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Hamlet exklusiv – Ein Arbeitsbericht aus einer anderen Zeit

Posted in Gastbeitrag

Regen schlägt an eingestaubte Scheiben, während eine nasse Landschaft rasch vorbeizieht. Am Himmel wechseln behäbige dunkelgraue Wolkenmassen mit Lichtfeldern, durch die die Sonne blitzt. Eigentlich typisches Aprilwetter, aber heute ist erst der 12.März. Silja Korn, blinde Redakteurin und ich sitzen im ICE auf dem Weg nach Bochum, wo wir uns im Schauspielhaus den Hamlet von Johan Simons ansehen wollen. Ein Hamlet, in dem eine Frau, nämlich Sandra Hüller, die Hauptrolle spielt. Eine Frau in einer der traditionsreichsten Männerrollen der theatralen Weltliteratur soll das diesjährige Berliner Theatertreffen eröffnen. Aber damit nicht genug: Zum ersten Mal in seiner Geschichte hat das Treffen entschieden, Angebote für Menschen mit Sehbehinderung in sein Programm zu nehmen. Es soll eine Live-Audiodeskription von mindestens einem der geladenen Stücke geben, es soll Einführungen zum Stückemarkt geben und vielleicht noch das eine oder andere mehr. Das ist eine echte Neuigkeit aber auch kein Zufall, denn die Leiterin des Theatertreffens heißt Yvonne Büdenhölzer. Genau. Das ist jene mutige Frau, die auch die Quote für Regisseurinnen in ihre Juryarbeit eingeführt hat. Büdenhölzers Entscheidung hat ihr den Berliner Frauenpreis eingebracht und in der elitären und immer noch auf ungeheuerlichste Weise männerdominierten Welt des Theaters einen mittelschweren Aufruhr verursacht. Die Art des Aufruhrs und die dabei auftretenden  verqueren Argumente haben übrigens eine große Ähnlichkeit mit denen, die die Durchsetzung von Quoten für Menschen mit Behinderung in öffentlichen Gremien verhindern, aber das ist ein anderes Thema.

Mehr Fairness beim wichtigsten deutschsprachigen Theaterfestival

Oder nein, das ist genau dasselbe Thema: Yvonne Büdenhölzer versucht mehr Fairness in das wichtigste deutschsprachige Theaterfestival einziehen zu lassen, und sie versucht, das Theatertreffen für Zielgruppen zu öffnen, die bislang nicht daran teilhaben konnten. Deshalb sitzen Silja und ich im Zug und freuen uns auf die Arbeit. Heute abend wollen wir das Stück live ansehen, um dann den Audiokommentar verfassen zu können. Heute abend ist auch 3Sat mit seinem Kamerateam dabei, um die Fernsehaufzeichnung vorzubereiten. Die Spannung ist immens, leider nicht nur wegen des freudigen Reiseanlasses. Vor der Abfahrt habe ich mich auf der Website des Schauspiels Bochum noch einmal versichert: Das Land NRW mache keine Empfehlungen, den Spielbetrieb zu unterbrechen, weshalb er weiterhin stattfinden werde, hieß es da. Und auch meine Ansprechpartnerin beim Theatertreffen, Anneke Wiesner, weiß bislang von nichts anderem. Silja und ich nutzen die Zeit im Zug und schauen uns zusammen ein Video der Aufführung an. Wir haben beide einen Kopfhörer im Ohr und zwischendurch beschreibe ich ihr kurz, was sichtbar passiert. Silja gefällt, wie die Darsteller sprechen, aber wir merken auch sehr schnell: es wird nicht leicht werden. Die Aufführung kommt ohne Requisiten und Action aus, sie lebt von bildhaften Konstellationen im Bühnenraum und einem intimen Zusammenspiel der Akteure. Werden wir es schaffen, das adäquat in den nicht üppigen Lücken unterzubringen? Wir erreichen Dortmund, der Himmel hat zufällig gerade seine Schleusen geschlossen, dafür pfeift jetzt ein tüchtiger Wind über den Bahnsteig und zerrt an den Mänteln der wenigen Wartenden. Kurz schaue ich auf mein Telefon und sehe, dass ich eine Nachricht verpasst habe. Mein Herz sackt eine Etage tiefer: Frau Wiesner informiert uns darüber, dass die Vorstellung zwar stattfinden werde, aber ohne Publikum, nur für uns habe sie bereits etwas ausmachen können. Man erwarte uns am Bühneneingang. Das ist einerseits toll, aber was heißt das andererseits für das Gesamtziel des Unternehmens? Erst einmal ankommen. Und immerhin, dem Fernseh-Aufzeichnungstermin sei Dank: Wir werden die Aufführung sehen und sind nicht ganz umsonst unterwegs gewesen. In Bochum ist das Wetter genauso zerwühlt wie in Dortmund. Wir lassen unser Gepäck in einem Hotel in der Nähe des Bahnhofs, bewundern ein Lichtkunstwerk mit dem Titel Woher-Wohin in einer Unterführung und stemmen uns gegen Wind und Regen, während wir die übersichtliche aber durchaus ansprechende Innenstadt durchqueren.

