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Theater zum Hören – Spielplan

Hier finden Sie die kommenden Stücke des Berliner Spielplan Audiodeskription und Empfehlungen für Bühnenkunst mit Live-Audiodeskription in Berlin und im deutschsprachigen Raum.
Für eine akustische Information können Sie auch die Spielplan-Ansage unter der Telefonnummer 030 27 90 87 76 abfragen.

5ter November 2020, 19 Uhr 30 bis 22 Uhr
„Don Quijote“
im Deutschen Theater Berlin

mit vorheriger Tastführung ab 17 Uhr 30

Im Rahmen des Berliner Spielplan Audiodeskription

Am 05. November 2020 können Sie im Deutschen Theater Berlin den „Don Quijote“ erleben – live und mit Audiodeskription. Es spielen Ulrich Matthes als Don Quijote und Wolfram Koch als Sancho Panza.
Auf der Bühne des DT wird es ab 17 Uhr 30 eine Tastführung geben, an der Sie mit Ihrem Partner oder einem anderen Mitglied Ihres Haushalts teilnehmen können. Das Deutsche Theater bittet um Anmeldung unter service@deutschestheater.de oder telefonisch unter 030 / 28 44 12 21.

Zum „Don Quijote“

Erstaufführung in der Fassung von Jakob Nolte. In der Übersetzung von Susanne Lange.

Miguel de Cervantes sitzt nach einem bewegten Leben im Gefängnis, als er beginnt, den ersten Teil eines Romans zu schreiben, der 1605 den Anbruch der literarischen Moderne bedeutet. Es ist ein Anschreiben gegen die Fesseln der Realität, denn mit Don Quijote erfindet er einen maßlos kreativen Phantasten, der aber erst durch seinen viel pragmatischeren Spielgefährten Sancho Panza überhaupt Identität erlangt. Sie erschaffen sich mittels ihrer Gedanken eine eigene Wirklichkeit, sind sich selbst die Welt und können nicht mit-, aber auch nicht ohne einander. In kürzester Zeit werden die beiden berühmt, was sie im zehn Jahre später erscheinenden zweiten Teil gleich selbst thematisieren. Bis heute hat das wahnwitzige Paar Ikonenstatus und schultert in dieser Erstaufführung der Fassung von Jakob Nolte seine – imaginierten – Abenteuer ganz allein.

Zum Stück

Nach der Lektüre unzähliger Ritterromane ernennt sich ein verarmter Junker selbst zu Don Quijote von La Mancha und überträgt sich die ehrenvolle Aufgabe, seine Mitmenschen gegen das Böse zu verteidigen und ein neues Goldenes Zeitalter aufleben zu lassen. Er findet im nur scheinbar naiven Sancho Panza einen treuen Knappen und begibt sich mit ihm auf die Reise, um ein einfaches Bauernmädchen namens Dulcinea von Toboso zu beeindrucken. Ihre Heldentaten enden meist in brutalen Niederlagen, weshalb Don Quijote alsbald den Beinamen „Der Ritter von der traurigen Gestalt“ erhält. Und auch mit Sancho Panzas Traum, der sich als zukünftiger Herrscher eines Eilands sieht, will es nicht so recht was werden.
Doch ihre Vorstellungskraft bleibt unbesiegt: Sie scheitern, stehen wieder auf und kämpfen weiter gegen Windmühlen.

Regie: Jan Bosse, Bühne: Stéphane Laimé, Kostüme: Kathrin Plath, Musik: Arno Kraehahn, Licht: Robert Grauel, Dramaturgie: David Heiligers

Mit Ulrich Matthes als Don Quijote und Wolfram Koch als Sancho Panza.

Wann?
am 5ten November 2020
Beginn der Tastführung: 17 Uhr 30
Beginn des Stücks: 19 Uhr 30

Wo?
im Deutschen Theater Berlin
Schumannstraße 13a
10 11 7 Berlin

Preise und Karten
Die Karten kosten zwischen zwölf und 48 Euro. Mit dem Zeichen „B“ in Ihrem Schwerbehinderten-Ausweis erhalten sowohl Sie als auch Ihre Begleitung eine Ermäßigung von fünfzig Prozent.
Das Deutsche Theater bittet um Anmeldung unter: service@deutschestheater.de oder telefonisch unter: 030 / 28 44 12 21.

14ter November 2020, 20 Uhr bis 21 Uhr 30
in den Sophiensaelen
„It’s all forgotten now“ von der Company Christoph Winkler
mit Audio-Einführung ab 19 Uhr 15

Die Sophiensaele zeigen: „It’s all forgotten now“ von der Company Christoph Winkler – live und mit Audiodeskription.
Geschildert werden die Vorgänge auf der Bühne wie zum Beispiel Bewegung, Gesten, Mimik, Bühnenbild, Kostüme und Requisiten. Die Audiodeskription findet in deutscher Sprache statt und wird durchgeführt in Kooperation mit mapping dance berlin, Teil des Projektes Attention Dance II. Vor dem Stück wird es eine Audio-Einführung geben.

Sie können sich bis achtundvierzig Stunden vor Vorstellungsbeginn anmelden unter: ticketing@sophiensaele.com oder telefonisch unter: 030 / 27 89 00 34.

Zum Stück

Tanz trifft Musik, Film, Video und Spoken Word: Eine performative Hommage an Mark Fisher.
Der britische Kulturwissenschaftler und Pop-Theoretiker Mark Fisher prägte mit seinem legendären Blog „K-Punk“ eine ganze Generation von pop-affinen Kapitalismus-Kritiker*innen. In seinen Texten über wenig bekannte Musik, zeitgenössische Filme und Bücher attestierte er der Gesellschaft ein kulturelles Erschöpfungs-Syndrom und kritisierte die weit verbreitete Auffassung, es gäbe keine Alternative mehr zur kapitalistischen Realität: Das Ende der Welt kann man sich vorstellen, das Ende des Kapitalismus nicht?

Knapp drei Jahre nach Mark Fishers Suizid im Jahr 2017 nähert sich die Company Christoph Winkler einigen Konzepten seiner Theorie an, die sich nicht nur politisch, sondern auch ästhetisch ausdrücken: Beispielsweise die „Hauntology“, also Ideen und Theorien, die die Gegenwart wie Geister aus der Vergangenheit heimsuchen, oder „The Weird & the Eerie“, das Seltsame, das jedoch nicht mit dem Schrecklichen zu verwechseln ist.

Mit einem performativen Mixtape aus Musik, Film, Tanz, Video und Spoken-Word-Texten, unter anderem von Mark Fisher selbst, schafft die Kompagnie eine Hommage an einen der größten popkulturellen Gegenwarts-Diagnostiker unserer Zeit.

Wann?
am 14ten November 2020
Beginn der Audio-Einführung: 19 Uhr 15
Beginn des Stücks: 20 Uhr
Dauer der Aufführung: anderthalb Stunden

Wo?
in den Sophiensaelen
Sophienstraße 18
10 17 8 Berlin

Preise und Karten
Die Karten kosten zwischen zehn und fünfzehn Euro.
Bitte melden Sie sich bis achtundvierzig Stunden vor Vorstellungsbeginn an unter: ticketing@sophiensaele.com oder telefonisch unter: 030 / 27 89 00 34.