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Theaterbeirat

Mit dem Theaterbeirat hat der Berliner Spielplan Audiodeskription ein neues Gremium ins Leben gerufen mit dem Ziel, Audiodeskription über die Laufzeit des Projekts Berliner Spielplan Audiodeskription hinaus an den Berliner Theatern fest zu etablieren. Lesen Sie nachfolgend das Konzept unseres Theaterbeirats.

Konzept: Theaterbeirat des Berliner Spielplan Audiodeskription

Was ist der Theaterbeirat?

Der Theaterbeirat ermöglicht eine selbstbestimmte und aktive Beratungstätigkeit durch blinde und sehbehinderte Theaterinteressierte im Bereich Audiodeskription. Er ist der Ansprechpartner für die Berliner Theater, die Audiodeskription für ein blindes und sehbehindertes Publikum anbieten. Als feste Gruppe stehen die Mitglieder im engen Austausch mit den Häusern, diskutieren die Bedürfnisse der blinden und sehbehinderten Zielgruppe im Theaterkontext, bieten Workshops zur Sensibilisierung und Beratung der Theaterschaffenden an und arbeiten sich in deren Problemlagen ein. Der Theaterbeirat entsteht aus der Initiative und Expertise des Projekts Berliner Spielplan Audiodeskription von Förderband e.V. Die primäre Zielgruppe sind zunächst die Theater, die bereits Erfahrungen mit Audiodeskription gesammelt haben: Berliner Ensemble, Deutsches Theater Berlin, Deutsche Oper Berlin, Friedrichstadt-Palast Berlin und Theater an der Parkaue.

Der Theaterbeirat wird in der Gründungsphase von einem Jahr durch die Herbert-Funke-Stiftung und die Lottostiftung Berlin finanziert.

Motivation

Die Beratung durch blinde und sehbehinderte Theaterinteressierte innerhalb eines festen Gremiums sorgt dafür, dass die Interessen von blinden und sehbehinderten Zuschauerinnen und Zuschauern kontinuierlich an den Berliner Theatern vertreten sind.

Um Audiodeskription in Berlin weiterhin anbieten zu können, braucht es den nachhaltigen Kontakt zwischen den Bühnen und der seheingeschränkten Zielgruppe. Die Theater benötigen mehr Wissen im Umgang mit diesem speziellen Publikum. Blinde und sehbehinderte Menschen haben ihrerseits mangels bisheriger Angebote wenige Anknüpfungspunkte mit den Theatern und ihren Praktiken. Die Theaterhäuser, die bislang mit dem Berliner Spielplan Audiodeskription zusammengearbeitet haben, sind sensibilisiert und motiviert, auch nach Abschluss des Projekts Audiodeskription anzubieten.

Aufgaben

Der Beirat formiert sich über den Projektzeitraum eines Jahres ab Juni 2022. Ein Treffen der Mitglieder findet einmal, bei Bedarf zweimal monatlich statt. Innerhalb dieser Treffen soll ein fortlaufender Austausch zwischen den Mitgliedern des Beirats und den Theatern stattfinden. Unter anderem bietet der Theaterbeirat Workshops an, in denen die Bedürfnisse des blinden und sehbehinderten Publikums an Theatermitarbeiterinnen und -mitarbeiter vermittelt wird. Die Inhalte der Workshopveranstaltungen werden in Zusammenarbeit zwischen Beirat und Theatern näher bestimmt.

Folgende grundlegende Inhalte könnten sich aus der Erfahrung des „Berliner Spielplan Audiodeskription“ heraus ergeben: Sensibilisierung für analoge und digitale Barrierefreiheit, welche Stücke für Audiodeskription geeignet sind, Publikumsansprache und Qualitätsprüfung. Die Workshops werden ab September 2022 im regelmäßigen Abstand stattfinden und von Expertinnen und Experten im jeweiligen Themenbereich abgehalten. Der Theaterbeirat recherchiert und beauftragt die Workshop-Leiterinnen und -Leiter.

Um diese Selbstbildung zu unterstützen, werden externe Gäste aus den Theatern oder je nach gewähltem Thema fachlich spezifische Expertinnen und Experten dazu gebeten, die die Diskussion des Beirates professionell zu unterstützen. Dadurch bleibt der Beirat über die Workshop-Events hinaus mit den Theatermacherinnen und Theatermachern im Gespräch.

Kontakt

Lavinia Knop-Walling: knop@theaterhoeren-berlin.de
Monika Seeling-Entrich: seeling-entrich@gmx.de

Stand Juni 2022