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Spielplan

Hier finden Sie die kommenden Stücke des Berliner Spielplan Audiodeskription.
Für eine akustische Information können Sie auch die Spielplan-Ansage unter der Telefonnummer 030 / 27 90 87 76 abfragen.

Der Berliner Spielplan Audiodeskription bedankt sich sehr herzlich bei: „Ohrsicht Radio – Der Klang der Inklusion“ für die Kooperation. Live Stream unter ohrsicht-radio.de

Veranstaltungen mit Audiodeskription

 

Kalendarische Übersicht der Veranstaltungen

 
12.07.26 um 19 Uhr „Cabaret“ Das Berlin-Musical
26.07.26 um 18 Uhr 30, Tastführung 17 Uhr 30, „V A S T A“ – Lina Gomez
31.07.2026 um 19 Uhr, Tastführung 18 Uhr 30, „Mille et Une Nuits“ – Performative Oper von Sorour Darabi
01.08.2026 um 19 Uhr, Tastführung 18 Uhr, „Adorno“ – Performance von Alice Ripoll
12.08.26 um 16 Uhr 30 Musical-Ausflug zu „Cabaret“ mit Programm
03.09.26 um 19 Uhr 30,Tastführung 18 Uhr, „Richard III.“ von William Shakespeare
04.09.26 um 19 Uhr 30,Tastführung 17 Uhr 30, „BLINDED by DELIGHT“
05.09.26 um 15 Uhr 30,Tastführung 13 Uhr 30, „BLINDED by DELIGHT“
06.09.26 um 18 Uhr „Was ihr wollt“ von William Shakespeare
27.09.26 um 16 Uhr, Tastführung 14 Uhr 30, „Das Spiel“ von Rachel Rosen
27.09.26 um 17 Uhr, Tastführung 16 Uhr 30 «Happy Birthday, Charly!»- Eine Drumcom mit Schlagwerk Voermans
30.09.26 um 18 Uhr 30 „Putsch – Anleitung zur Zerstörung einer Demokratie“ von Alistair Beaton & Dietmar Jacobs
03.10.26 um 19 Uhr 30 „Linie 1“ von Volker Ludwig
11.10.26 um 16 Uhr  „Putsch – Anleitung zur Zerstörung einer Demokratie“ von Alistair Beaton & Dietmar Jacobs

Veranstaltungen des Berliner Spielplan Audiodeskription

12.07.26 um 19 Uhr und 12.08.26 um 20 Uhr „Cabaret“ Das Berlin-Musical

 
TIPI AM KANZLERAMT
Große Querallee
10557 Berlin
 

Karten und Preise

Karten kosten zwischen 25€ und 69,90€. Begleitpersonen haben freien Eintritt. Bestellung telefonisch  unter 030 / 390 665 50
oder per E-Mail unter

 

Zum Stück „Cabaret“

Es ist das Berlin im trunkenen Taumel der Zwanzigerjahre, in dem das vergnügungssüchtige Nachtclubgirl Sally ihr berühmtes „Life is a Cabaret“ schmettert. Ihr Zuhause – ein schmuddeliges Zimmer am Nollendorfplatz. Ihre Welt: der nächtlich glitzernde Kosmos des Cabarets. Ihr unbändiger Wunsch: geliebt und berühmt zu werden. Für herannahenden Faschismus und Untergangsstimmung ist da kein Platz.