Unwillkürlich hält die Luft an, wer auf diesen Theatertempel zuläuft

Das Schauspielhaus Bochum präsentiert sich als 50er Jahre Glanzstück aus rotem Klinker. Die ganze Front ist konkav nach innen gewölbt und besteht sozusagen aus zwei Schichten. Eingefasst in zwei breite Klinkerstreifen links und rechts tragen sechs enorm hohe weiße Stützen ein weißes Fries, auf dem das Dachgesims thront. Drei Meter hinter den Säulen setzt eine von unten nach oben durchgehende Glasfassade an. Auf mittlerer Höhe befindet sich ein umlaufender Balkon aus Schmiedeeisen und unten die Glastüren des Haupteingangs. Unwillkürlich hält die Luft an, wer auf diesen Theatertempel zuläuft. Schon von weitem sehe ich auch das Banner mit der Aufschrift „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ neben den Tempelsäulen herunterhängen. Das versetzt mir einen wehmütigen Stich, denn dieser Slogan war und ist seit Urzeiten der Schlachtruf aller Ensembles, die zum renommierten Treffen nach Berlin eingeladen sind, und ich kenne ihn gut aus meiner eigenen Theaterzeit. (Der Gegenspruch für wenig überzeugende Aufführungsleistungen lautet übrigens: Das ist jetzt nicht das Ticket nach Berlin) Gleichzeitig rührt die Trauer aber auch daher: die Chancen, dass dieser Hamlet nach Berlin fahren wird, stehen bereits jetzt unter 50 %. Silja und ich erklimmen die Stufen zum Haupteingang, nutzen die Gelegenheit, um ein sehr schönes schmiedeeisernes Gitter zu ertasten und nehmen einer Mitarbeiterin des Besucherservice, die mit bedauerndem Gesichtsausdruck auf uns zueilt, den Wind aus den Segeln, indem wir uns nach dem Weg zur Pforte erkundigen. Dort erwartet uns eine freundliche Kollegin des Betriebsbüros und führt uns durch den Garderobentrakt in Richtung Saal. Bereits im Gang wimmelt es von Darstellern, die neugierig aufschauen, als Siljas Langstock vorbeiklappert. Wir begegnen der Darstellerin der Gertrud, die gerade ihre goldene Korsage anlegt. Silja erkennt am Luftzug im Vorbeigehen, dass die Akteurin eher groß und kräftig gebaut ist. Rosencrantz und Güldenstern gehen uns als Paar voraus, eine der Totengräberinnen streift ihre roten Plateausandalen über und verschwindet auf der Toilette.

