unter service@parkaue.de oder telefonisch unter 030 / 55 77 52 52.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b71-einfuehrung-pythonparfum.

zehnter Juni 2022, ab 9 Uhr 30
„Funken“
Theater an der Parkaue
Theaterstück für Jugendliche mit Audiodeskription

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Das Theater an der Parkaue und wir haben ein neues Stück mit Audiodeskription ausgestattet. „Funken“ von Till Wiebel wird empfohlen für Kinder ab elf Jahren. Vor der Vorstellung wird es eine Tastführung geben.

Zum Stück

Der 13-jährige Malte verabschiedet sich von seiner Mutter, als sie ihn am Tor eines mysteriösen Ferienlagers absetzt. Bald stellt er fest, dass es in diesem außergewöhnlichen Camp keine Erwachsenen gibt, die Jugendlichen müssen auf sich selbst aufpassen. Malte, der sich selbst für völlig durchschnittlich hält, freundet sich schnell mit einer Gruppe von außergewöhnlich begabten Jugendlichen an. Nur die Stimme der Arthur McPush Cooperation, die die jungen Menschen auffordert, das Beste aus sich zu machen, droht das utopisch anmutende Verhalten im Lager zu brechen. Wenn die Einsätze steigen, müssen die Jugendlichen entscheiden, wie sie sich verhalten wollen.

„Funken“ verhandelt Fragen von Identität und Freundschaft, Widerstand und Solidarität und wagt so die Vorstellung von einer anderen Welt, in der Jugendliche sich trauen, zu träumen und ihre Ideen zu verwirklichen.

Wann und wo?
Am zehnten Juni 2022 im
Theater an der Parkaue
Parkaue 29
10 36 7 Berlin.

Beginn der Tastführung: 9 Uhr 30.
Beginn des Stücks: elf Uhr.

Preise und Karten
Tickets kosten 13 Euro, ermäßigt neun Euro. Tickets für Kinder kosten sieben Euro. Die Begleitpersonen von Menschen mit Schwerbehinderung sind frei.
Sich für die Tastführung anmelden und auch Ihre Tickets reservieren können Sie unter service@parkaue.de oder telefonisch unter 030 / 55 77 52 52.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b80-einfuehrung-funken.

22ster Mai 2022, elf Uhr
zwölfter Theaterclub des Berliner Spielplan Audiodeskription
Online-Meeting auf Zoom

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

In diesem letzten Theaterclub der aktuellen Spielzeit sprechen wir mit Ihnen in einem Audio-Zoom-Meeting über Theater, Oper und Audiodeskription. In dieser Episode haben wir etwas Besonderes vor: Wir wollen einen Publikumspreis vergeben! Sie haben die Wahl zwischen fünf Inszenierungen, die während der vergangenen drei Jahre bei uns gelaufen sind. Das Preisgeld in Höhe von 500 Euro soll dazu verwendet werden, einen zusätzlichen Vorstellungstermin mit Audiodeskription einzurichten. Zur Wahl stehen:

Abstimmen können Sie bis zum 16ten Mai 2022 unter presse@theaterhoeren-berlin.de. Im Theaterclub findet dann die Preisverleihung statt.

Wann und wo?
Am 22sten Mai 2022 um elf Uhr online auf der Meeting-Plattform Zoom.

Preise und Karten
Die Teilnahme am Theaterclub ist kostenfrei. Sie können sich ab sofort anmelden unter presse@theaterhoeren-berlin.de. Wir übersenden Ihnen dann die Zugangsdaten sowie eine Nutzungsanleitung für Zoom.

Theatertreffen 2022
13ter Mai, ab 17 Uhr 30
„humanistää! eine abschaffung der sparten“

Haus der Berliner Festspiele
Theaterstück mit Audiodeskription und Tastführung

in Zusammenarbeit mit dem Berliner Spielplan Audiodeskription

Aus dem Volkstheater in Wien stammt das Stück „humanistää!“ nach Ernst Jandl, unter der Regie von Claudia Bauer. Vor der Vorstellung wird es eine Tastführung geben.

Zum Stück

In „die humanisten“ treffen zwei Nobelpreisträger aufeinander und sind überzeugt davon, dass sie den Gipfel des menschlichen Geisteslebens erklommen haben. „Aus der Fremde“ wiederum stellt die Lebenswirklichkeit eines Schriftstellers in den Mittelpunkt. Claudia Bauer bringt in ihrer bildgewaltigen Musik-Theater-Inszenierung die hochmusikalischen, streng strukturierten und gleichzeitig explosiven Texte des österreichischen Sprachkünstlers Ernst Jandl zusammen und mit einem herausragenden Ensemble auf die Bühne, unterstützt von der eigens entstandenen Komposition von Peer Baierlein.

Wann und wo?
Am 13ten Mai 2022 im
Haus der Berliner Festspiele
Schaperstraße 24
10 71 9 Berlin.

Beginn der Tastführung: 17 Uhr 30.
Beginn des Stücks: 19 Uhr 30.

Preise und Karten
Die Audiodeskriptions-Tickets am Theatertreffen kosten 35 Euro. Begleitpersonen sind frei. Ab dem 22sten April 2022 erhalten Sie Ihre Tickets täglich zwischen elf und 17 Uhr telefonisch unter 030 / 25 48 91 00.

VERSCHOBEN! zwölfter Mai 2022, ab 18 Uhr 10
„Der Besuch der alten Dame“
Schauspiel Leipzig
Theaterstück mit Audiodeskription und Bühnenbegehung

Die Vorstellung von Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ mit Audiodeskription am Schauspiel Leipzig wurde auf den zwölften Mai verschoben. Vor der Vorstellung wird es eine Bühnenbegehung geben.

Zum Stück

Die Stadt Güllen war einst reich. Jetzt blickt sie in den Abgrund des finanziellen Bankrotts. Es drohen Ausverkauf und Pfändung. In dieser fatalen Situation erwarten die Bewohner nichts mehr – außer den Besuch einer alten Dame, der Multi-Millionärin Claire Zachanassian. Mit einem skurrilen Gefolge aus Butlern, Gangstern und in Begleitung von Ehemann Nummer 7 betritt sie die Bühne ihrer Heimatstadt. Claire schlägt ein lukratives Geschäft vor – einen Deal, bei dem der Stadt viel Geld in Aussicht steht. Neuer Reichtum zu einer einzigen Kondition: Eine Milliarde für den Leichnam ihres früheren Geliebten Alfreds des Dritten.
„Der Besuch der alten Dame“ ist eine bitterböse Parabel über die Käuflichkeit des Menschen mit der grotesken Komik Dürrenmatts.

Wann und wo?
Am zwölften Mai 2022 im
Schauspiel Leipzig
Bosestraße 1
04 10 9 Leipzig

Beginn der Bühnenführung: 18 Uhr 10.
Beginn des Stücks: 19 Uhr 30.

Preise und Karten
Die Tickets kosten je nach Kategorie zwischen 14 und 31 Euro. Sie bekommen Ihre Karten unter besucherservice@schauspiel-leipzig.de oder telefonisch unter 0341 / 12 68 168.

fünfter bis achter sowie zehnter und elfter Mai 2022, jeweils um 17 Uhr 45
„Deep Dancing“ von CHICKS*
Sophiensaele Berlin
interaktives Theaterformat

Die Sophiensaele zeigen Anfang Mai das interaktive Theater-Format „Deep Dancing“ von CHICKS*. An jedem der sechs Vorstellungstermine gibt es für jeweils eine blinde oder sehbehinderte Person die Möglichkeit, die intime Performance im Eins-zu-Eins-Setting zu erleben.

Zum Stück

CHICKS* laden dazu ein, in Kleingruppen und One-on-One-Begegnungen mit den Künstler*innen tief in persönliche Erfahrungen mit Tanz einzutauchen. „Deep Dancing“ ist feministische Flirtschule, auf Konsens beruhendes Begegnungsformat und Discofox-auf-Distanz-Kurs, eine Schieb- und Stolperübung, monogamie-kritisches Verpaarungs-Ritual und machtverhandelndes Gesprächsformat im Tanz. „Deep Dancing“ ist ein hoch-exklusives und -sensibles Date mit CHICKS* und ein Engtanz mit Dir selbst!

Wann und wo?
Am fünften bis achten sowie am zehnten und elften Mai, jeweils um 17 Uhr 45, in den
Sophiensaelen
Sophienstraße 18
10 17 8 Berlin.

Preise und Karten
Tickets kosten 15, ermäßigt zehn Euro. Begleitungen können ohne separates Ticket teilnehmen. Sie erhalten Ihre Karten bei Gina Jeske unter jeske@sophiensaele.com oder telefonisch unter 030 / 27 89 00 35.

Theatertreffen 2022
zehnter Mai 2022, ab 17 Uhr 30
„Die Jungfrau von Orleans“
Haus der Berliner Festspiele
Theaterstück mit Audiodeskription und Tastführung

in Zusammenarbeit mit dem Berliner Spielplan Audiodeskription

Im Rahmen des diesjährigen Theatertreffens wird Friedrich Schillers Drama „Die Jungfrau von Orleans“ in einer Bearbeitung von Johanna Bednarczyk mit Audiodeskription gezeigt. Vor der Vorstellung wird es eine Tastführung geben.

