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Theater zum Hören – Spielplan

Hier finden Sie die kommenden Stücke des Berliner Spielplan Audiodeskription sowie Empfehlungen für Bühnenkunst mit Live-Audiodeskription in Berlin und im deutschsprachigen Raum.
Für eine akustische Information können Sie auch die Spielplan-Ansage unter der Telefonnummer 030 27 90 87 76 abfragen.


Veranstaltungen des Berliner Spielplan Audiodeskription

28ster November 2021, 18 Uhr
Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“
Theaterstück mit Audiodeskription
Berliner Ensemble

im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Wir haben Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“ für Sie mit Audiodeskription ausgestattet. Gezeigt wird sie im Berliner Ensemble – dem Theater Bertolt Brechts. Genießen Sie das berühmte Stück mit der Musik von Kurt Weill in der Inszenierung von Barrie Kosky.

Zum Stück

Mit ihren legendären Songs und einer ebenso unverschämt wie klug im Hinblick auf Sozialkritik umgearbeiteten, im Kern trivialen Geschichte um Liebe, Verrat, Geschäft und Moral wurde die im Jahr 1928 im Theater am Schiffbauerdamm – dem heutigen Berliner Ensemble – uraufgeführte „Dreigroschenoper“ über Nacht zu einem weltweiten Überraschungshit.

„Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“, lauten die berühmten Zeilen – doch wer im Wohlstand lebt, lebt zwar angenehm, ist aber noch lange nicht gut. So haben Mackie Messer, Peachum und Co. notgedrungen vor allem ihren eigenen materiellen Vorteil im Blick und betreiben einen erheblichen theatralen Aufwand, um ihn ohne Skrupel durchzusetzen und gleichzeitig genau das zu verschleiern oder sogar zu beschönigen. Denn wer wäre nicht gern gut?

Wann und wo?
Am 28sten November 2021 um 18 Uhr im
Berliner Ensemble
Bertolt-Brecht-Platz 1
10 11 7 Berlin.

Preise und Karten
Die Tickets der Preiskategorie 1 kosten regulär 48 Euro, mit Schwerbehindertenausweis aber bekommen sowohl Sie, als auch Ihre Begleitung 50 Prozent Ermäßigung.
Ihre Tickets können Sie buchen unter theaterkasse@berliner-ensemble.de oder telefonisch unter 030 / 28 40 81 55.

seit dem elften Dezember 2020 auf unbestimmte Zeit
Video on Demand mit Audiodeskription
„It’s all forgotten now“ von der Company Christoph Winkler

in Zusammenarbeit mit dem Berliner Spielplan Audiodeskription

Anstelle der Vorstellungen in den Sophiensaelen wird eine Film-Aufnahme der Performance „It’s all forgotten now“ von der Company Christoph Winkler als Video on Demand mit Audiodeskription online zur Verfügung gestellt. Die Audiodeskription findet in deutscher Sprache statt und wird durchgeführt von Xenia Taniko in Kooperation mit mapping dance berlin, Teil des Projektes Attention Dance II.

Zum Stück

Tanz trifft Musik, Film, Video und Spoken Word: Eine performative Hommage an Mark Fisher.
Der britische Kulturwissenschaftler und Pop-Theoretiker Mark Fisher prägte mit seinem legendären Blog „K-Punk“ eine ganze Generation von pop-affinen Kapitalismus-Kritiker*innen. In seinen Texten über wenig bekannte Musik, zeitgenössische Filme und Bücher attestierte er der Gesellschaft ein kulturelles Erschöpfungs-Syndrom und kritisierte die weit verbreitete Auffassung, es gäbe keine Alternative mehr zur kapitalistischen Realität: Das Ende der Welt kann man sich vorstellen, das Ende des Kapitalismus nicht?

Knapp drei Jahre nach Mark Fishers Suizid im Jahr 2017 nähert sich die Company Christoph Winkler einigen Konzepten seiner Theorie an, die sich nicht nur politisch, sondern auch ästhetisch ausdrücken: Beispielsweise die „Hauntology“, also Ideen und Theorien, die die Gegenwart wie Geister aus der Vergangenheit heimsuchen, oder „The Weird & the Eerie“ – das Seltsame, das jedoch nicht mit dem Schrecklichen zu verwechseln ist.

Mit einem performativen Mixtape aus Musik, Film, Tanz, Video und Spoken-Word-Texten, unter anderem von Mark Fisher selbst, schafft die Kompagnie eine Hommage an einen der größten popkulturellen Gegenwarts-Diagnostiker unserer Zeit.

Wann?
Das Video ist seit dem elften Dezember 2020 um 18 Uhr verfügbar.

Wo?
Unter https://vimeopro.com/sophiensaele/onlinespielplan/video/489946619.

Preise und Karten
Der Abruf des Videos ist kostenfrei.