Auf der Suche nach spannendem Stoff für einen Roman kommt der amerikanische Schriftsteller Clifford Bradshaw im Jahr 1929 nach Berlin. Er mietet sich in der billigen Pension von Fräulein Schneider ein und verbringt den Silvesterabend im Kit Kat Klub. Ein Ort für Sehnsüchte aller Art, wo man die Utopie der erotischen und politischen Freiheit für einen Augenblick leben kann. Ein zwielichtiger Conférencier stellt dort die Attraktion des Abends vor: Fräulein Sally Bowles, eine englische Nachtclubsängerin. In der freizügigen, lockeren Atmosphäre des Clubs lernen sich Cliff und Sally schnell kennen. Sie sucht eine Unterkunft, er ein Lebensziel und bereits am nächsten Tag zieht sie zu ihm. Der freundliche Obsthändler Herr Schultz wohnt ebenfalls bei Fräulein Schneider und verwöhnt seine Vermieterin mit exotischem Obst. Eben als ihre zarte Liebesgeschichte in eine Verlobung mündet, schlägt dem Juden Schultz zum ersten Mal der Hass der aufkommenden Nazi-Bewegung entgegen; resigniert und ängstlich trifft Fräulein Schneider eine folgenschwere Entscheidung bezüglich ihrer bevorstehenden Hochzeit. Cliff ist vom aufkeimenden Faschismus entsetzt und möchte zusammen mit der schwangeren Sally Berlin so schnell wie möglich verlassen. Aber genau wie der schillernde, zynische Conférencier interessiert sich auch Sally nicht für Politik – für sie ist das ganze Leben nur ein Cabaret.

Man ist auf Durchreise, auf der Flucht, in steter Angst, und so packt am Ende jeder seinen Koffer. Sally gibt ihren Pelzmantel in Zahlung, um eine Abtreibung zu bezahlen, und tritt wieder im Kit Kat Klub auf. Kurz vor der Machtübertragung an die Nazis verlässt Cliff Berlin. Wohin die Reise am Ende wirklich gehen soll, weiß zu diesem Zeitpunkt noch keiner.

12.08.26 um 16 Uhr 30 Musical-Ausflug

zu „Cabaret“ mit Programm

Einladung zum Musical-Ausflug des Berliner Spielplan Audiodeskription!

„Willkommen, Bienvenue, Welcome!“ Ein sommerfrischer Ausflug zu Berlins berühmtestem Musical „Cabaret“ im Tipi am Kanzleramt – mit dabei ist ein exklusiver Einblick hinter den Kulissen vor der Vorstellung, ein preiswerter Imbiss und die komfortable An- und Abreise im Bus-Shuttle. Der Imbiss ist optional. Unser Bus-Shuttle holt sie am Nachmittag an zentralen Knotenpunkten des Berliner ÖPNV ab und sorgt für die Rückfahrt. Auf Wunsch bieten wir zusätzlich Begleitung ab Haustür an.

Erleben Sie die großen Songs wie „Maybe This Time“; „Money-Money“; „Mein Herr“ und „Willkommen, Bienvenue, Welcome“, die den Ruf der Stadt Berlin seit über 50 Jahren um die ganze Welt getragen haben.
Come to the Cabaret Berlin!

Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr und dauert inklusive Pause etwa drei Stunden. Karten kosten zwischen 25€ und 39,90€. Begleitpersonen haben freien Eintritt.

Doch der Abend beginnt schon früher: Ca. um 17:50 Uhr startet unser Programm mit der exklusiven Begegnung mit Cabaret durch ein Ensemblemitglied. Im Anschluss genießen sie entspannt einen gemeinsamen Imbiss im Tipizelt. Der Imbiss ist optional. Sie können wählen zwischen einer Käseplatte, den beliebten „Schnuckedönschen“ – Pumpernickeltaler mit verschiedenen Leckereien – oder einer Portion Pasta. Zusammen mit einem Prosecco oder einem nicht-alkoholischen Getränk zum Preis von 15 € pro Person.

Die Plätze sind leider schon bereits ausgebucht – eine Teilnahme ist daher nur noch bei kurzfristigen Absagen über unsere Warteliste möglich.

Die Anmeldung erfolgt über: oder 030 43 97 91 79 0 (Imke Baumann)

Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie alle weiteren Informationen zum genauen Ablauf.

Wir freuen uns sehr auf den gemeinsamen Abend.