Zum Stück

In Schillers im Jahr 1801 uraufgeführtem Drama ist Jeanne d’Arc ein Bauernmädchen, das sich in einer göttlichen Mission aufmacht, das bröckelnde Kriegsglück der Franzosen gegen die Engländer zu wenden. Doch wer ist die Johanna hinter dem Mythos?
Aus einer heutigen, feministischen Perspektive befragt Dramaturgin Johanna Bednarczyk in ihrer Bearbeitung den historischen Text. Regisseurin Ewelina Marciniak beschreibt Johannas Weg mit fein abgestimmten choreographischen, audiovisuellen und musikalischen Mitteln und zusammen mit dem Ensemble als einen Prozess der Emanzipation.

Wann und wo?
Am zehnten Mai 2022 im
Haus der Berliner Festspiele
Schaperstraße 24
10 71 9 Berlin.

Beginn der Tastführung: 17 Uhr 30.
Beginn des Stücks: 19 Uhr 30.

Preise und Karten
Die Audiodeskriptions-Tickets am Theatertreffen kosten 35 Euro. Begleitpersonen sind frei. Ab dem 22sten April 2022 erhalten Sie Ihre Tickets täglich zwischen elf und 17 Uhr telefonisch unter 030 / 25 48 91 00.

siebter Mai 2022, ab 19 Uhr
„Planet Egalia – ein feministisches Singspiel“
HAU 1
Musical mit Audiodeskription und Tastführung

Das HAU 1 zeigt das Musical „Planet Egalia – ein feministisches Singspiel“ mit Audiodeskription und vorheriger Tastführung.

Zum Stück

Zur Zeit stehen eher Dystopien als Utopien hoch im Kurs. Ganz anders in den 70ern, als zur Blütezeit der feministischen Utopie Autor*innen neue Gesellschaftsmodelle auf fernen Planeten und in möglichen terrestrischen Zukünften erschufen.

In Norwegen drehte Gerd Brantenberg in ihrem Roman „Die Töchter Egalias“ die Geschlechterverhältnisse einfach um; in den USA schaffte das Dreigestirn der feministischen Science-Fiction Ursula K. Le Guin, Joanna Russ und Marge Piercy in seinen Werken nicht nur Geschlechterunterschiede, sondern auch Klassengesellschaft und Privat-Eigentum ab. „Planet Egalia“ verbindet diese Utopien zu einem Singspiel zwischen feministischem Schwank und Gender-Lehrstück und schickt die Romanfiguren auf eine Gruppenreise in ein anderes Wahrscheinlichkeits-Kontinuum: die Erde im Jahr 2021. Nach „Stadt unter Einfluss“ im September 2019 ist dies die zweite HAU-Produktion mit Christiane Rösinger und erneut ein Musical neuen Typs.

Wann und wo?
Am siebten Mai 2022 im
HAU 1
Stresemannstraße 29
10 96 3 Berlin.

Beginn der Tastführung: 19 Uhr.
Beginn des Stücks: 20 Uhr.

Preise und Karten
Tickets kosten zwischen 13 und 21 Euro; die Begleitung ist frei. Eine Anmeldung bis zum sechsten Mai ist erwünscht unter tickets@hebbel-am-ufer.de.

siebter Mai 2022, 19 Uhr 30
„Drei Mal Leben“ von Yasmina Reza
Berliner Ensemble
Theaterstück mit Audiodeskription

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Nachdem die Aufführung des Stücks „Drei Mal Leben“ von Yasmina Reza im Frühjahr 2020 abgesagt werden musste, gibt es nun endlich die erste Vorstellung mit Live-Audiodeskription.

Zum Stück

Mal ganz ehrlich: Wie viel in unserem Leben haben wir wirklich in der Hand? Ist alles nur Frage der Haltung oder der Perspektive? Wäre der gestrige Abend anders verlaufen, wenn wir uns anders verhalten hätten? Wir mehr auf unser Recht bestanden hätten oder, andersherum, defensiver gewesen wären?
„Drei Mal Leben“ begibt sich in genau dieses Experiment: Drei Mal freuen sich Henri und Sonja auf einen ruhigen Abend. Drei Mal klingelt es und die Finidoris stehen vor der Tür, bereit für ein gemeinsames Abendessen, zu dem Henri und Sonja eingeladen haben in der Hoffnung, der beruflich weitaus erfolgreichere Hubert könne Henris Karriere anschieben. Unglücklicherweise kommen die Gäste einen Tag zu früh. In drei Anläufen wird nun in wechselnden Allianzen und unterschiedlichen Manövern um Ruhm, Sex, Selbstachtung und Anerkennung gekämpft. Dabei verheddern sich alle Beteiligten nicht nur in den Erwartungen der Anderen, sondern auch in den eigenen Macken und Eitelkeiten.

Yasmina Reza hat mit ihrer Komödie „Drei Mal Leben“ ein Vexierbild gesellschaftlicher Rollenkonflikte geschaffen, das zwischen Witz und Banalität fast jeden menschlichen Abgrund eröffnet. In drei Variationen eines Abends begeben sich ihre Figuren auf die absurde Suche nach dem richtigen Leben im falschen, ringen um Selbstbestimmung und -verwirklichung innerhalb gesellschaftlicher Konventionen, die sie partout nicht loswerden.

Wann und wo?
Am siebten Mai 2022 um 19 Uhr 30 im
Berliner Ensemble
Bertolt-Brecht-Platz 1
10 11 7 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets kosten zwischen 13 und 42 Euro. Mit dem Merkzeichen „B“ im Schwerbehinderten-Ausweis erhalten sowohl Sie, als auch Ihre Begleitung 50 Prozent Ermäßigung. Sie bekommen Ihre Karten unter theaterkasse@berliner-ensemble.de oder telefonisch unter 030 / 28 40 81 55.

29ster April 2022, ab 17 Uhr 45
„Le Sacre du Printemps (2022)“
Sophiensaele
Tanzstück mit Audiodeskription und vorheriger Tastführung

Die Sophiensaele in Berlin zeigen das Tanzstück „Le Sacre du Printemps (2022)“ mit Tastführung und mit Audiodeskription in deutscher Sprache.

Zum Stück

Vor 15 Jahren stellte Xavier Le Roys renommierte Solo-Performance „Le Sacre du Printemps (2007)“ die klassische Beziehung von Bewegung und Sound auf den Kopf. Indem Le Roy mit der Bewegungssprache und den Gesten eines Dirigenten spielte und sie mit der Musik von Igor Strawinsky verband, untersuchte er, wie Ursache und Wirkung von Klang und Bewegung ineinandergreifen. In „Le Sacre du Printemps (2022)“, der aktuellen Variante und Neu-Auflage des Stücks, erweitern Saša Asentić und Xavier Le Roy das ursprüngliche Konzept der Aufführung, indem sie taube und hörende Künstler*innen einladen, gemeinsam an der Choreographie von Gesten und Bewegungen zu arbeiten und zu erkunden, wie unterschiedlich Klang und Bewegung wahrgenommen und verkörpert werden können.

Wann und wo?
Am 29sten April 2022 in den
Sophiensaelen
Sophienstraße 18
10 17 8 Berlin.

Beginn der Tastführung: 17 Uhr 45.
Beginn des Stücks: 19 Uhr.

Preise und Karten
Tickets kosten 15 Euro, ermäßigt zehn Euro. Begleitpersonen von Menschen mit Schwerbehinderung sind frei. Sie erhalten Ihre Karten bei Gina Jeske unter jeske@sophiensaele.com oder telefonisch unter 030 / 27 89 00 35.

ZUM LETZTEN MAL: 28ster April 2022 um 20 Uhr
„Don Quijote“ von Jakob Nolte nach Miguel de Cervantes
Deutsches Theater Berlin
Theaterstück mit Audiodeskription

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Es gibt einen neuen Termin für „Don Quijote“ am Deutschen Theater Berlin! Erleben Sie Ulrich Matthes als Don Quijote und Wolfram Koch als Sancho Panza – live und mit Audiodeskription.

Zum Stück

Nach der Lektüre unzähliger Ritterromane ernennt sich ein verarmter Junker selbst zu Don Quijote von La Mancha und überträgt sich die ehrenvolle Aufgabe, seine Mitmenschen gegen das Böse zu verteidigen und ein neues Goldenes Zeitalter aufleben zu lassen. Er findet im nur scheinbar naiven Sancho Panza einen treuen Knappen und begibt sich mit ihm auf die Reise, um ein einfaches Bauernmädchen alias Dulcinea von Toboso zu beeindrucken. Ihre Heldentaten enden meist in brutalen Niederlagen, weshalb Don Quijote alsbald den Beinamen „Der Ritter von der traurigen Gestalt“ erhält. Und auch mit Sancho Panzas Traum, der sich als zukünftigen Herrscher eines Eilands sieht, will es nicht so recht was werden. Doch ihre Vorstellungskraft bleibt unbesiegt: Sie scheitern, stehen wieder auf und kämpfen weiter gegen Windmühlen.