Audiodeskription anderswo

21ster Oktober 2021, 20 Uhr
„Vertigo“
Theaterstück mit Audiodeskription
Theater Thikwa, Berlin-Kreuzberg

Das inklusive Theater Thikwa in Berlin-Kreuzberg zeigt im Oktober das Stück „Vertigo“, das Anfang des Jahres bereits im Online-Stream lief, live und mit Audiodeskription.

Zum Stück

Es ist nicht einfach, in einem Körper zu stecken, der Ja sagt, aber gleichzeitig auch Vielleicht. Vertigo heißt Schwindel – das unsichere Terrain, auf dem man herumschliddert, wenn man sich zu anderen in Beziehung setzen soll. In „Vertigo“ beschreiben Menschen, denen man unterstellt, Autisten zu sein, sich und ihre Äußerungsmöglichkeiten.
Eine Untersuchung der Innenräume und ihrer Peripherie, gerne mit einem Rap zwischendurch, mit Tanz und Beat-Boxing oder einem Manga-Superhelden.
Mythos Autismus: Während SIE gucken, was bei uns nicht stimmt, gucken wir, was bei DENEN anders ist. Ein ernsthaft leichtes Break-Beat-Oratorium des Daseins.

Wann und wo?
Am 21sten Oktober 2021 um 20 Uhr im
Theater Thikwa
Fidicinstraße 40
10 96 5 Berlin.

Preise und Karten
Tickets kosten 16 Euro, ermäßigt zehn Euro zuzüglich Vorverkaufs-Gebühr. Ihre Tickets bestellen können Sie hier: https://thikwa.reservix.de/p/reservix/event/1718370.

24ster Oktober 2021, ab 19 Uhr 30
„Der Gott des Gemetzels“ von Yasmina Reza
Schauspiel Leipzig
Theaterstück mit Audiodeskription

Das Schauspiel Leipzig zeigt das erfolgreiche Kammerspiel „Der Gott des Gemetzels“ von Yasmina Reza.

Zum Stück

Zwei Paare wollen nur kurz reden, über ihre Jungs. Zwischen den Kindern ist etwas passiert – nichts Schlimmes irgendwie, das kann man mit wenigen Worten zwischen Eltern aus der Welt schaffen. Doch es kommt ganz anders.
„Hinreißend, die Tulpen“: Aus diesem vermeintlich harmlosen Satz entwickelt Yasmina Reza in „Der Gott des Gemetzels“ Schritt für Schritt eine Zimmerschlacht, die nicht nur ein ausgesucht geschmackvolles Wohnzimmer in Trümmer legt. Selten zuvor hat jemand ein Aufeinandertreffen zweier Elternpaare so sensationell komisch beschrieben: Dass der Lack der Zivilisation manchmal dünn ist, ist bekannt – aber wie Yasmina Reza diesen Lack Schicht für Schicht quasi in unser aller Nachbarschaft abplatzen lässt, ist maximal unterhaltsam.

Wann und wo?
Am 24sten Oktober 2021 um 19 Uhr 30 im
Schauspiel Leipzig
Bosestraße 1
04 10 9 Leipzig.

Preise und Karten
Die Tickets kosten je nach Kategorie zwischen elf und 28 Euro. Für die Audiodeskription ist eine Anmeldung beim Besucherservice erforderlich. Dort können Sie auch Ihre Karten reservieren. Sie erreichen den Besucherservice per E-Mail unter besucherservice@schauspiel-leipzig.de oder telefonisch unter 0341 / 12 68 16 8.

27ster Oktober 2021, ab 9 Uhr 15
„¡ver-rückt! Versuche zu Chaos, Fliegen und Maschinen“
Schaubude Berlin
Kinder-Theaterstück mit offener Audiodeskription
und vorheriger Tastführung

Diese Eigenproduktion der Schaubude Berlin wird empfohlen für Kinder ab vier Jahren. Das Objekt- und Material-Theater mit Sound-Collagen eignet sich für Menschen ohne deutsche Sprachkenntnisse.

Zum Stück

Ich träume von dieser Maschine, die besteht aus vielen kleinen Teilen, die miteinander funktionieren. Gibt es einen Bauplan für Insekten? Sind Insekten auch Maschinen? Wie viele Teile entstehen, wenn etwas kaputtgeht? Kann ich aus kaputten Dingen etwas neu erfinden?
Mit wenig Sprache, wandelbaren Materialien, bewegten Bildern, Live-Zeichnungen und Sounds untersuchen zwei Performer*innen das ver-rückte Chaos der Insekten-Welt.

Wann und wo?
Am 27sten Oktober 2021 in der
Schaubude Berlin
Greifswalder Straße 81 bis 84
10 40 5 Berlin.
Beginn der Tastführung: 9 Uhr 15.
Beginn des Stücks: 10 Uhr.