03.09.25 um 19 Uhr 30, Tastführung um 18 Uhr „Richard III.“ von William Shakespeare / Marius von Mayenburg

Schaubühne am Lehniner Platz
Globe
Kurfürstendamm 153
10 70 9 Berlin

Karten und Preise

Die Tickets kosten zwischen 44 und 95 Euro. Bei Zeichen „B“ im Schwerbehinderten-Ausweis gibt es fünfzig Prozent Ermäßigung für Sie selbst und Ihre Begleitung. Kartenbestellung unter oder telefonisch unter 030 / 89 00 23

Zum Stück „Richard III“

Richard – kompromisslos verkörpert von Lars Eidinger – ist hässlich. Eine Frühgeburt, missgestaltet, humpelnd, bucklig, ein Krüppel, der auf den Schlachtfeldern der Rosenkriege, die nach dem Tod Heinrichs V. aufflammen, seiner Familie und vor allem seinem Bruder Edward gute Dienste geleistet hat. Jetzt ist Edward König, dank einiger Morde, die sein behinderter Bruder in Eigenregie begangen hat. Aber das Ende des Krieges bringt Richard keinen Frieden, zu tief sitzt sein Hass auf den Rest der Welt, zu dem er nie gehören wird. Und so tut er das, was er am besten kann und mordet weiter. Er räumt alles aus dem Weg, was ihn daran hindert, König zu sein. Wenn er schon nicht Teil einer Gesellschaft der vom Schicksal Begünstigten sein kann, will er sie wenigstens beherrschen. Skrupellos  spielt er seine Kontrahenten mit politischem Geschick gegeneinander aus und schreitet mit weißer Weste durch ein unermessliches Blutbad, bis er niemanden mehr über sich hat. Doch auch dieser Triumph, erkauft mit dem Tod von Feinden, Verbündeten und Verwandten, wird seine Kränkung über das, was die Natur ihm angetan hat, nicht stillen. Allein an der Spitze, sämtlicher Widersacher beraubt, richtet er sein Wüten nun gegen seinen eigentlichen Hauptfeind – sich selbst.

»Richard III« ist eines der frühesten Stücke Shakespeares, uraufgeführt um 1593. Bis heute hat die Titelfigur nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Ihre Verführungskraft liegt gerade in ihrer hemmungslos zielgerichteten, lustvoll zur Schau gestellten Amoralität. Aber das Stück erschöpft sich nicht in der Dämonisierung eines psychopathischen Amokläufers. Es ist auch das Porträt einer durch interne Kämpfe tief zerrütteten Machtelite, aus deren Mitte eine perverse Diktatur erwächst.

Audiodeskriptive Einführung

04.09.26 um 19 Uhr 30,Tastführung 17 Uhr 30, und 

05.09.26 um 15 Uhr 30,Tastführung 13 Uhr 30, „BLINDED by DELIGHT“

Friedrichstadt Palast
Friedrichstraße 107
10 11 7 Berlin

Karten und Preise

 

Audiodeskriptions-Tickets gibt es für 40 Euro. Die Begleitkarte ist frei. Sie bekommen Ihre Karten telefonisch unter 030 / 23 26 23 26 oder per WhatsApp unter 00 49 17 44 25 38 72

 

Zum Stück „BLINDED by DELIGHT“

Oh, wie es wohl wäre, in einer Welt des Glücks aufzuwachen. Als Luci die Augen aufschlägt, ist sie umfangen von ihren schönsten ungelebten Träumen. Atemberaubend ist die Pracht dieser Traumwelt, ihr altes Leben nur noch ein fernes Echo. Jeder ihrer Atemzüge ist wie ein Pinselstrich, jeder Raum, der sich öffnet, eine Symphonie ungeahnter Möglichkeiten. Und vor ihr — der Mann ihrer Träume.