Miguel de Cervantes sitzt nach einem bewegten Leben im Gefängnis, als er beginnt, den ersten Teil eines Romans zu schreiben, der im Jahr 1605 den Anbruch der literarischen Moderne bedeutet. Es ist ein Anschreiben gegen die Fesseln der Realität, denn mit Don Quijote erfindet er einen maßlos kreativen Phantasten, der aber erst durch seinen viel pragmatischeren Spielgefährten Sancho Panza überhaupt Identität erlangt. Sie erschaffen sich mittels ihrer Gedanken eine eigene Wirklichkeit, sind sich selbst die Welt und können nicht mit-, aber auch nicht ohne einander. In kürzester Zeit werden die beiden berühmt, was sie im zehn Jahre später erscheinenden zweiten Teil gleich selbst thematisieren. Bis heute hat das wahnwitzige Paar Ikonen-Status und schultert in dieser Erstaufführung der Fassung von Jakob Nolte seine (imagnierten) Abenteuer ganz allein.

Wann und wo?
Am 28sten April 2022 um 20 Uhr im
Deutschen Theater Berlin
Schumannstraße 13a
10 11 7 Berlin.

Preise und Karten
Tickets kosten je nach Kategorie zwischen fünf und 48 Euro. Mit dem Merkzeichen „B“ im Schwerbehinderten-Ausweis ist die Begleitperson frei.
Ihre Tickets bestellen können Sie unter service@deutschestheater.de oder telefonisch unter 030 / 28 44 12 21.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b69-don-quijote-2.

ENTFÄLLT! 21ster April 2022, 20 Uhr
„Frankenstein“
Deutsches Theater Berlin
Theaterstück mit Audiodeskription

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Endlich gibt es einen neuen Termin für „Frankenstein“ nach Mary Shelley am Deutschen Theater Berlin.

Zum Stück

Während einiger verregneter Sommertage im Jahr 1816, eingeschlossen in einem Haus am Genfer See, schreibt die 19-jährige Mary Shelley aus Zeitvertreib die Geschichte des Wissenschaftlers Viktor Frankenstein und seines von ihm erschaffenen namenlosen Monsters. Der Schöpfer und sein Geschöpf in der Krise – das ist der Herzschlag dieses weltberühmt gewordenen Romans. In dem Moment, in dem Frankenstein die Belebung des Monsters gelingt und sie sich in die Augen sehen, schlägt die Euphorie um in blankes Entsetzen, kippt die Utopie ins Grauen. Der „Vater“ verstößt sein „Kind“, lässt es allein zurück in einer Welt, die es nicht kennt: ohne Sprache, ohne Ort, ohne Erinnerung. Die Entwicklungsschritte des Monsters, die Versuche von Annäherung an die Menschen und der Ausschluss aus dem Sozialraum zeigen eindrücklich: „Monstrosität“, so die Literaturwissenschaftlerin Annina Klappert, „besteht nicht nur im Ausstellen eines Anderen, das nicht sein soll, sondern auch dessen, was sein könnte.“

In ihrem Schaffen reflektiert Mary Shelley nicht nur ihre Position als schreibende Frau, sondern führt die schillernde, grenzüberschreitende, kulturelle Imagination, die das Monströse seit jeher darstellt, auf eine neue Stufe – ihr aus Leichenteilen zusammengeflicktes Patchwork-Monster ist in seiner Hybridität das Monster per se und die Fragen, die seine Erschaffung aufwirft, werden in jeder Zeit Resonanz finden: Darf die Menschheit alles, was sie kann? Woher kommt das Böse? Wie werden wir die, die wir sind? Und: Wer sind die Monster unserer Zeit?

Wann und wo?
Am 21sten April 2022 um 20 Uhr im
Deutschen Theater Berlin
Schumannstraße 13a
10 11 7 Berlin.

Preise und Karten
Tickets kosten je nach Kategorie zwischen fünf und 35 Euro. Mit dem Merkzeichen „B“ im Schwerbehinderten-Ausweis ist die Begleitperson frei.
Ihre Tickets bestellen können Sie unter service@deutschestheater.de oder telefonisch unter 030 / 28 44 12 21.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung für Sie erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b70-einfuehrung-frankenstein.

zehnter April 2022, 16 Uhr
Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“
Berliner Ensemble
Theaterstück mit Audiodeskription

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Falls Sie Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“ am Berliner Ensemble noch nicht erlebt haben, können Sie das jetzt nachholen. Genießen Sie das berühmte Stück mit der Musik von Kurt Weill in der Inszenierung von Barrie Kosky.

Zum Stück

Mit ihren legendären Songs und einer ebenso unverschämt wie klug im Hinblick auf Sozialkritik umgearbeiteten, im Kern trivialen Geschichte um Liebe, Verrat, Geschäft und Moral wurde die im Jahr 1928 im Theater am Schiffbauerdamm – dem heutigen Berliner Ensemble – uraufgeführte „Dreigroschenoper“ über Nacht zu einem weltweiten Überraschungshit.

„Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“, lauten die berühmten Zeilen – doch wer im Wohlstand lebt, lebt zwar angenehm, ist aber noch lange nicht gut. So haben Mackie Messer, Peachum und Co. notgedrungen vor allem ihren eigenen materiellen Vorteil im Blick und betreiben einen erheblichen theatralen Aufwand, um ihn ohne Skrupel durchzusetzen und gleichzeitig genau das zu verschleiern oder gar zu beschönigen. Denn wer wäre nicht gern gut?

Wann und wo?
Am zehnten April 2022 um 16 Uhr im
Berliner Ensemble
Bertolt-Brecht-Platz 1
10 11 7 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets kosten je nach Kategorie zwischen 15 und 48 Euro, mit Schwerbehindertenausweis aber bekommen sowohl Sie, als auch Ihre Begleitung 50 Prozent Ermäßigung.
Ihre Tickets können Sie buchen unter theaterkasse@berliner-ensemble.de oder telefonisch unter 030 / 28 40 81 55.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung für Sie erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b68-einfuehrung-dreigroschenoper.

neunter April 2022 ab 17 Uhr 30
ZUM LETZTEN MAL: „Il Viaggio a Reims“ von Gioacchino Rossini
Deutsche Oper Berlin
Oper mit Audiodeskription

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Die Deutsche Oper Berlin und wir zeigen zum letzten Mal „Il Viaggio a Reims“ von Gioacchino Rossini. Es handelt sich um ein dramma giocoso in einem Akt. Vor der Vorstellung wird es eine Tastführung geben.

Zum Stück

Regisseur Jan Bosse sagt: „Eine Gruppe von Menschen sitzt fest – und ergeht sich in absurden Aktionen. Es gibt keine dramatische Story für einige wenige Solisten, sondern eine Revue-artige Abfolge von kontrastierenden, sehr unterhaltsamen ‚Nummern‘. Diese Nummern arbeiten dann mit klischeehaften Grundsituationen der Oper an sich: der unglücklich Liebende, die leidende Diva, das eifersüchtig sich umkreisende Paar, der komische Kauz. Diese große Nummernshow, aber auch das gemeinsame Erzählen eines Ensembles ist für einen Regisseur, der vom Schauspiel kommt, äußerst reizvoll. Der zunächst äußerliche Stillstand der Handlung ist dabei unsere absurde Triebfeder. Wir sehen einen Schlafsaal: Ist es eine Kurklinik? Ein Sterbe-Hospiz? Das Asyl des todmüden Europäers? Allabendlich schwingen sich die Insassen zur großen Reise auf – um endlich die Krönung des neuen Königs zu feiern – und bleiben in abstrusen Ritualen stecken.“

Wann und wo?
Am neunten April 2022 in der
Deutschen Oper Berlin
Bismarckstraße 35
10 62 7 Berlin.

vorgezogener Einlass: 17 Uhr 30.
Beginn der Tastführung: 18 Uhr.
Beginn des Stücks: 19 Uhr 30.

Preise und Karten
Die Tickets für blinde und sehbehinderte Menschen kosten einheitlich 25 Euro. Begleitungen von Menschen mit Schwerbehinderung sind frei. Ihre Karten bestellen und sich auch für die Tastführung anmelden können Sie bei Daniela Würschmidt unter wuerschmidt@deutscheoperberlin.de oder telefonisch unter 030 / 34 38 42 69.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung für Sie erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b76-einfuehrung-il-viaggio-a-reims.

achter April 2022, 9 Uhr 30 bis 21 Uhr
Fachtag des Berliner Spielplan Audiodeskription
Fachtag mit Vorträgen, Workshops, Podiumsdiskussion
bei KOPF, HAND + FUSS in den Osram-Höfen oder online

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Der Berliner Spielplan Audiodeskription veranstaltet einen ganztägigen Fachtag zum Thema „Audiodeskription“, zu dem wir Sie herzlich einladen möchten. Es gibt Vorträge, Workshops und eine große Podiumsdiskussion. Die Veranstaltung ist hybrid; das heißt Sie können vor Ort teilnehmen oder online. Das vollständige Programm und die Anmelde-Modalitäten finden Sie hier: https://blog.theaterhoeren-berlin.de/fachtag/.

Wann und wo?
Am achten April 2022 zwischen 9 Uhr 30 und 21 Uhr online und bei
TUECHTIG – Raum für Inklusion in den Osram-Höfen
Ourdenarder Straße 16, Gebäude D06, Etage 1
13 34 7 Berlin.

