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Kategorie: Interviews

Interviews mit relevanten Persönlichkeiten im Bereich theater oder Audiodeskription

Interview mit Gina Pietsch: „Ich nehme mich überhaupt nicht mehr zurück beim Brecht“

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„Mit Brecht ist es wie mit meinem Lieblingsparfüm: Kommt eine neue gute Sorte auf den Markt, probier ich sie aus und lande am nächsten Tag wieder bei meiner.“ (Gina Pietsch, „Mein Dörfchen Welt“) Im sechsten Theaterclub des Berliner Spielplan Audiodeskription sprechen wir über „Mutter Courage und ihre Kinder“ und insbesondere über die Audiodeskription. Dazu haben wir einen ganz besonderen Gast eingeladen: die Sängerin und Schauspielerin Gina Pietsch. Bekannt ist sie durch ihre zahlreichen Brecht-Abende. Fünfunddreißig davon hat sie bereits ausgerichtet und im Dezember letzten Jahres hat sie die Audiodeskription für „Mutter Courage“ eingesprochen. Im Folgenden könnt ihr eine bearbeitete Variante…

Wenn es erstmal im Kopf ist, ist alles andere machbar

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Kreativ tätig sein und für andere etwas zu tun – das bedeutet Audiodeskription für Jutta Polić. Als Audiodeskriptorin des Berliner Spielplan Audiodeskription ist die diplomierte Sozialpädagogin und Kulturmanagerin seit Sommer 2019 tätig. Alle unsere AudiodeskriptorInnen haben einen persönlichen Zugang zur Kunst des Beschreibens gefunden. In einem Interview berichtet Jutta von ihren Erfahrungen. Lavinia: Wie sieht dein Alltag in Corona-Zeiten aus? Jutta: Im Dezember war ich noch mit der Audiodeskription für „Gespenster“ beschäftigt und für „Mutter Courage“. Der Januar ist zuerst langsam angegangen. Dann habe ich mit zwei Bildenden Künstler*innen einen Antrag für ein Kulturelles Bildungsprojekt konzipiert und beantragt und habe…

Tanz und Audiodeskription: Wie beschreibt man das Unsichtbare?

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Tanz und Bewegungen auf einer Bühne bleibt für ein blindes Publikum unsichtbar, für ein sehbehindertes unvollständig. Im fünften digitalen Theaterclub sprechen wir mit der Audiodeskriptorin, Choreografin und Performerin Xenia Taniko über die „(Un)Möglichkeit“, etwas so visuell und symbolisch geladenes wie Tanz in Sprache zu übersetzen. Im Folgenden könnt ihr das gekürzte Interview lesen. Lavinia: Wie bist du von einer Performerin zu einer Audiodeskriptorin geworden? Xenia: Ich habe Anfang 2019 einen Workshop mit dem Choreographen Jess Curtis gemacht. Er arbeitet hier in Berlin und in San Francisco und hat einen Workshop angeboten, indem er über zwei Tage hinweg, PerformerInnen in die…

„Wir versuchen, mit Sprache ein Bild in euren Köpfen entstehen zu lassen.“

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Audiodeskription ist eine Art Übersetzung. So zumindest beschreibt es die Audiodeskriptorin Charlotte Miggel. Als Lektorin und Übersetzerin ist es ihr besonders wichtig, Bilder so in Sprache zu übersetzen, dass ein blindes und sehbehindertes Publikum einem Theaterstück gut folgen kann. Seit 2019 verfasst sie Audiodeskriptionen unter anderem für den „Berliner Spielplan Audiodeskription“ und war z.B. in Stücken wie „Don Quijote“ zu hören. Lavinia: Was war denn beruflich gesehen deine größte Herausforderung seit dem Lockdown? Charlotte: Ich habe den ganzen November nur Audiodeskription für Filme gemacht. Theaterprojekte sind zwar geplant, aber da stecken sie noch in den Vorbereitungen, sodass es noch keine…

Audiodeskription lohnt sich immer: Interview mit Dramaturg Justus Rothlaender Teil 2

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Ein Theaterstück mit Bildern zum Hören wird demnächst im Theater an der Parkaue aufgeführt. Im zweiten Teil unseres Interviews mit dem Dramaturgen Justus Rothlaender sprechen wir über das Stück „Pythonparfum und Pralinen aus Pirgendwo“. Das Stück wird voraussichtlich am 20. Dezember mit Audiodeskription gezeigt. LAVINIA: Hast du schon einmal ein Stück mit Audiodeskription mitbekommen? JUSTUS: Tatsächlich nur in der Audiodeskriptionsschulung im September 20202019. Wir haben mit kleinen Fragmenten gearbeitet und haben ausprobiert: Wie lassen sich bestimmte Szenen und Sequenzen beschreiben? Dann sind wir quer durch alle Genres gegangen, von der Oper, über das Ballett bis hin zum Sprechtheater. LAVINIA: Warum…