Ein Neuanfang, flüstert ihre Fantasie. Träume platzen, sagt die Vernunft. Ihr Traummann spürt, dass Luci, geblendet von so viel Glück, diesem nicht trauen mag. Doch er weiß, dass sie nur dann eine Chance haben, wenn sie zulassen, dass ihre beiden Welten verschmelzen. Mit allem, was er hat, kämpft er um die Liebe seines Lebens. Luci steht vor der großen Frage, die sich uns allen einmal stellt: Bleiben wir realistisch oder haben wir den Mut, unsere Träume zu leben? Wer weiß, vielleicht steht am Anfang jeder Veränderung doch ein Traum, der festgehalten werden will und nicht verfliegt.

Audiodeskriptive Einführung

06.09.26 um 19 Uhr 30 „Was ihr wollt“ von William Shakespeare

 
Berliner Ensemble
Großes Haus
Bertolt-Brecht-Platz 1
10117 Berlin

Karten und Preise

Tickets kosten zwischen 9 und 57 Euro an der Theaterkasse unter 030 / 284 081 55, jeweils 50% Ermäßigung für Schwerbehinderte und deren Begleitung. 

Zum Stück „Was ihr wollt“

Illyrien erscheint als Rettungsinsel nach dem Drama eines Schiffbruchs, doch dort ereignen sich Täuschungen über Identitäten und daraus folgende Liebeswirren: Die überlebende, gestrandete Viola glaubt ihren geliebten Zwillingsbruder Sebastian ertrunken und verkleidet sich als Cesario, um in den Dienst des Herzogs Orsino eintreten zu können. Orsino ist verrückt nach der trauernden, unzugänglichen Gräfin Olivia und schickt Cesario zu ihr als seinen Liebesboten. Olivia verfällt nun jedoch Cesario, nicht ahnend, dass es sich in Wahrheit um Viola handelt, die sich wiederum in Orsino verliebt hat. Als Violas Zwillingsbruder dann noch quicklebendig auftaucht und aufgrund seiner Ähnlichkeit zur als Mann verkleideten Viola für Cesario gehalten wird, ist das Chaos der Illusionen perfekt. „Was ihr wollt“ gibt die Bühne frei für das karnevaleske und auch grausame Spiel von Schein oder Sein, Täuschung oder Wahrhaftigkeit, Sucht oder Liebe – voll Wahnwitz, Melancholie und mit jeder Menge Musik.

Audiodeskriptive Einführung

27.09.26 um 16 Uhr, Tastführung 14 Uhr 30, „Das Spiel“ von Rachel Rosen

Theater an der Parkaue-Bühne 1
Parkaue 29
10 36 7 Berlin

Karten und Preise

Inhaber*innen eines Schwerbehindertenausweises zahlen einen ermäßigten Eintrittspreis von 9,00 €. Wenn ihr einen Schwerbehindertenausweis mit dem Vermerk B habt, erhält die Begleitperson eine Freikarte.
Karten und Anmeldung zur Tastführung über den Besucher*innenservice: oder 030 55 77 52 52

Zum Stück
 
Füchse gegen Pinguine, 0:0 und Anpfiff! Die Spielerin sprintet, weicht ihrer Gegenspielerin gekonnt aus, schießt den Ball zielgerade aufs Tor zu. Hält die Torwartin den Ball? – Tooooor! Oder doch nicht? Und wo ist der Ball überhaupt? Weg. Wie peinlich.
In diesem Spiel zweier Frauenfußballmannschaften geht wirklich alles schief. Absolut nichts funktioniert wie geplant, aber alle geben ihr Bestes und wollen nur eins: Fußball spielen – und natürlich gewinnen. Das ist aber gar nicht so einfach, wenn der Rasen schon lange nicht mehr gemäht wurde, eine Spielerin ihr Trikot vergessen und niemand Strafräume aufgemalt hat. Da fehlt nur noch ein Eigentor auf der Liste der Peinlichkeiten.