Preise und Karten
Die Teilnahme am Fachtag ist kostenfrei. Das vollständige Programm sowie die Anmelde-Modalitäten finden Sie hier: https://blog.theaterhoeren-berlin.de/fachtag/.
Eine telefonische Anmeldung ist werktags zwischen 9 und 15 Uhr möglich unter: 030 / 28 49 38 73 2.

achter April 2022, 20 Uhr
„Precarious Moves“ von Michael Turinsky
HAU 2
Tanz-Performance mit deutscher Audiodeskription

Das HAU 2 in Berlin zeigt die Tanz-Performance „Precarious Moves“ von Michael Turinsky mit Audiodeskription in deutscher Sprache.

Zum Stück

Wie setzt sich ein Körper in Bewegung, dessen Verhältnis zu seiner Umgebung grundsätzlich instabil ist? Im Zentrum des biographischen Solos “Precarious Moves” steht die Befragung sowohl ganz persönlicher, als auch drängender kollektiver Bedürfnisse und Notwendigkeiten. Die Wahrnehmung von Zeitlichkeit ist eine andere, wenn man im Rollstuhl sitzt oder anders mobil ist; der Alltag muss anders strukturiert werden. “Crip Time” ist ein Begriff, der sich darauf bezieht, und Widerstandspotential gegen herrschende Mobilitätskonzepte entwickelt. Schließlich hat Langsamkeit auch eine Qualität, die man nicht aus den Augen verlieren sollte in einer Gesellschaft, die ständig auf der Überholspur ist. Unter Einbeziehung der Erfahrung von Behinderung arbeitet Turinsky mit dem Konzept der “Crip Time” und wendet sich damit gegen den Imperativ der Integration von Behinderten oder anderen Körpern in die bestehenden hegemonialen Kulturen, wenn es um Mobilität geht. Dabei erkennt er jedoch die ambivalenten Bedürfnisse zwischen Geschwindigkeit und/oder Langsamkeit an. “Precarious Moves” entfaltet sich als eine ironische und humorvolle Performance, die die Verbindung des Körpers mit der sinnlichen Welt, durch die er sich bewegt, erforscht. Turinsky führt dem Publikum Grenzen und Begrenzungen, aber auch Möglichkeiten der Veränderung des Status Quo einfühlsam vor Augen.

Wann und wo?
Am achten April 2022 um 20 Uhr im
HAU 2
Hallesches Ufer 32
10 96 3 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets kosten je nach Kategorie 13 oder 17 Euro. Die Begleitung für Menschen mit Schwerbehinderung ist frei. Sie bekommen Ihre Karten unter tickets@hebbel-am-ufer.de. Eine Anmeldung bis zum siebten April 2022 ist erwünscht.

erster April 2022, ab 18 Uhr 45
„Sentimental Bits – The Magic is in Spite of Me“
Ballhaus Ost
Tanz-Performance mit Audiodeskription und Tastführung

Das Ballhaus Ost zeigt die Tanz-Performance „Sentimental Bits“ von Gloria Höckner mit deutscher Live-Audiodesription und vorheriger Tastführung.

Zum Stück

Vier Performer*innen und ein humanoider Sexroboter begeben sich in ein Spiel mit Überwachungstechnologien, die ihre Emotionen analysieren und sie klassifizieren. Sie loten aus, was es bedeutet, in den Augen von künstlicher Intelligenz »erkannt« zu werden. Sie hacken ihre digitalen Zwillinge, transformieren und vervielfältigen ihre physischen Körper. Ihre Blicke kreuzen die der Kamera, Gesichter werden zum Instrument. In immersiven Klanglandschaften bringen die Performer*innen sozial konstruierte und in der Technologie fortgeschriebene Kategorien für einen Moment ins Wanken. Sie machen den Bereich dazwischen zu ihrer Welt und entdecken darin die Poetik von Glitches – Störungen im System.

Wann und wo?
Am ersten April 2022 im
Ballhaus Ost
Pappelallee 15
10 43 7 Berlin.

Beginn der Tastführung: 18 Uhr 45.
Beginn der Performance: 20 Uhr.

Preise und Karten
Tickets kosten 15, ermäßigt zehn Euro. Die Begleitung von Menschen mit Schwerbehinderung ist frei. Sich für die Tastführung anmelden und Ihre Tickets bestellen können Sie unter karten@ballhausost.de.

20ster März 2022, ab 14 Uhr
„SKIN“
HALLE Tanzbühne Berlin
Tanz-Performance mit Audiodeskription und Tastführung

Um die Haut geht es in „SKIN“ von Renae Shadler & Collaborators mit Roland Walter. Vor der Vorstellung gibt es eine Haptic Access Tour von Gravity Access Services.

Zum Stück

Wo fängt dein Körper an, wo hört mein Körper auf? Renae Shadler und Roland Walter erkunden in diesem intimen und spielerischen Duett unsere Körper-Oberfläche, die Haut, als durchlässige Barriere zwischen Innen und Außen – Grenze und Berührungspunkt zugleich. Dabei finden die beiden vermeintlich ungleichen Performer*innen gemeinsame Bewegungssprachen, die gängige Vorstellungen einer „mixed-abled“-Choreografie hinterfragen. Inspiriert von See-Anemonen, Flüssigkeiten und Erdoberflächen, imagniniert „SKIN“ eine Welt, in der es keinen mehr oder weniger fähigen Körper gibt.

Wann und wo?
Am 20sten März 2022 in der
HALLE Tanzbühne Berlin
Eberswalder Straße 10
10 43 7 Berlin.

Beginn der Tastführung: 14 Uhr.
Beginn des Stücks: 15 Uhr.

Preise und Karten
Tickets kosten 18 Euro, ermäßigt zehn Euro. Begleitpersonen für Menschen mit Schwerbehinderung sind frei. Ihre Tickets reservieren und sich auch für die Tastführung anmelden können Sie direkt beim Veranstalter unter tickets@hebbel-am-ufer.de oder telefonisch unter 030 / 25 90 04 27.

18ter März 2022, ab 18 Uhr
„SHE LEGEND“
HAU 3
Tanz-Performance mit Audiodeskription und Tastführung

„She Legend“ heißt das Stück von Lisa Rykena und Carolin Jüngst, das im HAU 3 gezeigt werden wird. Vor der Vorstellung gibt es eine Haptic Access Tour.

Zum Stück

„Splash!“ / „Boom!“ / „Crash!“ Das Choreograf*innen-Duo Rykena/Jüngst widmet sich in „SHE LEGEND“ den Comic-Helden und verkehrt deren stereotype Ideale in fluide, queere, heorische Gegen-Entwürfe. Die Performer*innen schlüpfen dafür in die Rollen von bekannten und unbekannten Superheld*innen, verwandeln sich in retro-futuristische Hybridwesen und erfinden neue Superkräfte für eine zeitgenössische Mythologie der Bewegung. Tänzerisch und klanglich befragen sie ihre eigene Held*innenhaftigkeit und verkörpern dabei – zwischen Cyborgs, Antiheld*innen und Kompliz*innen – nicht-konforme Figuren als Kampfansage an ein maskulinisiertes (Einzel-)Held*innentum.

Wann und wo?
Am 18ten März 2022 im
HAU 3
Hallesches Ufer 10
10 96 3 Berlin.

Beginn der Tastführung: 18 Uhr.
Beginn des Stücks: 19 Uhr.

Preise und Karten
Die Tickets kosten 18 Euro, ermäßigt zehn Euro. Begleitpersonen von Menschen mit Schwerbehinderung sind frei. Sie bekommen Ihre Karten unter tickets@hebbel-am-ufer.de oder telefonisch unter 030 / 25 90 04 27.

17ter März, ab 13 Uhr 45
„FLUSH!“ von Sheena McGrandles
Sophiensaele Berlin
Tanzplattform Deutschland 2022
Tanzstück mit deutscher Live-Audiodeskription und vorheriger Tastführung

Die Sophiensaele zeigen das Tanzstück „FLUSH!“ von Sheena McGrandles mit deutscher Audiodeskription und vorheriger Haptic Access Tour von Gravity Access Services.

Zum Stück

Im Rahmen der Tanzplattform Deutschland 2022 gibt es in Berlin einige Tanzstücke mit Audiodeskription. Seit dem Gründungsjahr 1994 ist Berlin erstmals wieder Austragungsort der Tanzplattform: Fünf Tage lang wird das Festival in Berlin 13 aktuelle und bemerkenswerte Positionen des tänzerischen und choreographischen Schaffens aus ganz Deutschland versammeln.

Ein abrupter Richtungswechsel, eine plötzliche Unterbrechung, ein Blinzeln, Blicke, wie vorgespult und dann gestottert: FLUSH! Drei Performer*innen bewegen sich entlang oder zwischen fünf Wänden aus Spanplatten und fächern hier alltägliche Gesten auf, die zum Spektakel einer sinnlich-flinken Zeitrechnung werden. In erotischen Zwischentönen und präzisen Bewegungsmustern zwischen Stop-Motion, Zeitlupe und Zeitraffer erscheinen Subtexte und Details urbaner digitaler Realität von ihren eindeutigen Narrationen entkoppelt und im nächsten Moment: ungewohnt-vertraut. 