Inklusion am Theater an der Parkaue im Lockdown: Interview Dramaturg Justus Rothlaender Teil 1

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Wieder einmal geschlossene Türen im Theater. Leider bedeutet das in vielen Fällen, dass selbst an Theatern, die bereits die Wiedereröffnung planen, Inklusion oftmals in den Hintergrund rückt. Justus Rothlaender (Dramaturg am Theater an der Parkaue) berichtet in einem Interview von der momentanen Situation und was sein Haus in Sachen Barrierefreiheit geplant hat. LAVINIA: Was wäre deine größte Sorge, wenn das mit Corona erstmal so weiter geht und die Theater geschlossen bleiben müssten? JUSTUS: Es fühlt sich wie eine Bedrohung an. Man muss sagen, dass die freie Szene, die in Berlin ganz maßgeblich für eine kulturelle Bandbreite sorgt, sehr divers aufgestellt…

Der Ton macht die Musik – auch bei Audiodeskription

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Auch bei Audiodeskription spielt der Ton eine wichtige Rolle. In einem Interview verrät Felix Koch, freier Musiker und Kulturarbeiter, was Musik und Audiodeskription gemeinsam haben. Als Audiodeskriptor für den BSA hat er unter anderem an der Beschreibung der Oper „Jenufa“ mitgeschrieben. LAVINIA: Wie bist du eigentlich zum Theater gekommen? FELIX: Das ist auch eine relativ komplizierte Geschichte, weil ich nach Berlin gekommen bin, um Sozial- und Kulturanthropologie und Geschichte an der FU Berlin zu studieren. Der zweite Grund nach Berlin zu ziehen, war für mich die große experimentelle Musikszene. Neben dem Studium habe ich relativ viel Musik gemacht, aber eher…

Was ist die richtige Sprache in einer Audiodeskription?

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Audiodeskription ist mehr als nur ein Service, mehr als ein Kommentar zu einem Theaterstück oder Kinofilm: Audiodeskription ist eine Kunst mit besonderen Herausforderungen. Darüber sprechen wir am 23. Mai 2020 im zweiten Theaterclub des Berliner Spielplan Audiodeskription. Zu Gast ist diesmal die Audiodeskriptorin Maila Giesder-Pempelforth. Die ausgebildete Schauspielerin spricht seit 2013 Live-Beschreibungen für ein blindes und sehbehindertes Theaterpublikum, unter anderem für das Schauspiel Leipzig. In diesem Interview geht es um die Inszenierung von Peer Gynt von Henrik Ibsen unter der Regie von Philipp Preuss. Im Verlauf des Interviews und später in der Fragerunde schneiden wir Punkte an, die für die…

„Theater lebt davon, dass man im Raum sitzt“: Interview mit Kinoblindgängerin

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Leere Theaterbühnen und ein Rauschen auf der ansonsten farbenfrohen Kinoleinwand. Das ist eine Tatsache, die Kulturliebhaber wie die Kinoblindgängerin Barbara Fickert besonders hart trifft. Wie sie als blinde Bloggerin und Autorin für Audiodeskription die Situation erlebt, verrät sie in einem Interview. Über Barbara Fickert Barbara Fickert ist eine blinde Filmkritikerin. Als Kinoblindgängerin betreibt sie unter anderem einen Blog, auf dem sie regelmäßig Rezensionen zu Filmen mit Audiodeskription schreibt. Mehr über Barbara und ihre Arbeit erfahrt ihr auf ihrer Seite Blindgaengerin.com. Interview mit Barbara Fickert Lavinia: Wie geht es dir gerade persönlich? Barbara: Ich habe überhaupt keinen Grund zu meckern. Mein…

„Wir sind verstummt“: Interview mit Audiodeskriptorin Anke Nicolai

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Konzerte, Theaterstücke, Lesungen und viele weitere kreative Ideen werden wegen des Kontaktverbots zurzeit im Internet realisiert. In den wenigsten Fällen wird dabei an Barrierefreiheit gedacht. Wie geht es weiter mit Audiodeskription im Theater, wenn die großen und kleinen Spielstätten geschlossen sind? Über die prekäre Situation von Live-Beschreibungen und BeschreiberInnen habe ich mich mit der Audiodeskriptorin Anke Nicolai unterhalten. Über Anke Nicolai Anke Nicolai ist seit 1997 Hörfilm-Autorin, Redakteurin, Tonregisseurin für Audiodeskriptionen in Kino und Fernsehen sowie Live-Beschreiberin im theater. Für ihre Audiodeskriptionen für Film und Fernsehen wurde sie bereits mehrmals mit dem Deutschen Hörfilmpreis ausgezeichnet. Darunter waren Filme wie „DiePäpstin“…