Aber vor allem ist er vollkommen leer…

Dann erreichen wir das Vorderhaus und den Saal. Letzterer ist holzgetäfelt, und verfügt an der Decke über ungefähr 20 zwölfarmige Kronleuchter mit klassischen 50er Jahre Tütenlampen. Aber vor allem ist er vollkommen leer… Nur ein Kameramann mit einer großen „Kanone“ sitzt zwei Reihen vor uns, weitere Kollegen mit kleineren Geräten belegen Reihe drei. Sie haben Zettel mit den Fotos der Akteure an ihren Kameras aufgehängt. Es geht noch nicht los, einzelne Darsteller kommen auf die Bühne und machen Soundcheck. Ihre Stimmen werden durch kleine Mikrofone, die auf ihren Wangen kleben, abgenommen und dann in den Saal übertragen. Der Ton ist sofort um Klassen besser als auf der Video-Arbeitskopie, was vor allem Silja freut. Die Bühnenmusikerin, eine DJane aus Berlin, sorgt mit Hilfe elektronisch verstärkter Metallgeräusche – sie benutzt Nägel, Schrauben, geriffelte Metallplatten und Schneebesen – für eine erste atmosphärische Einstimmung. Die Spielfläche ist eine nach vorn offene weiße Kiste, die ca. einen halben Meter tiefer liegt als die normale Bühne. Auf dem Steg, oberhalb der weißen Kiste liegen mindestens 50 Metallkugeln und schimmern schwer und vielversprechend. Über dem Ganzen schwebt an einer großen Traverse ein Doppelgestirn aus einem übergroßen weiß strahlenden Mondlampion und einer gegenüber aufgehängten rechteckigen Sonnenplatte aus rotglänzendem Kupfer. Mehr Bühne ist nicht. Jetzt schlendert auch Sandra Hüller, die „Star-in“ des Abends im lockeren Gespräch mit einem Kollegen über das weiße Spielbrett. Im Vergleich zu der opulenten Goldkorsage der Gertrud wirkt ihr Kostüm wie ein einziges Understatement. Eine graue Herrenhose in Wolle, sie stammt schlicht aus dem Fundus, wie wir am nächsten Tag erfahren werden, sitzt so hoch in der Taille, dass mehr als die Hälfte der Frau von grauem Stoff umhüllt ist, was auf mich irgendwie unbeholfen wirkt. Darüber trägt „la Hüller“ als Hamlet einen schlichten schwarzen Pulli mit V-Ausschnitt. Ihre kurzen blonden Haare und ein kaum geschminktes Gesicht runden diese personifizierte Unauffälligkeit ab. Es gongt  zum dritten Mal für nicht existente Zuschauer*innen, ich halte meinen Notizblock griffbereit, die Kameraleute fokussieren die Bühne aus verschiedenen Positionen, Silja ist ganz Ohr, und das Spiel beginnt.

…und es gibt – Applaus!