Wann und wo?

Am 17ten März 2022 im Festsaal der
Sophiensaele
Sophienstraße 18
10 17 8 Berlin.

Beginn der Tastführung: 13 Uhr 45.
Beginn des Stücks: 15 Uhr.

Preise und Karten
Tickets kosten 18 Euro, ermäßigt zehn Euro. Begleitpersonen für Menschen mit Schwerbehinderung sind frei. Ihre Tickets reservieren und sich auch für die Tastführung anmelden können Sie direkt beim Veranstalter unter tickets@hebbel-am-ufer.de oder telefonisch unter 030 / 25 90 04 27.

16ter März 2022, ab 9 Uhr 30
„Pythonparfum und Pralinen aus Pirgendwo“
Theater an der Parkaue
Familien-Stück mit Audiodeskription und vorheriger Tastführung

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Wir zeigen gemeinsam mit dem Theater an der Parkaue unser Familien-Stück „Pythonparfum und Pralinen aus Pirgendwo“. Das Stück wird empfohlen für Menschen ab fünf Jahren. Vor der jeweilligen Vorstellung wird es eine Tastführung geben.

Zum Stück

Ein einsames Hotel, so seltsam wie seine Gäste: Ein Tierforscher jagt einen Juckreiz. Eine Lady mit Hut lässt Glitzerndes verschwinden. Eine kurzsichtige Bruchpilotin lernt Fliegen. Ein bleicher Herr nimmt Maß an Menschen-Armen und Stuhl-Beinen. Eine ältere Dame sucht Zuflucht hinter ihrem Tennisschläger. Und eine Dauergästin ertrinkt auf dem Teppich. Woher sie gerade kommen, erzählt ihr Gepäck. Wohin sie reisen, wissen sie selbst noch nicht. Doch der emsige Portier ist für alle da und jongliert mit sich stapelnden Bedürfnissen. Was entsteht, wenn mit jedem Menschen eine ganze Welt zur Tür hereinkommt?

Mit viel Humor und fast ohne Worte erzählen Gregory Caers und sein Ensemble von Menschen auf der Durchreise und überraschenden Begegnungen. Ein Theater-Zauber für die ganze Familie: voller Liebe zu knisternden Geheimnissen, steilen Behauptungen, unwahrscheinlichen Bildwelten und Sound-Landschaften von Tanja Pannier.

Wann und wo?
Am 16ten März 2022 im
Theater an der Parkaue
Parkaue 29
10 36 7 Berlin.

Beginn der Tastführung: 9 Uhr 30.
Beginn des Stücks: elf Uhr.

Preise und Karten
Tickets kosten 13 Euro, ermäßigt neun Euro. Tickets für Kinder kosten sieben Euro. Die Begleitpersonen von Menschen mit Schwerbehinderung sind frei.
Sich für die Tastführung anmelden und auch Ihre Tickets reservieren können Sie unter service@parkaue.de oder telefonisch unter 030 / 55 77 52 52.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b71-einfuehrung-pythonparfum.

13ter März 2022, ab 13 Uhr 15
„Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart
Deutsche Oper Berlin

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

„Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart ist die meistgespielte Oper im deutschen Sprachraum. Die Deutsche Oper Berlin und wir zeigen sie live und mit Audiodeskription. Vor der Vorstellung wird es eine Tastführung geben.

Zum Stück

Prinz Tamino wird von einem wilden Drachen bedroht. In letzter Minute retten ihn drei geheimnisvolle Frauen, Abgesandte der Königin der Nacht. Als der Vogelfänger Papageno auftaucht und sich mit der Heldentat brüstet, bestrafen sie ihn. Dem Prinzen überreichen sie ein Bild von Pamina, der Tochter der Königin, die vom Herrscher des Sonnentempels, Sarastro, gefangen gehalten wird. Tamino verliebt sich in sie. Da erscheint die Königin selbst und befiehlt ihm, zusammen mit Papageno Pamina zu retten.

Wann und wo?
Am 13ten März 2022 in der
Deutschen Oper Berlin
Bismarckstraße 35
10 62 7 Berlin.

Beginn der Tastführung: 13 Uhr 15.
Beginn des Stücks: 15 Uhr.

Preise und Karten
Die Tickets für blinde und sehbehinderte Menschen kosten einheitlich 25 Euro. Begleitungen von Menschen mit Schwerbehinderung sind frei. Ihre Karten bestellen und sich auch für die Tastführung anmelden können Sie bei Daniela Würschmidt unter wuerschmidt@deutscheoperberlin.de oder telefonisch unter 030 / 34 38 42 69.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung für Sie erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b73-einfuehrung-zauberfloete.

zwölfter März 2022, 19 Uhr 30
Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“
Berliner Ensemble
Theaterstück mit Audiodeskription

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Es gibt noch einen weiteren Termin für Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“ am Berliner Ensemble! Genießen Sie das berühmte Stück mit der Musik von Kurt Weill in der Inszenierung von Barrie Kosky.

Zum Stück

Mit ihren legendären Songs und einer ebenso unverschämt wie klug im Hinblick auf Sozialkritik umgearbeiteten, im Kern trivialen Geschichte um Liebe, Verrat, Geschäft und Moral wurde die im Jahr 1928 im Theater am Schiffbauerdamm – dem heutigen Berliner Ensemble – uraufgeführte „Dreigroschenoper“ über Nacht zu einem weltweiten Überraschungshit.

„Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“, lauten die berühmten Zeilen – doch wer im Wohlstand lebt, lebt zwar angenehm, ist aber noch lange nicht gut. So haben Mackie Messer, Peachum und Co. notgedrungen vor allem ihren eigenen materiellen Vorteil im Blick und betreiben einen erheblichen theatralen Aufwand, um ihn ohne Skrupel durchzusetzen und gleichzeitig genau das zu verschleiern oder gar zu beschönigen. Denn wer wäre nicht gern gut?

Wann und wo?
Am zwölften März 2022 um 19 Uhr 30 im
Berliner Ensemble
Bertolt-Brecht-Platz 1
10 11 7 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets kosten je nach Kategorie zwischen 15 und 48 Euro, mit Schwerbehindertenausweis aber bekommen sowohl Sie, als auch Ihre Begleitung 50 Prozent Ermäßigung. Ihre Tickets buchen können Sie unter theaterkasse@berliner-ensemble.de oder telefonisch unter 030 / 28 40 81 55.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung für Sie erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b68-einfuehrung-dreigroschenoper.

sechster März 2022, elf Uhr
elfter Theaterclub des Berliner Spielplan Audiodeskription
Online-Meeting auf Zoom

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Neues Jahr, neuer Theaterclub! In einer Audio-Zoom-Konferenz sprechen wir mit Ihnen über Theater, Oper und Audiodeskription. In dieser Episode zu Gast sein wird die Theaterpädagogin Uta Sewering vom Theater an der Parkaue. Mit ihr sprechen wir über unser gemeinsames Familien-Stück „Pythonparfum und Pralinen aus Pirgendwo“ und vor allem auch über die Frage, wie sich Theater blinden und sehbehinderten Menschen – über das Stück hinaus – vermitteln lässt.

Wann und wo?
Am sechsten März 2022 um elf Uhr online auf der Meeting-Plattform Zoom.

Preise und Karten
Die Teilnahme am Theaterclub ist kostenfrei. Sie können sich ab sofort anmelden unter presse@theaterhoeren-berlin.de. Wir übersenden Ihnen dann die Zugangsdaten sowie eine Nutzungsanleitung für Zoom.

27ster Februar 2022, ab 14 Uhr 45
„Golden Gate“ von Ania Nowak
Sophiensaele Berlin
Tanz-Performance mit Audiodeskription und Tastführung

Die Sophiensaele in Berlin zeigen die Tanz-Performance „Golden Gate“ von Ania Nowak mit deutscher Audiodeskription und vorheriger Tastführung.

Zum Stück

„Golden Gate“ hinterfragt unsere normative Wahrnehmung von Verlust und Trauer. Was ist queere Trauer und wie kann diese eine kollektive Bewegung von Melancholie und Widerstand werden?
Ausgehend von der Vanitas, der barocken Ästhetik der Vergänglichkeit und des Todes, versucht die Performance, Raum für Gesten, Stimmen und Erotik der Trauer zu schaffen, die in der heutigen pandemischen Realität notwendig sind. Die kollektive Trauer und ihre Rituale sind seit langem aus dem öffentlichen Raum verschwunden und machen den Verlust zu einer privaten Erfahrung jedes Einzelnen. Auch hat uns die Geschichte, so etwa die AIDS-Epidemie in den 1980er Jahren, gezeigt, dass manche Tode mehr zu betrauern sind als andere. Angesichts der mangelnden Repräsentation des Todes bei Epidemien, Pandemien und Suizid versucht „Golden Gate“, Raum für die Bewältigung von Verlust in einer queeren Utopie zu schaffen.

Wann und wo?
Am 27sten Februar 2022 im Festsaal der
Sophiensaele
Sophienstraße 18
10 17 8 Berlin.
Beginn der Tastführung: 14 Uhr 45.
Beginn des Stücks: 16 Uhr.