Preise und Karten
Tickets kosten für Erwachsene neun Euro, ermäßigt acht Euro. Tickets für Kinder kosten 6 Euro 50.
Für die Tastführung ist eine Anmeldung erforderlich. Sich anmelden und auch Ihre Tickets reservieren können Sie unter ticket@schaubude.berlin oder telefonisch unter 030 / 42 34 31 4.

6ster November 2021, 19 Uhr 30
„Allee der Kosmonauten“ von Sasha Waltz
euro scene Leipzig – Schauspielhaus
Tanzstück mit Audiodeskription und vorheriger Tastführung

euro-scene Leipzig ist ein jährlich stattfindendes Festival des zeitgenössischen europäischen Theaters und Tanzes. In diesem Jahr hat die Tänzerin und Choreographin Sasha Waltz ihr allererstes Gastspiel in Leipzig. Anlässlich dessen wurde ihr berühmtes Tanzstück „Allee der Kosmonauten“ mit Audiodeskription ausgestattet.

Zum Stück

Mit der Uraufführung von „Allee der Kosmonauten“ wurden September 1996 die Sophiensaele in Berlin eröffnet. Seither gilt das choreographische Konzept als legendär und hatte weltweit über 150 Vorstellungen.

Mittelpunkt des Geschehens ist die Wohnzimmer-Couch einer Plattenbau-Wohnung in Berlin-Marzahn. Gefühle und Bewegungs-Impulse einer Drei-Generationen-Familie stauen sich hier in prekärer Nähe, können nur entweder in Lethargie begraben oder dem Rückkopplungs-Effekt ihrer beengten Wohnsituation ausgesetzt werden. Die choreographische Auseinandersetzung mit diesem Aufeinander-Hocken und Aneinander-Geraten entspinnt Lösungen und entwickelt aus dem Fehlen von Zärtlichkeit eine unbehagliche Komik.

„Allee der Kosmonauten“ gehört zu einer Reihe früher Projekte von Sasha Waltz, die Bewegungswelten des Alltags als tänzerischen Interpretationsraum ergründen. Entstanden an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter, erzählt das Stück von der Ära eines Zusammenlebens ohne Hintertüre und hat im Jahr 2021 eine überraschende Aktualität.

Wann und wo?
Am 6ten November 2021 im
Schauspielhaus Leipzig
Bosestraße 1
04 10 9 Leipzig.

Die Vorstellung beginnt um 19 Uhr 30. Die Startzeit der Tastführung wird noch bekanntgegeben.

Preise und Karten
Tickets kosten je nach Kategorie zwischen 22 und 30 Euro, ermäßigt zwischen elf und 15 Euro. Ihre Tickets reservieren können Sie bei Frau Jana Wetzlich unter jana.wetzlich@euro-scene.de oder telefonisch unter 0341 / 21 71 64 9.

noch bis zum 15ten Dezember 2021
„Tanz vom Tod“ – Tanzfilm
Video on Demand mit Audiodeskription

Auch jetzt noch können Sie Theater-Produktionen mit Audiodeskription von zuhause aus genießen. Der Tanzfilm „Tanz vom Tod“ mit Audiodeskription ist auf dem Streaming-Portal „Dringeblieben“ abrufbar.

Zum Stück

Der Tod ist im letzten Jahr nicht nur in Zahlen, Statistiken und Bildern näher an uns herangerückt. Er hat sich auch durch Befürchtungen, Ängste und ethische Konflikte gezeigt. Durch die Pandemie hat er einen festen Platz in unserem Alltagsleben erhalten. Unser Leben hat sich verlangsamt; eine Besinnung und Konzentration auf das Wesentliche ist spürbar. Diese Allgegenwart des Todes drückt sich nicht zwangsläufig in einem immerwährenden Schatten aus, in einer Bedrohung oder Gefahr. Sie führt uns, ähnlich wie die Geburt eines Kindes, die Unumstößlichkeit der von der Natur geschriebenen Gesetze vor Augen. So verbreitet die Nähe des Todes immer auch eine Gewissheit des Lebens.

Unter einer Gesamtregie von Saskia Oidtmann entwickeln zehn Tanz-Künstler*innen ihre eigenen Choreographien. So entstanden in enger Zusammenarbeit mit der Kamerafrau Nora Wetzel und dem Komponisten Simon Bauer zehn unterschiedliche Soli, die sich zu einem „Album“ von ca. 70 Minuten zusammenfügen.

Wann und wo?
Noch bis zum 15ten Dezember 2021 online. Zum Video on Demand geht es hier: https://dringeblieben.de/videos/tanz-vom-tod-ein-tanzfilm-in-zehn-teilen-mit-audiodeskriptio-1.

Preise und Karten
Tickets kosten zwischen 8 und 18 Euro. Den Zugangscode zum Video können Sie hier erwerben: https://dringeblieben.de/videos/tanz-vom-tod-ein-tanzfilm-in-zehn-teilen-mit-audiodeskriptio-1.