Theatermacherin Rachel Rosen erzählt eine mit Aberwitz gespickte, sportliche Parabel über das Scheitern. Auf dem Sportplatz des Lebens versuchen Spielerinnen und Fans am Ball zu bleiben, auch wenn niemand mehr weiß, wo der Ball ist. Aber so ist das manchmal, wenn einer Frauenmannschaft der Bolzplatz zugewiesen wird, um den sich niemand so richtig kümmert. Das soll sie jedoch nicht abhalten, denn: das Runde muss ins Eckige!

30.09.26 um 18 Uhr 30 und 11.10.26 um 16 Uhr  „Putsch – Anleitung zur Zerstörung einer Demokratie“ von Alistair Beaton & Dietmar Jacobs

 
Schlosspark Theater
Schloßstraße 48
12165 Berlin

Karten und Preise

Karten für 22 bis 43,50 Euro an der Theaterkasse montags bis samstags von
12 bis 19 Uhr telefonisch unter 030 / 789 56 67 100

Schwerbehinderte mit Merkzeichen „B“ im Ausweis erhalten jeweils 50% Ermäßigung für sich und ihre Begleitperson.

Zum Stück
 
Was passiert, wenn Satire zur Macht wird?
Klara Milkowski ist witzig, klug – und gefährlich. Nach einem medialen Eklat verliert die gefeierte Stand-up-Comedienne ihre Fernsehsendung und wird über Nacht zur Ikone der „Meinungsfreiheit“. Was als persönlicher Gegenschlag beginnt, entwickelt sich zur politischen Lawine: Klara steigt zur Kanzlerkandidatin einer populistischen Partei auf – und reißt Demokratie, Medien und Moral mit sich.

In einem rasanten Schlagabtausch aus Witz, Wut, Musik und messerscharfen Dialogen zeigen Alistair Beaton und Dietmar Jacobs, wie dünn die Linie zwischen Entertainment und Macht geworden ist. Die Grenzen zwischen Satire und Ernst, Aktivismus und Show verschwimmen – bis nichts mehr sicher scheint.

Nach dem Erfolg von „Kardinalfehler“ liefert das renommierte Autorenteam erneut eine hochaktuelle, gnadenlos komische und zugleich beunruhigende Komödie. Ein Abend, der zum Lachen reizt – und lange nachhallt. Denn Demokratie ist kein Selbstläufer, sondern ein täglicher Kraftakt.

Mehr Audiodeskription

26.07.26 um 18 Uhr 30, Tastführung 17 Uhr 30, „V A S T A“ – Lina Gómez

 
Radialsystem
Holzmarktstr. 33
10243 Berlin

Karten und Preise

Die Tickets kosten zwischen 12 und 16 Euro. Personen mit Behinderung erhalten eine ermäßigte Karte und können die freie Begleitkarte per Mail an  oder telefonisch unter 030 288 788 588 buchen.

Für die Audiodeskription und Tastführung (Treffpunkt im Foyer) bitten wir um Anmeldung per Email oder Telefon unter oder 0 30 / 28 87 88 50.

Zum Stück

In „V A S T A“ kehrt Lina Gómez nach siebzehn Jahren in ihrem eigenen Stück als Tänzerin auf die Bühne zurück. In einem Solo mit multiplen Präsenzen über Herkunft und Transformation bewegt sie sich rückwärts und folgt lateinamerikanischen Kosmovisionen, in denen die Vergangenheit vor uns liegt.

Im Dialog mit ihren verstorbenen Großmüttern wird der Körper zum lebendigen Archiv. Aus Erinnerungen an kolumbianische und brasilianische Tanztraditionen entstehen kreisförmige Bewegungen, Rhythmus und Live-Perkussion. „V A S T A“ versteht den Kreis als Raum von Begegnung, Widerstand und geteilter Zeit – und fragt: Was tragen wir weiter, was verändern wir, was lassen wir zurück?

31.07.2026 um 19 Uhr, Tastführung um 18 Uhr 30, „Mille et Une Nuits“ – Performative Oper von Sorour Darabi im Rahmen der Reihe „wielding fissures“

 
Radialsystem
Holzmarktstr. 33
10243 Berlin

Karten und Preise

Die Tickets kosten zwischen 14 und 18 Euro. Personen mit Behinderung erhalten eine ermäßigte Karte und können die freie Begleitkarte per Mail an oder telefonisch unter 030 288 788 588 buchen.