Preise und Karten
Tickets kosten 15 Euro, ermäßigt zehn Euro. Begleitpersonen für Menschen mit Schwerbehinderung sind frei. Ihre Tickets reservieren und sich auch für die Tastführung anmelden können Sie bei Gina Jeske unter jeske@sophiensaele.com oder telefonisch unter 030 / 27 89 00 35.

24ster Februar 2022, ab 19 Uhr
„Leashed Unleashed“
Berliner Ringtheater
Performance mit deutscher Audiodeskription und Bühnenführung

Das Berliner Ringtheater zeigt die Performance „Leashed Unleashed“ mit deutscher Audiodeskription und vorheriger Bühnenführung.

Zum Stück

„Leashed Unleashed“ bietet uns einen Blick auf die Kontrollmechanismen, denen der menschliche Körper unterworfen ist – äußere Kontrolle ebenso wie innere Disziplinierung. Was erleben wir körperlich und affektiv, wenn wir im Zustand des Kontrollverlustes oder des Kontrolliertwerdens sind?

Feldrecherchen und Interviews mit Menschen, die täglich mit Anpassungen des Körpers an (selbst) auferlegte gesellschaftliche Kontrollmechanismen zu tun haben, inspirieren die Choreographie. Ambivalentes Bewegungsmaterial und poetische Geschichten von Berufstätigen in Bereichen wie plastischer Chirurgie, der BDSM-Szene oder Fitnesstraining werden zu einer bildstarken szenischen Collage zusammengesetzt, die divergente und freie Wahrnehmungsräume schafft.

Wann und wo?
Am 24sten Februar 2022 in der Alten Münze. Die Adresse lautet:
Berliner Ringtheater
Am Krögel 2
10 17 9 Berlin.

Beginn der Bühnenführung: 19 Uhr.
Beginn der Performance: 19 Uhr 30.

Preise und Karten
Die Tickets kosten regulär zwölf Euro, ermäßigt sieben Euro 50. Sie können sich anmelden unter ringtheater@gmail.com.

20ster Februar 2022, 19 Uhr 30
„Woyzeck Interrupted“
Deutsches Theater Berlin
Theaterstück mit Audiodeskription

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Das Deutsche Theater Berlin und wir zeigen erneut „Woyzeck Interrupted“ mit Audiodeskription.

Zum Stück

Alles steht im Zeichen der Unterbrechung: Die Proben zu einer Inszenierung von Büchners „Woyzeck“ sind kurz vor der Premiere unterbrochen, die Affäre des Hauptdarstellers mit der Hospitantin ebenfalls, genauso wie ihre Schwangerschaft und die Zukunfts-Phantasie eines gemeinsamen Kinds. Sogar ihre Trennung kommt durch einen Lockdown zum Stillstand. Das Paar, das kein Paar mehr sein kann und vielleicht nie eines war, ist in einer Wohnung eingesperrt, zurückgeworfen auf seine wechselseitigen Abhängigkeiten und auf die Echos von Büchners Text.

Zeitungsberichte über mehrere Frauenmorde und die entsprechenden Gerichtsprozesse hatten seinerzeit den Anstoß gegeben für Büchners „Woyzeck“. Hinsichtlich der Gewalttaten von Männern an Frauen hat sich in den bald zweihundert Jahren kaum etwas geändert. Noch immer wird in Deutschland alle drei Tage eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet. Das ist der Punkt, an dem die Dramatikerin Mahin Sadri und der Regisseur Amir Reza Koohestani mit ihrem Text ansetzen. Sie suchen nach den genderspezifischen Machtverhältnissen und der strukturellen Gewalt im Privaten. Angesichts der sich wiederholenden Femizide in der Realität erzählen sie nicht nur einen Einzelfall, sondern zeigen auch ein Muster auf – nicht, um es zu reproduzieren, sondern um es zu unterbrechen.

Wann und wo?
Am 20sten Februar 2022 um 19 Uhr 30 im
Deutschen Theater Berlin
Schumannstraße 13a
10 11 7 Berlin.

Preise und Karten
Tickets kosten zwischen 19 und 25 Euro. Begleitpersonen von Menschen mit Schwerbehinderung sind frei. Um Anmeldung für die Audiodeskription wird gebeten unter service@deutschestheater.de oder telefonisch unter 030 / 28 44 12 21.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung für Sie erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b66-woyzeck-interrupted.

VERSCHOBEN! 20ster Februar 2022 ab 19 Uhr
„Merkel“
Theater Thikwa
Theater mit Audiodeskription und Tastführung

Das inklusive Theater Thikwa in Berlin-Kreuzberg zeigt das Stück „Merkel“ mit Audiodeskription und vorheriger Tastführung. Die Vorstellung wurde verschoben und findet jetzt am 20sten Februar statt.

Zum Stück

In einer Performance zwischen realpolitischer Pressekonferenz und privater Machtausübung begegnen Sie der ersten deutschen Kanzlerin als Vertreterin Ihrer Ideale, Wünsche und Entscheidungen.
Keine der Performerinnen hat Angela Merkel ihre Stimme gegeben. Einige, weil sie ihre politische Einstellung nicht teilen – andere auch, weil sie bisher nicht wählen durften. Jetzt zeigt sich, mit welchen politischen Entscheidungen sie sich vertreten fühlen und mit welchen nicht. Was bedeutet es, von einer Frau regiert zu werden? Wer ist wütend, weil sie nicht mitbestimmen durfte? Welche Entscheidungen trifft man eigentlich wie – und mit welchen Konsequenzen kann man leben?
Acht Frauen regieren auf der Bühne: Sie nehmen Machtpositionen ein. Sie zeigen diplomatisches Geschick, navigieren durch Krisen, stechen ihre Konkurrentinnen aus und stellen sich zur Wahl. In einer spannungsgeladenen Pressekonferenz im Theater Thikwa bewegen sich die Angela Merkels zwischen Beherrschung und Krise, zwischen ausgelassener Wahlparty und wohlüberlegter Zurückhaltung.

Wann und wo?
Am 20sten Februar 2022 im
Theater Thikwa
Fidicinstraße 40
10 96 5 Berlin.

Beginn der Tastführung: 19 Uhr.
Beginn des Stücks: 20 Uhr.

Preise und Karten
Tickets kosten 16 Euro, ermäßigt zehn Euro. Begleitpersonen für Menschen mit Schwerbehinderung sind frei. Ihre Tickets reservieren und sich auch für die Tastführung anmelden können Sie unter kbb@thikwa.de oder telefonisch unter 030 / 61 20 26 20.

16ter Februar 2022 ab 17 Uhr 45
„History has failed us, but…“ von Olivia Hyunsin Kim
Sophiensaele Berlin
Tanz-Performance mit Audiodeskription und Tastführung

Die Sophiensaele zeigen das Stück „History has failed us, but…“ von Olivia Hyunsin Kim mit deutscher Audiodeskription. Vor der Vorstellung wird es eine Tastführung geben.

Zum Stück

„If I can’t dance it’s not my revolution.“ Die Performance „History has failed us, but…“ setzt sich mit körperlichen Formen von Protest auseinander und sucht nach einem solidarischen Miteinander, das verschiedene Positionen in der Gesellschaft mitdenkt. Welche Narrative und Bilder von Widerstand bleiben in Erinnerung – und wie werden sie erzählt? Inspiriert von alten und jungen Protestbewegungen wie der Gezi-Park-Proteste der Türkei oder der Kerzenlicht-Proteste Südkoreas geht es Olivia Hyunsin Kim darum, neue Wege der Ermächtigung zu finden für Körper, die in der Gesellschaft als „anders“ oder „fremd“ wahrgenommen werden. Rassistische Ressentiments, die sich nicht nur in Wahl-Erfolgen für rechte Parteien, sondern auch in Angriffen auf „rassifizierte“ Körper auf Straßen oder im Theater zeigen, lassen uns fragen, wie wir uns sicher fühlen und wehren können. Wie können wir – über Sprache hinaus – Widerständigkeit und Empowerment im Tanz und in der Bewegung finden? Olivia Hyunsin Kim schafft mit „History has failed us, but…“ ein eindringliches und sinnliches Bühnenstück, das neue Räume der Begegnung schafft.

Wann und wo?
Am 16ten Februar 2022 im Festsaal der
Sophiensaele
Sophienstraße 18
10 17 8 Berlin.

Beginn der Tastführung: 17 Uhr 45.
Beginn des Stücks: 19 Uhr.

Preise und Karten
Tickets kosten 15 Euro, ermäßigt zehn Euro. Begleitpersonen von Menschen mit Schwerbehinderung sind frei. Sie bekommen Ihre Karten bei Gina Jeske unter jeske@sophiensaele.com oder telefonisch unter 030 / 27 89 00 35.

fünfter Februar 2022, 19 Uhr 30
„Gespenster“ von Henrik Ibsen
Berliner Ensemble

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Das Berliner Ensemble und wir zeigen am fünften Februar endlich Henrik Ibsens „Gespenster“ – live und mit Audiodeskription.