Der Inhalt? Nach dem gewaltsamen Tod des alten Königs ist das Land, das System, die alte Ordnung außer Kraft, aber alle machen mit, richten sich aus auf den Mörder, der die alte Königin geheiratet hat und deshalb der neue Herrscher ist. Nur Hamlet, der Sohn, wird vom Geist des Vaters gequält und durchlebt im Körper wie im Geist die Außerkraftsetzung des Rechts durch Meuchelmord als wirkliche Erschütterung. Hamlet besteht darauf, dass das System nicht zur Tagesordnung übergehen kann. Das macht ihn zum Störenfried und zum verstörenden Unruhegeist. Der neue Machthaber sieht sich das eine Weile mit an. Nachdem aber keine Besserung eintritt, wird entschieden:  dieser Hamlet muss weg: Auf, nach England in die Arme der Henker mit geschärften Beilen. Hamlet jedoch überlistet die Attentäter und kommt zurück, um letztlich seine Dynastie und sich selbst zu vernichten.  Sandra Hüller spielt das ganz leise, verletzt und mit insistierender Wahrhaftigkeit. Ihr Hamlet ist hilflos angesichts der unfassbaren Situation, jedoch, er/sie kann auch nicht locker lassen bis zum bitteren Ende. Ganz modern und zentral ist die zugehörige Ophelia: mit androgynem Erscheinungsbild zwischen Hose und Kleid und kurzgeschorenem Kopf ist sie kein Opfer sondern eine quirlige lebhafte Mit-Spielerin, die sich auf alles Neue in Gänze und selbstbewusst einlässt, und es dadurch zu ihrem eigenen macht. Zwei Schwestern begegnen sich auf der Bühne zwischen Mann-Frau und Frau-Frau und Frau-Mann. „Ophelia, das ist mein Text“, mahnt der Hamlet an einer Stelle. Mit der Zeit entfaltet sich das Drama, genauer gesagt mit jeder neuen Drehung zwischen Mond und Kupfersonne vergehen die Monate, während das Schlussgemetzel näher rückt. In der Pause, auch sie wird trotz mangelnder Zuschauer exakt eingehalten, steht die Hüller als einsam aufgerichtete Figur irritierend allein auf der Bühne und betrachtet sinnierend die erste silberne Kugel, die auf das Spielfeld gerollt ist. Am Ende des zweiten Teils sind alle hin und die Leichen liegen ordentlich drapiert  in den Ecken des Spielfeldkastens, der Mond steht wieder vorn und es gibt – Applaus! Im Rang hatten sich doch einige  Kollegen aus dem Haus versammelt, um ihren Helden vor leeren Reihen die notwendige Unterstützung zu geben. Silja applaudiert ebenfalls herzlich und versichert mir, sie sei sehr froh, dass wir immerhin den ersten Teil im Zug miteinander schon gesehen hatten. Sonst wäre das doch schwierig geworden mit dem Verständnis der Bühnenhandlung. Ich bin ebenso erleichtert: das Ensemble spielt sehr präzise und die Lücken sind viel größer als auf dem Video zu erahnen.