Für die Audiodeskription und Tastführung (Treffpunkt im Foyer) bitten wir um Anmeldung per Email oder Telefon unter oder 00493028878850.

Zum Stück „Mille et Une Nuits“

In der Weite der Nacht entsteht eine Oper für das 21. Jahrhundert, mit neuen Ästhetiken und Perspektiven und einer anderen Beziehung zur Welt: Mit „Mille et Une Nuits“ präsentiert der iranische Choreograf Sorour Darabi im Radialsystem seine erste Oper – eine immersive Performance, die den Stimmen Raum gibt, die von alten Mythen an den Rand gedrängt wurden. Die Deutschlandpremiere von Darabis Oper ist gleichzeitig der Auftakt zu der neuen Reihe wielding fissures – carving cracks in the surface of the now im Radialsystem.

„Mille et Une Nuits“ beleuchtet „Tausendundeine Nacht“ aus der Perspektive der Erzählerin Scheherazade. Das Originalwerk, das von einem heterosexuellen Cis-Mann konzipiert wurde, wurde oft dafür kritisiert, die Figur der Scheherazade auf den Status eines Erzählinstruments zu reduzieren und ihren Körper, ihre Wünsche und ihre Subjektivität zugunsten des Autors in den Schatten der Geschichten zu verbannen. Im Zentrum von Darabis „Mille et Une Nuits“ ist die Nacht daher nicht nur eine Metapher für das Erfinden von Geschichten, sondern ein Raum, in dem Scheherazades wahres Wesen endlich erblühen kann – als queerer Mythos, fernab der Zwänge einer heteronormativen Welt.

In der traditionellen und konservativen Oper fehlen vielfältige Körper und Ausdrucksformen unkonventioneller Sexualität. „Mille et Une Nuits“ erforscht eine Ästhetik der transgeschlechtlichen Stimme. Bei den meisten trans Personen bewirken Hormonbehandlungen eine Veränderung der Stimme, die sich auf die Klangbildung in den Stimmbändern auswirkt. Es ist diese Kraft der Zerbrechlichkeit und der emotionalen Textur, die „Mille et Une Nuits“ hervorhebt, weit entfernt von einem normativen Verständnis technischer Perfektion, indem die Stimme als affektive Landschaft betrachtet wird.

Audiodeskription, Text und Redaktion: Emmilou Rössling

01.08.2026 um 19 Uhr, Tastführung um 18 Uhr, „Adorno“ – Performance von Alice Ripoll im Rahmen der Reihe „wielding fissures“

 
Radialsystem
Holzmarktstr. 33
10243 Berlin

Karten und Preise

Die Tickets kosten zwischen 14 und 18 Euro. Personen mit Behinderung erhalten eine ermäßigte Karte und können die freie Begleitkarte per Mail an oder telefonisch unter 030 288 788 588 buchen.

Für die Audiodeskription und Tastführung (Treffpunkt im Foyer) bitten wir um Anmeldung per Email oder Telefon unter oder 00493028878850.

Zum Stück „Adorno“

In „Adorno“, portugiesisch für „Schmuck“, „Verzierung“ oder „Dekoration“, stellt Alice Ripoll dem Zeitalter der Algorithmen das zutiefst Menschliche gegenüber: ornamentale Gesten, wechselhafte Launen und spontane Gelüste – eben jene scheinbar trivialen Ausschmückungen, mit denen jede*r das Leben auf eigene Weise zeichnet. Die Berlin-Premiere von Alice Ripolls Performance ist gleichzeitig der Auftakt zu der neuen Reihe wielding fissures – carving cracks in the surface of the now im Radialsystem.