Zum Stück

„Ich glaube fast, wir sind alle Gespenster. Nicht nur das, was wir von Vater und Mutter geerbt haben, spukt in uns herum. Auch alle möglichen mausetoten Anschauungen, Meinungen, alter Aberglaube und so weiter. Es lebt nicht in uns, aber es steckt doch in uns, und wir werden es nicht los. Das ganze Land muss voll sein von Gespenstern!“ – Henrik Ibsen

Es herrscht gespenstische Einsamkeit inmitten der Familie Alving. Das gefährlichste Gespenst in Ibsens Gegen-Stück zu „Nora“ ist die Lebenslüge der Helene Alving, die ihr familiäres Korsett – im Gegensatz zu Nora – zu lange trägt. Tragisch muss sie erkennen, dass ihre Anpassung an die gesellschaftliche Doppelmoral letztlich auf die Opferung ihres einzigen Kindes hinausläuft. Denn Osvald, der die Wahrheit hinter der bürgerlichen Fassade nicht kennt, kann sich von seinem familiären Erbe nicht befreien. Unheilbar erkrankt – gleich einem Wiedergänger seines toten Vaters – bittet er ausgerechnet seine Mutter darum, sein junges Leben zu beenden. Die Geister, die wir rufen, werden wir nicht los, denn sie hausen in unserem unverstandenen Inneren.

Wann und wo?
Am fünften Februar 2022 um 19 Uhr 30 im
Berliner Ensemble
Bertolt-Brecht-Platz 1
10 11 7 Berlin.

Preise und Karten
Tickets kosten zwischen 13 und 42 Euro. Mit dem Merkzeichen „B“ im Schwerbehindertenausweis erhalten sowohl Sie, als auch Ihre Begleitung 50 Prozent Ermäßigung. Sie bekommen Ihre Karten unter theaterkasse@berliner-ensemble.de oder telefonisch unter 030 / 28 40 81 55.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung für Sie erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b72-einfuehrung-gespenster.

21ster bis 24ster Januar 2022
„Der Zwerg“ von Alexander von Zemlinsky
Deutsche Oper Berlin

Video on Demand mit Audiodeskription

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Zwar müssen die Live-Veranstaltungen leider entfallen. Aber dafür zeigen die Deutsche Oper Berlin und wir Alexander von Zemlinskys Oper „Der Zwerg“ als Video on Demand mit Audiodeskription.

Zum Stück

Prinzessin Donna Clara wird 18, und die ganze Welt überhäuft sie mit Geschenken. Ein ganz besonderes Geschenk schickt ihr jedoch der türkische Sultan: Es ist ein lebender Zwerg! Diesem missgestalteten Mann gilt zwischen all der Pracht und Schönheit ihre besondere Aufmerksamkeit. Er verzaubert sie mit seinem Gesang und fasziniert umso mehr, als er nicht um sein Äußeres weiß. Der Zwerg verliebt sich unsterblich in die Prinzessin und durchschaut dabei nicht das kokette Spiel, das diese mit ihm treibt. Doch dann sieht er sich, zum ersten Mal in seinem Leben, mit seinem Spiegelbild konfrontiert.

Wann und wo?
Zwischen dem 21sten Januar 2022 um 15 Uhr und dem 24sten Januar 2022 um 15 Uhr online unter: https://www.deutscheoperberlin.de/de_DE/videos/15227.

Preise und Karten
Der Abruf des Videos ist kostenfrei.

Audiodeskriptive Einführung
Wir haben eine audiodeskriptive Einführung für Sie erstellt, die Sie sich hier anhören können: https://soundcloud.com/theaterhoerenberlin/audiodeskriptive-einfuhrung-in-die-oper-der-zwerg.

24ster Januar 2022 ab 18 Uhr
„Dance Me!“ von She She Pop
HAU 2
Theater mit Audiodeskription und Tastführung

Das HAU 2 in Berlin zeigt das Stück „Dance Me!“ von She She Pop auf Deutsch mit deutscher Audiodeskription. Vor der Vorstellung gibt es eine Haptic Access Tour.

Zum Stück

„Dance Me!“ ist ein Tanz-Marathon, in dem zwei Generationen gegeneinander antreten. Die Bühne ist eine Arena, in der She She Pop und Gäste in der Rolle der Alten auf eine Gruppe junger Performer*innen treffen. Das gegenseitige Unverständnis, der Generation Gap, wird in einem streng reglementierten Tanz-Ritual auf die Bühne gebracht und gefeiert. Die Teams wechseln sich ab: Wer nicht auf die Tanzfläche muss, steht an den Mikrofonen und macht die Musik. Die Generationen geben einander nicht nur den Beat vor und treiben sich an – sie nutzen auch die Gelegenheit, sich in langen Litaneien zu beklagen und sich gegenseitig zu beschimpfen. Oder zu bewundern? Und einander zu danken? Wir wissen es nicht.

Wann und wo?
Am 24sten Januar 2022 im
HAU 2
Hallesches Ufer 32
10 96 3 Berlin.

Beginn der Tastführung: 18 Uhr.
Beginn des Stücks: 19 Uhr.

Preise und Karten
Tickets kosten 22 Euro, ermäßigt zehn Euro. Begleitpersonen von Menschen mit Schwerbehinderung sind frei. Sie erhalten Ihre Karten unter tickets@hebbel-am-ufer.de oder telefonisch unter 030 / 25 90 04 27.

elfter Januar 2022: „Showdown“ live
17ter bis 22ster Januar 2022: „Showdown AV“ als Video on Demand
Sophiensaele Berlin
Tanztage Berlin 2022

„Showdown“ von Judith Förster wird sowohl als Live-Performance auf Englisch mit deutscher Audiodeskription sowie vorheriger Tastführung gezeigt, als auch als Film in Zusammenarbeit mit Stella Horta.

Zum Stück

Inspiriert von Monique Wittigs „Le Corps Lesbien“ und Octavia Butlers Roman „Die Parabel vom Sämann“ stellt „Showdown“ episodisch die Begegnung und Koexistenz zweier Individuen vor. In einer fremden und zugleich provisorisch hoffnungsvollen Umgebung finden die beiden Tänzerinnen Nanna Stigsdatter Mathiassen und Judith Förster Gelegenheit zur Begegnung – vom formellen Händedruck bis zum Zusammenprall von Körpern. „Showdown“ nimmt Bezug auf die Welten des Neo-Western und des Survivalismus und lässt dabei die Grenzen zwischen Duett und Duell, Kollaboration und Sabotage verschwimmen.

Wann und wo?
Die Live-Performance findet statt am elften Januar 2022 im Festsaal-Foyer der
Sophiensaele
Sophienstraße 18
10 17 8 Berlin.
Beginn der Tastführung: 16 Uhr 45.
Beginn der Performance: 18 Uhr.

Preise und Karten
Tickets kosten 15, ermäßigt zehn Euro. Die Begleitung von Menschen mit Schwerbehinderung ist frei. Ihre Tickets bestellen und sich für die Tastführung anmelden können Sie bei Gina Jeske unter jeske@sophiensaele.com oder telefonisch unter 030 / 27 89 00 35.

Zum Film

Dieser filmische Avatar von Judith Försters Performance „Showdown“ erweitert als audiovisuelle Arbeit das Format des Screen Dance und Tanzdokumentarfilms. Auf der Suche nach den unterschiedlichen Möglichkeiten, Text und bewegte Bilder in Beziehung zu setzen, bietet „Showdown AV“ nicht-didaktische Einblicke in die Erzählwelten und Recherchen, die den Einstehungsprozess der Performance begleitet haben. Durch einen feinfühligen Schnitt in Ton und Video sowie intime Nahaufnahmen lädt der Film das Publikum ein, den eigenen Assoziationen zu folgen oder sich in die Bilder des Films hineinfallen zu lassen.

Wann und wo?
Zwischen dem 17ten und dem 22sten Januar 2022 online als Video on Demand mit deutscher Audiodeskription. Sie finden das Video hier: https://vimeo.com/497690886.

Preise und Karten
Der Abruf des Videos ist kostenfrei.

4ter, 7ter, 12ter, 15ter und 20ster Januar 2022, 19 Uhr 30
„The Shape of Trouble to Come“
Schauspiel Leipzig
Online-Stream

Das Schauspiel Leipzig streamt im Januar das Stück „The Shape of Trouble to Come“ der Gruppe Farn. collective um Sandra Hüller mit deutscher Audiodeskription.

Zum Stück

In „The Shape of Trouble to Come“ macht sich die Gruppe FARN.collective um Sandra Hüller auf die Suche nach einer möglichen Zukunft, in der sich die Menschen nicht mehr der Welt gegenüber positionieren, sondern sich als Teil von ihr begreifen.
Ausgehend von Texten der Philosophin Donna Haraway und der Science-Fiction-Autorin Ursula Kröber LeGuin fragt „The Shape of Trouble to Come“, wie es mit unserem Verhältnis zur Natur, zur Technologie und nicht zuletzt zu uns selbst steht. Science-Fiction ohne Raumschiffe und Laserkanonen – sondern als Vision einer Zukunft, die einen Ausweg aus den ökologischen und gesellschaftlichen Transformationen der Gegenwart bedeuten könnte, bevölkert von Mischwesen aus Mensch und Tier, von dichtenden Ameisen und komponierenden Topfpflanzen.