Die „To be or not to be Zone“ und floral gemusterten Brokatstoff

Der Speisesaal am nächsten Morgen ist gähnend leer, aber der Kaffee dennoch gut. Wir lassen unsere Koffer im Hotel und machen uns ein zweites Mal auf ins Theater, diesmal um Bühne und Kostüme anzusehen. Tamo, eine großgewachsene junge Frau mit langen blonden Haaren, die Regieassistentin, empfängt uns und führt uns auf die bandenartige Umrandung, die das  jetzt am Vormittag verwaiste Spielbrett, umgibt. Jede einzelne  der Silberkugeln ist ca. 1,5 Kilo schwer und in der Mitte aus zwei Hälften zusammengeschweißt. Neben dem Inspizienten-Pult ist eine Laufrinne aus zwei Filzbändern geklebt. Eine sinnreiche und doch ganz einfache Vorrichtung, damit die erste Kugel so gezielt in die Spielfläche einrollt, dass Stefan Hunstein, der Darsteller des mörderischen Königs, sie auffangen kann, ohne sich zu verletzen. Silja tastet sich im vorsichtigen Hindernislauf mit dem Langstock durch die Kugeln. Danach steigen wir in die weiße Spielfeldkiste, und gehen sie nach Länge und Breite ab, um ein Gefühl für die Größe zu bekommen. Leider weiß Tamo die Maße nicht, also schätze ich. Ich frage, ob das Ensemble einen Namen für ihren Spielort kreiert hat, denn mich interessiert, ob meine  Assoziationen von Eisbahn über Billardtisch bis zum Spielbrett irgendwie Hand und Fuß haben. Tamo überlegt und findet dann, dass Spielfläche oder Spielbrett am passendsten sei, denn schließlich sei der Hamlet ja ein Spiel mit Machtpositionen und Konstellationen, was man „bei Johan“, dem Regisseur, ja auch gut sehen würde. Auf Siljas Frage, was denn die Kugeln zu bedeuten hätten? Ob das wohl rollende Köpfe oder Kanonenkugeln seien, möchte sie sich aber keinesfalls festlegen und weist fast entrüstet diesen simplen Deutungsversuch zurück. „Bei Johan“ sei es eben wichtig, dass nicht alles so eindeutig sei. Ich amüsiere mich insgeheim über die Loyalität der Assistentin, die mir von früher her gut vertraut ist. Aber dann verrät sie uns doch noch das charmante Geheimnis der „To be or not to be Zone“: Damit ist der Raum zwischen der ersten Stuhlreihe und einer weiteren Stufe zum Beginn der Spielfläche gemeint. Das sei „laut Johan“ eine Zone, in dem der Darsteller sich jeweils in einem Übergang befinde und entscheide, ob er noch als Privatperson anwesend sei oder schon in seiner Rolle auf der Bühne. Ehrfürchtig studieren wir anschließend die verschiedenen Gongbleche und das Metallsammelsurium der Musikerin und enträtseln ein kleines Mischpult, auf dem eine Tastenkombination den Namen Hamlet ghost trägt. Der Höhepunkt unserer Bühnenbegehung ist der gemeinsame Versuch einmal das Doppelgestirn aus Mond und Sonne zu drehen. Ganz schöne Präzisionsarbeit sei das, stellt Silja fest, und schwer auch. Tamo muss dann schnell zur Probe und ist wahrscheinlich froh, die neugierigen Gäste aus Berlin im Kostümbild im dritten Stock abliefern zu können. Hier hängen die gewaschenen Gewänder auf zwei rollbaren Garderobenständern und die Damenankleiderin Petra führt  uns die einzelnen Kleidungsstücke vor. Wir bewundern den bunt und floral gemusterten Brokatstoff von Laertes Hemd und stellen fest, dass gerade die Familie Polonius eher zum extravaganten Detail neigt: der Vater trägt zwar einen schlichten dunklen Mantel, dazu jedoch eisblaue Socken und rosa Knöpfe. Petra vermutet, dass mein Eindruck einer gewissen Unbeholfenheit von Sandra Hüller in der Herrenhose wahrscheinlich daher rühre, dass frau heutzutage nur noch Hüfthosen trage, wodurch dieser Sitz in der Taille als besonders ungewohnt auffiele. Zu groß sei die Hose jedenfalls  nicht. Am besten gefällt uns das Kostüm der ersten Totengräberin: das ist die, die einen wild geknoteten Dutt auf dem Kopf trägt und immer wie ein Pferd über die Bühne galoppiert. Mit unheimlich klappernden Hufen, bemerkt Silja. Tatsächlich sind die Geräuscherzeuger vorn spitz zulaufende weiße Sandalen mit Riemen hinten und einem kleinen Absatz. Ansonsten trägt die Darstellerin einen weiten Blouson und weite Marlene Hosen, alles in weiß. Nachdem wir Unmengen von Poly-Mischstoffen und völlig langweiligen Herrenschuhen ertastet haben – nur die jungen Herren Studenten Rosencrantz, Güldenstern, Laertes sind da mit Kroko-Look und Adidas Turnschuhen etwas ausgefallener – lassen wir uns von Petra durch verwinkelte Hintertreppen wieder zur Pforte bringen und verlassen das Theater Richtung Bahnhof.

Nicht Live aber mit AD!

So long Bochum. Im Zug lese ich einen Newsletter von Yvonne Büdenhölzer: das Theatertreffen ist noch nicht abgesagt, aber die Situation werde verantwortungsvoll beobachtet. Wir ahnen es jetzt bereits: Sie wird am Ende gar nichts anderes tun können, als alles abzublasen. Was dann noch alles passieren wird, ist zu diesem Zeitpunkt viel zu unvorstellbar, um es erahnen zu können.

Silja und ich bedanken uns beim Berliner Theatertreffen, welches diese Reise ermöglicht hat und drauf und dran war, vieles für blinde und sehbehinderte Zuschauer*innen zu ermöglichen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit im nächsten Jahr!

Ein kleiner Trost, auch wenn die Live-AD beim Berliner Theatertreffen nicht zu Stande gekommen ist, könnt ihr die Hamlet Inszenierung des Schauspielhauses Bochum mit Audiodeskription genießen: In der TV Aufzeichnung auf 3Sat am 2. Mai um 20 Uhr 15 mit einer AD der wunderbaren Anke Nicolai.