Auf der Suche nach Verbindung in der Unterschiedlichkeit geht die Choreografin der Frage nach, wie sich ein „Wir“ denken lässt, wenn unter acht Milliarden Menschen keine zwei identisch sind. Das Publikum wird von einer ungestümen Gruppe getragen, die sich wie der Lauf der Geschichte selbst in Wellen vor- und rückwärts bewegt. Die Szenen entfalten sich in einer traumartigen Atmosphäre und konfrontieren uns mit dem, was wir als einzigartig empfinden: unsere Erinnerungen, unsere Körper, unsere Zuneigungen – unsere inneren Gezeiten.

Audiodeskription, Text und Redaktion: Emmilou Rössling

27.09.26 um 17 Uhr, Tastführung 16 Uhr 30 „Happy Birthday, Charly!“- Eine Drumcom mit Schlagwerk Voermans für Menschen ab 5 Jahren / mit offener Live-Einsprache der Audiodeskription

 
Konzerthaus Berlin
Werner-Otto-Saal 
Am Gendarmenmarkt 2
10117 Berlin

Karten und Preise

Die Karten kosten 5 Euro für Kinder und 15 Euro für Erwachsene. Bei Publikum mit B-Ausweis ist die Begleitperson kostenfrei. Die Bestellung per E-Mail geht über Frau Geulen unter
Wenn Sie Karten beim Besucherservice bestellen, dann nennen Sie bitte das Passwort: Audiodeskription.
Das Kontingent ist leider begrenzt. Bitte beeilen Sie sich.
Vom 11.7. bis 10.8.26 ist das Kartenbüro geschlossen

Zum Stück 

Wart Ihr schon einmal bei einer Drumcom? Also Drum, wie Schlagzeug, und Com, wie Komödie? Nein? Dann nichts wie hin, denn das Schlagwerk Voermans feiert Charlys Geburtstag. Für die Party-Vorbereitung wird die Küche zu einem großen Instrument: Alltägliches – Schneidebretter, Töpfe und Besteck, Kühlschrank und Waschbecken und vieles andere – verwandelt sich in Rhythmus und Klang. Und so wird das Chaos zwischen Pfannen und Tellern zum musikalischen Flow – und die Vorfreude auf die Gäste zu einer mitreißenden Performance. Ihr seid herzlich dazu eingeladen!

03.10.26 um 19 Uhr 30 „Linie 1“ von Volker Ludwig | Mit Musik von Birger Heymann und der Rockband „No Ticket”

GRIPS Hansaplatz
Altonaer Straße 22
10557 Berlin

Karten und Preise

Ermäßigter Preis für Schwerbehinderte 20 Euro, Begleitperson frei. Telefonische Kartenbestellung unter 030 / 39 74 74 77 (GRIPS Kasse, Mo – Sa 12 bis 18 Uhr) und per Mail unter

Zum Stück „Linie 1“

Natalie kommt aus der Provinz nach West-Berlin und landet sechsuhrvierzehn am Bahnhof Zoo. Sie ist auf dem Weg zu Johnny, einem Berliner Rockmusiker. Als sie ihn am Bahnhof nicht findet, begibt sie sich auf die Suche nach ihm. Sie steigt in die U-Bahn Linie 1, Richtung Schlesisches Tor. Dort gerät sie in den Sog der Stadt und trifft auf ein Panoptikum verlorener, suchender, keifender, aber auch warmherziger Menschen, wie sie sich 1986 auf der Insel der Seligen tummeln.
Eine musikalische Revue, ein Drama übers Leben und Überleben in der Großstadt. Eine musikalische Revue, ein Drama übers Leben und Überleben in der Großstadt. Eine Reise in die Zeit der Mauerstadt voller Hoffnung, Mut und Selbstbetrug. „Linie 1“ gibt dabei wieder, wie die Menschen damals gefühlt und gedacht haben. Sie lädt ein zum Lachen, Weinen und Nachdenken über andere, aber vor allem über sich selbst. Dabei entdeckt man auch ein Stück weit das Berlin von heute.