Wann und wo?
Am 7ten, 12ten, 15ten und 20sten Januar 2022 jeweils um 19 Uhr 30 online auf dem Streaming-Portal „Dringeblieben“ unter den folgenden Links:

7ter Januar: https://dringeblieben.de/videos/the-shape-of-trouble-to-come-mit-audiodeskription-2
12ter Januar: https://dringeblieben.de/videos/the-shape-of-trouble-to-come-mit-audiodeskription-3
15ter Januar: https://dringeblieben.de/videos/the-shape-of-trouble-to-come-mit-audiodeskription-4
20ster Januar: https://dringeblieben.de/videos/the-shape-of-trouble-to-come-mit-audiodeskription-5

zehnter bis 16ter Januar 2022
Clay AD: „Indication of Spring at the End of Time“
Sophiensaele Berlin
Tanztage Berlin 2022
Video on Demand mit englischer Audiodeskription

Im Rahmen der diesjährigen Tanztage zeigen die Sophiensaele den Film „Indication of Spring at the End of Time“ mit englischer Audiodeskription.

Zum Stück

In nicht allzu ferner Zukunft, im Januar des Jahres 2029, erblüht eine Narzisse. Sie lebt ein paar kurze Tage in einem Garten am Rande der Stadt, wo eine Gruppe von Menschen sie pflegt und wachsen lässt. Hier stirbt sie auch. „Indication of Spring at the End of Time“ fragt danach, warum es oft so schwierig ist, sich die nahe Zukunft vorzustellen. Das Stück, das im Rahmen der Tanztage Berlin 2022 als Filmfassung gezeigt wird, kehrt traditionelle Formen und gewohnte Moralvorstellungen des Geschichtenerzählens – in diesem Fall der Fabel – um. Dabei zeigt es einen nicht-menschlichen Umgang mit der Zeit sowie eine Praxis sich verändernder Wahrnehmung. Zwischen Tanzperformance und Lesung baut Clay AD eine Mikrowelt auf, die versucht, sich durch Tod und Trauer zu bewegen, und diese als eine Notwendigkeit im emotionalen Prozess des gegenwärtigen Zusammenlebens auf unserem Planeten sieht.

Wann und wo?
Zwischen dem zehnten und dem 16ten Januar 2022 online als Video on Demand. Sie finden das Video hier: https://vimeo.com/663012142.

Preise und Karten
Der Abruf des Videos ist kostenfrei.

zehnter bis 16ter Januar 2022
James Batchelor & Collaborators: „Hyperspace“
Sophiensaele Berlin
Tanztage Berlin 2022
Video on Demand und Workshop

Im Rahmen der Tanztage zeigen die Sophiensaele „Hyperspace“ des Choreographen James Batchelor als Video on Demand mit deutscher Audiodeskription. Außerdem gibt es am 16ten Januar einen kostenlosen Workshop zum Thema, der speziell für blinde und sehbehinderte Menschen konzipiert wurde. Anmeldungen sind bis zum zehnten Januar möglich.

Zum Stück

Eine Expedition zu den sub-antarktischen Inseln war der kreative Auslöser für die Performance „Hyperspace“. Das Solo, das hier als Videoarbeit präsentiert wird, ist eine Untersuchung der Metriken, die wir zur Messung des Unbekannten verwenden, vom menschlichen Körper bis zum Kosmos. Es schlägt eine Betrachtung des menschlichen Körpers vor, die durch das Prisma der Kosmologie wahrgenommen wird – eine Kartographie des Universums in ihm und um ihn herum. In „Hyperspace“ biegt und streckt sich das fleischige Material des Körpers und ordnet sich als außerirdische Transmutation neu an, die gewaltig und mikroskopisch zugleich erscheint. James Batchelor (re)kartographiert die inneren und äußeren Landschaften des Körpers und lädt durch einen Prozess der neugierigen Selbstentdeckung zu einem kritischen Blick auf Männlichkeit ein.

Zum Workshop

Im Workshop „Terrain Körper: eine haptische Forschungsreise“ stellt der australische Choreograph James Batchelor eine Bewegungspraxis vor, die ursprünglich als Teil des Schaffensprozesses zur Performance „Hyperspace“ entwickelt wurde. Seit seiner Teilnahme an einer Expedition zu den sub-antarktischen Heard- und McDonald-Inseln im Jahr 2016 stellt James Batchelor die Frage, wie der Körper das Unbekannte wahrnimmt, misst und kartiert. Die Praxis schlägt eine Methode vor, um den eigenen Körper als unbekanntes Terrain zu kartieren, indem wir den Maßstab auf mikroskopische Details herunterbrechen. Da der Tastsinn bei dieser Erkundung im Vordergrund steht, entwickeln die Teilnehmer*innen im Rahmen dieser Methode eine besondere Aufmerksamkeit für Textur, Oberfläche und Volumen als Mittel zur Beschreibung des Körpers.

Der Workshop wurde mit besonderem Fokus auf die Barrierefreiheit für blinde und sehbehinderte Menschen konzipiert, ist aber offen für alle. Er wird auf Englisch angeleitet und bei Bedarf live ins Deutsche übersetzt. Teil des Workshops ist eine Übung, in der die Teilnehmenden in gegenseitigem Einverständnis ihre Hände berühren. Tänzerische Vorerfahrung ist nicht nötig.

Preise und Karten
Tickets kosten zehn Euro. Die können sie unter oben stehenden Links für das jeweilige Datum bestellen.

Wann und wo?
Das Video wird zwischen dem zehnten und dem 16ten Januar 2022 als Video on Demand online gezeigt. Sie finden das Video hier: https://vimeo.com/662951810.
Der Workshop findet statt am 16ten Januar 2022 ab 15 Uhr im Festsaalfoyer der

Sophiensaele
Sophienstraße 18
10 17 8 Berlin.

Preise und Karten
Sowohl der Abruf des Videos als auch der Workshop sind kostenfrei. Für den Workshop ist bis zum zehnten Januar eine Anmeldung erforderlich unter ticketing@sophiensaele.com oder telefonisch unter 030 / 27 89 00 45.

zwölfter Januar 2022, ab 18 Uhr 30
Doppelvorstellung „Non-playable Character“ und „La Cosa Piel“
Sophiensaele Berlin
Tanztage Berlin 2022

in Zusammenarbeit mit dem Berliner Spielplan Audiodeskription

Im Rahmen der diesjährigen Tanztage Berlin zeigen die Sophiensaele zwei Tanz-Stücke mit Audiodeskription in einer Doppel-Vorstellung: „Non-playable Character“ von Julia Plawgo sowie „La Cosa Piel“ von Juan Pablo Cámara. Beide Stücke dauern jeweils ca. 45 Minuten. Vor der Doppel-Vorstellung wird es eine Tastführung geben.

Zu den Stücken

„Non-playable Character“ von Julia Plawko erkundet die Erfahrungsgrenzen und kognitiven Dissonanzen des Lebens im digitalen Raum. Ein Körper, ein Hybrid zwischen Mensch, KI und Computerspiel-Figur, bewegt sich durch den Cyberspace. Scheinbar schlaflos, nie krank oder hungrig, sich selbst konstant optimierend und hochgradig anpassungsfähig, lerrnt dieser die eigene Welt kennen. Genau wie in Videospielen dehnt sich sein Universum aus, während sich der Körper durch dieses hindurchbewegt. In eben dieser Endlosigkeit liegt subversives Potential: Während wir versuchen, uns in einer digitalen Welt zurechtzufinden, scheinen wir Einfluss auf die Formen nehmen zu können, die vor unseren Augen entstehen. „Non-playable Character“ ist der Versuch, die Erfahrung körperlos im Cyberspace zu leben, auf den lebenden Körper zu übertragen. Und zugleich das Verlangen nach digitalen Utopien, die in diesen Zeiten dringend gebraucht werden.

Ausgehend von den Manierismen lateinamerikanischer Telenovelas untersucht „La Cosa Piel“ die Hyper-Emotionalität und das Groteske, um – in zunehmend entfremdeten Zeiten – die Theatralität, Repräsentation und Konstruktion des Selbst unter die Lupe zu nehmen. Gemeinsam mit dem Komponisten Moro sucht Juan Pablo Cámara nach zerbrechlichen Momenten in einer hyper-konstruierten Umgebung, um Gefühle von Intimität und Entfremdung zu erzeugen. Mit dem Konstrukt der „Drama Queen“ als Ausgangspunkt performt Juan Pablo Cámara ein Mash-Up von Verkörperungen und Texten, die versuchen, Erzählungen des Selbst zu erweitern und neu zu erfinden, während sie an den Grenzen von Performativität und Repräsentation navigieren.

Wann und wo?
Am zwölften Januar 2022 in den
Sophiensaelen
Sophienstraße 18
10 17 8 Berlin.

Beginn der Tastführung: 18 Uhr 30.
Beginn der Vorstellung: 20 Uhr.

Preise und Karten
Tickets kosten 15, ermäßigt zehn Euro. Die Begleitpersonen von Menschen mit dem Merkzeichen „B“ im Schwerbehindertenausweis sind frei.
Sich für die Tastführung anmelden und auch Ihre Tickets reservieren können Sie bei Gina Jeske unter jeske@sophiensaele.com oder telefonisch unter 030 / 27 89 00 35.